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Druck von 10.000 Katechismen in den Sprachen Bemba, Mambwe, Lunda, Luvale und Kaonde

September 2011
Afrika Medienpastoral
Überall in Afrika erfüllen Katecheten eine wichtige Funktion. Die Pfarreien sind riesig, und die Priester können selbst mit dem größten Eifer nicht überall gleichzeitig sein. Der Einsatz von Katechisten, die den Priestern bei ihrer Arbeit zur Seite stehen, ist daher bitter notwendig– vor allem in den zahlreichen weit abgelegenen Dörfern, die nur schwer zu erreichen sind. Sie versammeln die Gläubigen zum Gebet, bereiten die Menschen auf den Empfang der Sakramente vor, lehren sie das Wort Gottes – manchmal in einer Kapelle, oft einfach nur unter einem Baum. In vielen Teilen Afrikas sieht man zu jeder beliebigen Tageszeit in den Dörfern eine Gruppe von Gläubigen mit einem Katecheten – die eine Gruppe betet gerade gemeinsam, die andere sitzt im Schatten und spricht über ein Wort aus der Heiligen Schrift, anderswo versammeln sich Ehepaare, darunter viele Frauen, die kleine Babys auf dem Arm tragen. Sie lernen, wie eine christliche Familie und eine katholische Erziehung der Kinder gelingen kann.
Auch in Sambia, einem Binnenstaat im südlichen Afrika, sind Katecheten für das Leben der Kirche notwendig. Fast neuntausend von ihnen gibt es, und das ist wichtig, denn die fast vier Millionen Katholiken (etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung) werden von nur rund 800 Priestern betreut. Die Entfernungen sind immens: Allein die Erzdiözese Lusaka ist doppelt so groß wie Belgien.

Das Land kämpft zudem mit zahlreichen Problemen. Trotz seiner friedlichen Geschichte lag es im vergangenen Jahr auf dem Human Development Index auf Platz 150 von 169, und es leidet nicht nur unter bitterer Armut und mangelnden Bildungsmöglichkeiten, sondern auch unter einer hohen HIV/AIDS-Rate. Alles, was die Kirche in die seelische, geistliche, emotionale und moralische Entwicklung der Menschen, vor allem der Jugend, investiert, kommt dem ganzen Land zugute.

Vor allem ist es wichtig, sich um die Jugend zu kümmern. „Imiti ikukula ili mpanga“ sagen die Leute in der Mambwe-Sprache, einer der in Sambia gesprochenen Sprachen. Das Sprichwort bedeutet übersetzt: „Die heranwachsenden Bäume sind der zukünftige Wald“. In einem Land, dessen Gesellschaft mehrheitlich aus jungen Menschen besteht, bemüht die Kirche sich besonders darum, die „heranwachsenden Bäume“, also die Jugend, in ihrem seelischen, geistlichen und intellektuellen Wachstum zu fördern. Auch dazu sind Katecheten wichtig. Denn die Jugend ist die Zukunft der Kirche und der Gesellschaft – der „zukünftige Wald“.

Nun brauchen die Katecheten aber auch Bücher, um den Glauben in rechter Weise weitergeben zu können. Englisch ist zwar die Amtssprache des Landes, viele Menschen verstehen aber nur wenig oder gar kein Englisch, und insgesamt werden in Sambia mehr als 40 verschiedene Sprachen gesprochen. Die Katholische Bischofskonferenz von Sambia möchte daher 10.000 Exemplare eines katechetischen Handbuches in fünf wichtigen Sprachen des Landes drucken lassen, damit möglichst viele Menschen erreicht werden können. „Kirche in Not“ hat versprochen, mit 9.500 Euro zu helfen.
Spendennummer: 159-20-89

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