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Bau einer Dorfkapelle

September 2011
Afrika Bauhilfe
An den tiefergelegenen Abhängen des Kilimandscharo liegt die Pfarrei von Chuvini. 260 Kilometer entfernt vom Bischofssitz in Mombasa wurde sie vor genau zehn Jahren gegründet. Ein Gemisch aus allen in Kenia vertretenen Volksstämmen lebt hier im Süden Kenias, denn nach der Unabhängigkeit des ostafrikanischen Landes im Jahre 1963 wurde in der Region Sisal angebaut. Menschen aus allen Landesteilen zogen dorthin, um Arbeit zu finden. Als der Sisalpreis auf dem Weltmarkt in den 1970er Jahren zusammenbrach, wurden sie arbeitslos, und Armut breitete sich aus. Das Gebiet, das heiß und trocken ist und von schweren Dürren heimgesucht wird, gibt wirtschaftlich nichts her. An einigen Stellen ist es möglich, Mais und Bohnen anzubauen. Auf den ehemaligen Sisalplantagen wuchert jedoch heute Dornengestrüpp, und oft sieht man Elefanten und andere Tiere aus dem angrenzenden Nationalpark dort. Viele Menschen sind auf die Nahrungsmittelhilfe humanitärer Hilfswerke angewiesen.
Aber der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein, und so schreibt uns Pfarrer Sabbas Assenga in einer anderen Not: In der des Geistes und der Seele. Sechs Außenstationen hat die Pfarrgemeinde. Sie liegen zwischen neun und zwanzig Kilometer vom Sitz der Pfarrei entfernt. Eine davon ist - ca. zwölf Kilometer entfernt - das Dorf Kyuasini. Dort leben 250 katholische Familien, aber die kleine Kapelle bietet nur Platz für ein Zehntel von ihnen. Der Pfarrer hat uns ein Foto geschickt, auf dem man sieht, dass zahlreiche Gläubige vor der Kapelle stehen, weil sie im Inneren keinen Platz mehr finden. Aber das ist nur ein Bruchteil derer, die während der Heiligen Messe draußen stehen müssen, denn, so schreibt er, das Foto ist vor der Heiligen Messe aufgenommen, und da waren die meisten der Kirchgänger noch unterwegs. Meistens versammelt sich die Gemeinde unter einem Baum, um die Gottesdienste zu feiern, aber Sonne und Wind setzen ihnen zu, in der Regenzeit auch der Regen, und es ist kein angemessener Zustand.

Pfarrer Assenga bittet uns also um Unterstützung und verspricht uns, in jeder Heiligen Messe für alle zu beten, die ihm und seinen Gläubigen helfen wollen. Er schreibt uns: „Möge der allmächtige Gott Ihre guten Herzen segnen!“ Wir haben ihm 10.000 Euro versprochen, damit die zahlreichen eifrigen Katholiken in Kyuasini bald nicht mehr außen vor stehen, wenn die Heilige Messe gefeiert wird.
Spendennummer: 130-01-19

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