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Ein Auto für eine Pfarre in der Diözese San Miguel

April 2012
Amerika Motorisierung

Vor 32 Jahren wurde Oscar Romero, der Erzbischof von San Salvador, ermordet.-Er machte auf die soziale Ungerechtigkeit aufmerksam und kritisierte die blutigen Morde und das System der Oligarchie, das die Menschen von San Salvador ins Elend stürzte. Ihm wurde vorgeworfen, eine politische Befreiungstheologie zu predigen, doch seine Stimme ist nichts anderes gewesen als die eines Hirten, der besorgt ist um das Heil seiner Herde. Die Kirche, die den Schutz menschlicher Würde fordert und um soziale Gerechtigkeit kämpft, wird für die Regierenden besonders unbequem. Plakate aus dieser Zeit tragen die Slogans: „Sei ein Patriot: töte einen Priester.“
Täglich kamen arme und reiche Menschen zu ihm, die um seine Intervention für inhaftierte Bekannte und Verwandte baten. Denn die mächtigste Waffe des Bischofs ist das Wort, das er von der Kanzel verkündet, ein Wort, das Verbrecher kritisiert, die beim Namen genannt werden, ein Wort, das die Folter, die Entführungen und Morde beschreibt.
Am 24. März 1980 hält er eine Seelenmesse für seine verstorbene Mutter. Trotz ausdrücklicher Bitten seiner Freunde, die ihm aus Angst vor einem Anschlag davon abraten, betritt er den Altar, um die Eucharistie zu feiern. Die Kugel eines Scharfschützen verwundet ihn tödlich, als er nach der Predigt zum Altar geht. Sein Begräbnis wird zu einer Demonstration des freien Volkes, die von Bomben und Schüssen brutal unterbrochen wird. Der Märtyrertod des Bischofs vermischt sich mit dem Blut hunderter weiterer Katholiken, die im Blut „des Erlösers“ (El Salvador) die ewige Ruhe finden.
Auch heute noch steht die Kirche in dem zentralamerikanischen Land an der Seite der Armen und Schwachen. So auch in der Diözese San Miguel im Osten El Salvadors, der Heimatdiözese Erzbischof Romeros. Vor drei Jahren wurde dort eine neue Pfarrei eingerichtet. Sie ist der Schmerzhaften Jungfrau geweiht und erstreckt sich über ein riesiges vor allem ländliches Gebiet. 18.000 Menschen leben hier. Die meisten Familien leben in großer Armut. Im vergangenen Jahr wurde die Region von schweren Tropenstürmen heimgesucht, so dass die Menschen noch ärmer geworden sind. Pfarrer Ramón Obdulio Lara Palma braucht dringend ein Auto, um in die weit abgelegenen Dörfer zu gelangen. Wir helfen ihm mit 13.700 Euro.

Spendennummer: 218-01-29

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