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Hilfe für die unbeschuhten Karmelitinnen

März 2012
Amerika Existenzhilfe
Noch leben sie zu viert in der zwei-Millionenstadt Maracaibo im Nordwesten Venezuelas. Doch sobald sie eine feste Bleibe haben, können sie weitere Schwestern aufnehmen. Derzeit haben die Karmelitinnen, die auf die Bitte von Erzbischof Santana nach Maracaibo gekommen waren, vorübergehend Aufnahme in einer katholischen Klinik gefunden. 40 Brüder leiten die Klinik und sind für Patienten und Personal verantwortlich.
Die provisorische Unterkunft in der Klinik ist denkbar ungeeignet für die kontemplativen Schwestern. Zudem werden die Räume eigentlich für die Patienten benötigt. Die Brüder hatten sie den Schwestern überlassen, „bis das Kloster soweit fertig gestellt ist, um einziehen zu können“ erzählt Schwester Nancy, die Oberin der Karmelitinnen. Das Kloster sollte schon längst fertig gestellt sein, doch die Schwestern haben sich verkalkuliert. Das Bauvorhaben dauert länger als angenommen, ihr mündlicher Mietvertrag läuft im Herbst aus und sie werden ausziehen „ohne zu wissen, wohin wir gehen sollen“. Wie einst die Heilige Familie sind sie auf der Suche nach einer Herberge. Immerhin die Bauzeichnungen sind bald abgeschlossen. „Die Ingenieure machen Überstunden, um unseren Wunsch zu erfüllen“, sagt Schwester Nancy. Um sie bezahlen zu können, fertigen die Schwestern liturgische Gewänder und Stickarbeiten. Das reicht gerade zum Leben, aber nicht für den Bau. Die Brüder unterstützen sie, wo sie können. Sie schenken ihnen Lebensmittel und Medikamente und erlassen ihnen einen Teil der laufenden Kosten. „Die Brüder bringen uns die ganze Zeit ihre liebevolle Aufmerksamkeit und wertvolle Gastfreundschaft entgegen. Wir sind ihnen zutiefst dankbar“, so Schwester Nancy, aber der Traum vom eigenen Kloster liegt in weiter Ferne.
Erzbischof Santana möchte den Karmelitinnen helfen. Er schätzt ihre Anwesenheit in der Diözese sehr. „Ihre Präsenz in Maracaibo ist eine Gnade für uns, ihr Gebet ruft himmlischen Segen auf unser Land herab“, schreibt er. Doch seine Erzdiözese ist nicht reich. Deshalb bittet er die Wohltäter von „Kirche in Not“, die vier Karmelitinnen zu unterstützen: damit ihr Traum vom eigenen Kloster kein Traum bleibt.
Spendennummer: 239-06-19

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