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Hilfe für die Jugendarbeit der Diözese Ndola

Februar 2012
Afrika Existenzhilfe
„Imiti ikukula ili mpanga“ sagen die Leute in Sambia in ihrer Sprache, dem Mambwe. Das Sprichwort bedeutet übersetzt: „Die heranwachsenden Bäume sind der zukünftige Wald“. In einem Land, dessen Gesellschaft mehrheitlich aus jungen Menschen besteht, bemüht die Kirche sich besonders darum, die „heranwachsenden Bäume“, also die Jugend, in ihrem seelischen, geistlichen und intellektuellen Wachstum zu fördern. Denn die Jugend ist die Zukunft der Kirche und der Gesellschaft – der „zukünftige Wald“.
14 Millionen Einwohner hat das südafrikanische Land. 46 Prozent von ihnen sind unter 15 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei 16,5 Jahren. 7,5 Millionen Menschen gehören der katholischen Kirche an.
Die Jugend in Sambia steht vor vielen Herausforderungen. Traditionelle Werte wie Ehe und Familie werden durch die Medien immer mehr zerstört. AIDS ist ein großes Problem, ebenso Teenagerschwangerschaften. Dazu kommt eine hohe Arbeitslosigkeit, die zur Folge hat, dass viele Jugendliche verzweifelt und verbittert sind, weil sie keine Zukunft sehen. Dadurch steigt auch die Kriminalitätsrate. Politische Parteien heuern perspektivlose Jugendliche als Krawallmacher an, Alkohol- und Drogenkonsum tun ihr übriges. Außerdem breiten sich Sekten aus.
In der Diözese Ndola sind von knapp 3,3 Millionen Einwohnern fast 1,4 Millionen katholisch. Die Kirche wendet sich besonders an die Jugend, um den Jungen und Mädchen dabei zu helfen, ein Leben zu führen, das in Christus verwurzelt ist. Die gemeinsame Aktivitäten bringen die Jungen und Mädchen weg von der Straße, wo sie mit Alkohol, Drogen und Sex konfrontiert sind. Und die Frohe Botschaft führt sie heraus aus Verzweiflung und Verbitterung und macht sie stark, damit sie die Herausforderungen bewältigen können, vor denen sie in ihrem Land stehen. Katechese, gemeinsame Feiern, Gesang, Bibelwettbewerbe, bei denen Gruppen spielerisch ihr Wissen über die Heilige Schrift unter Beweis stellen können, stehen auf dem Programm. Vor allem werden jedoch Jugendleiter ausgebildet, damit sie in ihren Pfarreien Jugendgruppen bilden können.
Ein wichtiger Teil dieser Aktivitäten ist das „Youth Alive“ Programm, das mittlerweile in allen Diözesen Sambias durchgeführt wird, setzt auf sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe und Treue in der Ehe. Die Jugendlichen sollen dazu in die Lage versetzt werden, den Wert des menschlichen Lebens zu erkennen und zu widerstehen, wenn andere sie zu etwas verführen wollen, was diesem Wert widerspricht. Dieses Programm ist erfolgreich: Die AIDS-Rate in Sambia betrug 2003 noch 21,5 Prozent. Mittlerweile ist sie auf 13,5 Prozent zurückgegangen.
Spendennummer: 159-20-00

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