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Existenzhilfe für 26 Ordensschwestern der Erzeparchie Kiev

November 2011
Europa Existenzhilfe
Es kann als ein Wunder angesehen werden, dass die Griechisch-Katholische Kirche in der Ukraine noch existiert. Die Chancen dafür standen denkbar schlecht, denn im Jahre 1946 wurde sie von den Kommunisten zwangsweise aufgelöst, und ihre Bischöfe, Priester und Gläubigen wurden in grausamster und brutalster Weise verfolgt, so dass die Zahl der Märtyrer in die Tausende geht. Im Untergrund lebte diese Kirche jedoch durch den Mut, das Engagement und die Treue ihrer Gläubigen und durch die Gnade Gottes weiter.
Auch jetzt, nachdem die Zeiten der Verfolgung endlich vorbei sind, unterstützt „Kirche in Not“ die Kirche in der Ukraine, die nun, nachdem sie 1990 endlich die Katakomben verlassen konnte, zwar voller Elan daran geht, das kirchliche Leben wieder aufzubauen, jedoch in der Regel über mehr Gottvertrauen als finanzielle Mittel verfügt. Die Priester, Ordensleute und Laien sind zwar in vorbildlicher Weise engagiert und gehen bis an ihre Grenzen, um das Unmögliche möglich zu machen, aber viele Vorhaben können nur mit finanzieller Hilfe aus dem Ausland verwirklicht werden. Reist man jedoch als „Geldgeber“ in die Ukraine, fragt man sich unweigerlich, wer dabei mehr beschenkt wird: Die Menschen, die unsere Hilfe erhalten, oder nicht vielmehr wir selbst durch das Vorbild, den frischen und lebendigen Glauben, die Kreativität, den Optimismus und die Einsatzfreude der Gläubigen dort.

Insgesamt hat die Griechisch-Katholische Kirche in der Ukraine heute 6 Millionen Mitglieder.Während griechisch.katholische Christen in der Westukraine in der Mehrheit sind, ist die Ostukraine ein schwieriges Diasporagebiet mit einer kleinen Zahl von Katholiken, die noch weit verstreut sind. Das Gebiet war extrem der Sowjetisierung und der damit verbunden Atheisierung der Gesellschaft ausgeliefert. Manchmal gibt es heute noch Probleme mit den Nachbarn, berichteten Schwestern, die in einer Wohnung in einem Wohnblock wohnen. Nachbarn haben schon mehrmals die Polizei gerufen, weil sie die Gebete und Lieder der Schwestern als Ruhestörung beklagt hätten, bei voll aufgedrehter Rockmusik aber keinen Protest verlauten lassen.

In der Erzeparchie Kiev dienen 19 Ordensfrauen Gott und den Menschen. Sie stammen aus fünf verschiedenen Kongregationen. Sie erteilen Katechese in Pfarreien, betreuen alte Menschen in Altenheimen, arbeiten auf Kinderstationen in Krankenhäusern und helfen den Priestern in den Pfarreien.

Vor allem die Arbeit mit der Jugend ist wichtig. Denn manche Kinder und Jugendlichen, die die Katechese und die kirchlichen Freizeitveranstaltungen besuchen, stammen zwar aus gläubigen Familien, aber zumeist ist dieser Glaube wenig entwickelt. Manche Eltern wissen genauso wenig wie die Kinder. Eine Mutter sagte einmal zu einem Priester: „Wie soll ich meine Kinder das Beten lehren, wenn ich selbst das Vaterunser erst gerade aus dem Fernsehen gelernt habe?“ Aber der Wunsch, mehr über Gott zu erfahren, ist bei vielen stark ausgeprägt.

Häufig finden Eltern auch über ihre Kinder zum Glauben. Da die Schwestern ihren wichtigen Dienst für Gottes Lohn verrichten und nicht selbst ihren Unterhalt bestreiten können, unterstützt „Kirche in Not“ sie mit 13.000 Euro.
Spendennummer: 438-05-39

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