Jetzt spenden!

Hilfe für das Nationalheiligtum der Heiligen Jungfrau von El Cobre

März 2012
Amerika Bauhilfe
Ihrer Fürsprache wird der Sieg im spanisch-amerikanischen Krieg 1898 und damit die Unabhängigkeit von Spanien zugeschrieben. Das Volk verehrte Maria auch während der kommunistischen Diktatur unter Fidel Castro. „Sie ist das geistliche Herz aller Kubaner” und „selbst für Nichtgläubige ein Symbol kubanischer Nationalität und Kultur“, so beschreibt der Erzbischof von Santiago de Cuba die kleine Marienstatue, die als Patronin von Kuba und als „Jungfrau der Barmherzigkeit“ bekannt wurde. Selbst hochrangige Militärs und Politiker nahmen an den Marienprozessionen teil.
Der Überlieferung nach fanden 1612 drei Jungen die Marienfigur auf den Wellen treibend in der Bucht von Nipe. Als die Fischerjungen die Statue aus dem Wasser fischten, war sie trocken. Auf ihrem Sockel stand: “Ich bin die Jungfrau der Barmherzigkeit”. Die Jungen rannten mit ihrem Fund nach El Cobre, dort war die Freude groß. Die Gläubigen bauten einen Altar und eine Kapelle. Das ist nun 400 Jahre her und zum Gedenken daran wanderte das gerade 30 Zentimeter große Gnadenbild bis Dezember 2011 anderthalb Jahre lang durch alle Diözesen der Insel.
Die jahrzehntelange atheistische Propaganda des ersten kommunistischen Staats der westlichen Welt hat ihre Spuren hinterlassen. Auf der Insel leben zwar offiziell 6,7 Millionen Katholiken – und zusammen mit den evangelischen Christen machen sie 69,9 % der Gesamtbevölkerung aus- doch viele praktizieren ihre Religion nicht. Das scheint allerdings ein vorübergehender Zustand zu sein, denn die Verehrung der Jungfrau nimmt zu. Alljährlich pilgern mindestens eine halbe Million Menschen zum Nationalheiligtum in Cobre. Hier stehen - neben der Wallfahrtskirche - ein Gästehaus, ein Schwesternhaus für die fünf Hermanas Sociales, die das Nationalheiligtum betreuen, ein kleines Konventgebäude der kontemplativen Missionsschwestern der Nächstenliebe, ein ehemaliges Pfarrhaus und dein Exerzitien- und Tagungshaus, das auch heute noch das einzige Bildungszentrum der Kirchenprovinz ist. Seit mehr als einem halben Jahrhundert wurde jedoch nicht umfassend renoviert. Teilweise waren die Häuser von den Kommunisten zweckentfremdet worden. Die Jungfrau aber blieb, und die Kubaner blieben ihr treu. Erst jetzt kann man an eine Sanierung denken. Mit einer Kampagne unter dem Motto “Von jedem Kubaner einen Peso – für die Jungfrau von El Cobre” hoffen die Bischöfe, wenigstens zehn Prozent der Kosten für die Renovierung des Wallfahrtzentrums hereinzuholen. Weitere Spenden erhofft man sich von Exilkubanern. „Kirche in Not“ möchte mit 100.000 Euro zu notwendigen Restaurierungen beitragen. Die Spenden gehen vor allem in die Einrichtung des Gästehauses des Nationalheiligtums und in die Renovierung des Pfarrhauses in El Cobre. Die Bischöfe hoffen, dass bis zum Besuch des Papstes auch ein Vorplatz, ein Kreuzweg und eine Mehrzweckhalle fertig gestellt sind. Schließlich wird der Heilige Vater vom 26. bis 28. März auch als Pilger nach El Cobre kommen.
Seit dem Besuch im Jahr 1998 von Papst Johannes Paul II., der die Jungfrau krönte, hat Kuba seine strengen Auflagen gegenüber der katholischen Kirche schrittweise gelockert. Es scheint, als ob Papst Benedikt XVI. es mit Politikern zu tun haben wird, die einem konstruktiven Dialog mit der Kirche nun offener gegenüber stehen. Fidel Castro und sein Bruder Raúl Castro, der 2008 die Staatsämter übernahm, äußerten im Vorfeld freundschaftliche Worte gegenüber dem Heiligen Vater. Das ist eine große Chance für die Kirche auf Kuba und die Neuevangelisierung der Kubaner.
Spendennummer: 216-06-19

Neuer Präsident bei KIRCHE IN NOT - Österreich

Der Unternehmer und Jurist Dr. Michael Spallart wird neuer Vorstandsvorsitzender von „Kirche in Not-Österreich“. Seit 1. Dezember 2019 hat Dr. Michael Spallart die ehrenamtliche Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden (Präsident) von „Kirche in Not – Österreich“ übernommen. Er folgt damit Dr. Thomas Heine-Geldern nach, der sich als...

» weiterlesen

Burkina Faso: „Blutiger Beginn der Adventszeit“ - „Kirche in Not“ zeigt sich bestürzt über anhaltende Gewalt gegen Christen

Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ ist entsetzt über einen erneuten Anschlag auf eine christliche Kirche in Burkina Faso. Wieder wurden Christen an einem zeitlich neuralgischen Punkt, nämlich zu Beginn des Kirchenjahres, getroffen. Was schon bei den schrecklichen Osteranschlägen im April 2019 auf Sri Lanka passiert ist, setzt sich fort: Terroristen...

» weiterlesen