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Bau eines Pastoralzentrums für die römisch-katholische Pfarrei in Starokonstantinov

Juli 2011
Europa Bauhilfe
Vor zwei Jahren durfte der Kapuzinerorden ein freudiges Jubiläum feiern: Vor 300 Jahren kamen Kapuzinermönche in das Gebiet der heutigen Ukraine und begannen dort ihren seelsorglichen Dienst an den römisch-katholischen Gläubigen. Unterbrochen wurde ihre segensreiche Tätigkeit nur durch die kommunistische Sowjetherrschaft. Nach der politischen Wende kamen die Kapuziner jedoch bald wieder in die Ukraine, die 1991 unabhängig geworden war. Derzeit haben sie dort sechs Häuser und sind sehr aktiv und beliebt. Besonders bekannt sind sie für ihre pastorale Jugendarbeit. Wo immer sie tätig sind, nimmt die Zahl der Kirchenbesucher rapide zu.
In Starokonstantinov (Westukraine) leiten die Kapuziner die einzige römisch-katholische Pfarrei der 45.000 Einwohner zählenden Stadt. Einer der Mönche, der 1966 im polnischen Poznan (Posen) geborene Pater Piotr Kurkiewicz, gründete dort im Jahr 1996 zudem eine „Schule des christlichen Lebens und der Evangelisierung“, in der Laien ausgebildet werden, die den Glauben tiefer kennen lernen und ihn auch weitergeben möchten. Die Schule trägt den Namen „Maria von Nazareth, Mutter der Kirche“.
Die Menschen, die an den Kursen teilnehmen, müssen auch praktische Erfahrungen sammeln: Sie engagieren sich beispielsweise in Pfarreien und bauen dort Gebets- und Bibelgruppen auf. Außerdem wurde Seelsorge für Gefangene, Obdachlose und Prostituierte sowie für Studenten ins Leben gerufen. Angeschlossen an die Schule ist eine Einrichtung, die Alkohol- und Drogenabhängigen hilft.
Nun reichen die Räumlichkeiten für die vielen Aktivitäten jedoch nicht aus. Im Kloster selbst leben die Mönche. Dort werden auch die jungen Berufungen des Kapuzinerordens ausgebildet. Die Pfarrei nutzt zwar einige Räume, aber es ist viel zu wenig Platz vorhanden, vor allem in Anbetracht der dynamischen Entwicklung des kirchlichen Lebens. Die geistlichen und seelsorgerischen Bedürfnisse werden immer mehr und vielfältiger. Daher möchten die Kapuziner ein Pastoralzentrum bauen, das der ganzen Diözese zur Verfügung stehen soll. Dort sollen nicht nur die Kurse der „Schule des christlichen Lebens und der Evangelisierung“ stattfinden, sondern auch Kinderkatechese, Jugendgruppen, Gebetstreffen, Besinnungstage, Treffen der Anonymen Alkoholiker, Hilfsangebote für Bedürftige und vieles mehr. Das Zentrum soll ökumenisch ausgerichtet sein und Menschen ohne Rücksicht auf ihre Konfession offen stehen.
Bischof Leon Dubravsky, in dessen Diözese Kamyanets-Podilskyj die Pfarrei liegt, ist sehr daran interessiert, dass ein solches Pastoralzentrum eingerichtet wird, da es in der Region an solchen Angeboten mangelt. Jedes Jahr werden Hunderte Menschen davon profitieren.
In der Ukraine, wo nach der Sowjetzeit das kirchliche Leben nahezu von Null an wiederaufgebaut werden musste, ist ein solches Vorhaben jedoch nur mit der Hilfe aus dem Ausland möglich. Daher hat „Kirche in Not“ 20.000 Euro für dieses wichtige Projekt zugesagt.
Spendennummer: 438-01-19

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