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Wiederaufbau der Jesuskind-Kirche in Aalankulam

Mai 2012
Asien Bauhilfe

„Die Kirche ist der einzige Ort, wo die Menschen Hoffnung und Trost finden können“, schreibt uns der Bischof von Mannar, Joseph Rayappu. Dessen bedürfen sie dringend. Denn die Diözese im Norden Sri Lankas hat stark unter dem blutigen Krieg gelitten, der 26 Jahre lang zwischen den separatistischen Tamil Tigers (Liberation Tigers of Tamil Eelam – LTTE) und den Regierungskräften wütete. Der Konflikt kostete 70.000 Menschen das Leben und endete erst im Mai 2009. Unzählige Menschen mussten die Region verlassen, die durch die Kriegshandlungen verwüstet wurde. Noch heute ist vieles zerstört, darunter auch zahlreiche Kirchen und kirchliche Gebäude.

Bischof Rayappu Joseph feiert die Heilige Messe in Mannar.

Eines dieser Gotteshäuser befindet sich in Aalunkulam. Es ist dem Jesuskind geweiht, das von den Gläubigen stark verehrt wird. Die Kirche des Heiligen Jesuskindes fiel der schweren Artillerie zum Opfer, die hier zum Einsatz kam. Die Menschen waren bereits aus dem Ort geflohen, als ihre Kirche in Schutt und Asche gelegt wurde. Auch in der Fremde hielten sie an ihrem Glauben fest. Sie pflegten in ihren Familien das Rosenkranzgebet, trafen sich zu Andachten und besuchten, wo immer es ihnen möglich war, die Heilige Messe. 2010 konnten sie in ihr Heimatdorf zurückkehren. Heute leben hier wieder über 1550 Katholiken. Mit Bestürzung stellten die Rückkehrer jedoch fest, dass von ihrer Kirche nur noch Ruinen geblieben waren. Das Jesuskind, für das sich bereits in seinem irdischen Leben kein Platz in der Herberge fand und das mit seinen Eltern vor den Häschern des Herodes nach Ägypten fliehen musste, teilte auch hier in Aalunkulam das Schicksal der unzähligen Menschen, denen Gewalt und Hass alles genommen hat.

Die Gläubigen möchten die dem Jesuskind geweihte Kirche wieder aufbauen. „Sie sind stolz auf die Gegenwart des Jesuskindes. Es ist ihr Beschützer“, erklärt Bischof Rayappu. Aber die Gläubigen sind arm. Durch den Krieg haben viele Familien ihren Ernährer verloren. Frauen wurden zu Witwen, Kinder verloren den Vater, alte Eltern verloren den Sohn und blieben mit Schwiegertochter und Enkeln zurück. Auch der Bischof selbst steht mit leeren Händen vor den Verwüstungen in seiner Diözese. Daher bittet er uns immer wieder um Hilfe, und auch dieses Mal möchten wir ihn und die Gläubigen, für die er bittet, nicht enttäuschen. Wir haben ihm 14.000 Euro versprochen.

Spendennummer: 312-01-19

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