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Hilfe für die Renovierung des Pfarrhauses von Ioanis und für den Einbau einer Heizung

April 2012
Europa Bauhilfe
Rund 195.000 der 1,8 Millionen rumänischen Katholiken gehören der griechisch-katholischen Kirche an. Das heißt, sie feiern ihre Gottesdienste im byzantinischen Ritus, unterstehen aber dem Papst. Ihre Priester sind größtenteils verheiratet, so wie es in den Ostkirchen üblich ist. Zu kommunistischer Zeit wurden Christen in Rumänien stark verfolgt. Dennoch bekennen sich mehr als 98 Prozent der Einwohner des südosteuropäischen Landes zum Christentum. Die meisten von ihnen gehören der rumänisch-orthodoxen Kirche an.
Die griechisch-katholische Pfarrei in Ioanis wurde 1994 eingerichtet. Am Anfang hatte die Gemeinde nur 20 Mitglieder. Eine Kirche gab es nicht, die Gottesdienste wurden in einem Hof abgehalten. Zwei Jahre später bot ein Gemeindemitglied dem Pfarrer einen Raum seines Hauses als Kapelle an. Sechs Jahre lang wurde die Heilige Messe an Sonn- und Feiertagen dort gefeiert. 2002 konnte endlich ein richtiges Gotteshaus eingeweiht werden. Inzwischen hat die Pfarrei 230 Mitglieder – mehr als elfmal mehr als acht Jahre zuvor.
Pfarrer Mircea Bota ist ständig im Einsatz. Er schreibt uns: „Die ständige Anwesenheit des Pfarrers unter den Gläubigen ist sehr wichtig. Wir feiern täglich die Gottesdienste. Ich halte außerdem dreimal wöchentlich Religionsunterricht“. Zudem besucht er an jedem ersten Freitag im Monat die Kranken. Vor jeder Messe wird der Rosenkranz gebetet, in der Fastenzeit der Kreuzweg. Die Gemeinde ist lebendig. Der Pfarrer und seine Familie wohnen jedoch in einem Haus, das dringend sanierungsbedürftig ist. Die Wände sind feucht, die Fenster und Türen sind undicht und müssen ausgetauscht werden. Auch der Fußboden bedarf der Erneuerung. Zudem muss dringend eine Heizung eingebaut werden. „Es ist unangenehm, im Winter mit der Familie in einem alten Haus zu wohnen“, schreibt Pfarrer Bota, aber er will und muss bei seinen Gläubigen sein.
Er selbst kann für die Renovierung nicht aufkommen. Gerade die verheirateten Priester der Ostkirchen leiden oft große Armut, da sie nicht nur für ihren eigenen Lebensunterhalt, sondern auch für den ihrer Familien aufkommen müssen. Vom Staat erhalten sie keinen Cent, sie bekommen auch kein Gehalt, sondern leben von dem, was die Gläubigen, die selbst in der Regel arm sind, ihnen für ihren Dienst geben.
Wir möchten mit 5.000 Euro helfen, das Pfarrhaus zu renovieren und eine Heizung einzubauen.
Spendennummer: 423-01-19

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