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Ein Haus für pflegebedürftige und alte Priester

Dezember 2011
Europa Bauhilfe
Nitra ist die fünftgrößte und neben der Hauptstadt Bratislava älteste Stadt der Slowakei. Sie liegt im Westen des Landes, hat rund 80.000 Einwohner und ist Sitz des gleichnamigen Bistums mit 300 Diözesan- und 60 Ordenspriester. Bischof ist seit 2005 Viliam Judák, der zuvor unter anderem an der Comenius Universität in Bratislava (CMBF) Kirchengeschichte gelehrt hatte. Von der Burg Nitra aus, die Kathedrale sowie Bischofssitz umfasst und oberhalb der Stadt liegt, sieht Bischof Judák direkt auf ein wichtiges Projekt der Diözese: ein im Bau befindliches Haus für pflegebedürftige Priester.
Für diesen Zweck standen dem Bistum bisher nur alte, nahezu unwürdige Gebäude zur Verfügung. Eine Bleibe für Priester im Alter fehlt, weil die Kirche in kommunistischer Zeit verfolgt und allenfalls geduldet wurde und Finanzmittel ohnehin knapp waren. Deshalb hat die Diözese am Stadtrand ein altes Hotel mit Blick auf die Burg Nitra erworben. Nach dem Umbau wird das Gebäude bis zu 35 Personen Platz bieten. Im Erdgeschoss sind eine Kapelle, ein Essraum sowie eine großer Wintergarten geplant.

Hatten sich in der Vergangenheit häufig die Familien, das heißt leibliche Schwestern oder Brüder um alte und pflegebedürftige Priester gekümmert, schwindet diese Möglichkeit mehr und mehr. Denn nach dem politischen Umbruch hat sich auch in der Slowakei ein gesellschaftlicher Wandel vollzogen. Die Kirchen sind nach wie vor gut besucht. Allerdings werden heute weit weniger Kinder geboren. Die Zahl zerrütteter Ehen nimmt zu. Die Priesterberufungen sind rückläufig, die Zahl der Seminaristen, deren Eltern getrennt leben, steigt hingegen.

Um älteren Priestern die Sorge um eine gesicherte Altersversorgung zu nehmen, treibt Bischof Judák den Bau eines Alten- und Pflegeheims voran. Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ unterstützt die Initiative mit einem Betrag in Höhe von 50.000 Euro.


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