Jetzt spenden!

Weiterbildung für Priester in Addis Abeba

Juli 2012
Afrika Theologische Ausbildung

Am St. Francis-Institut in Addis Abeba studieren Seminaristen, Schwestern und Laien Theologie. Sogar in der Pause sieht man im Garten Grüppchen junger Leute zusammensitzen, die gemeinsam in ihre Bücher schauen oder eine Frage aus der Vorlesung diskutieren. Auch die Bibliothek ist gut besucht. Einer der Studenten ist besonders fleißig. Jote (30) hatte bei einem Unfall schwere Brandverletzungen an Händen und Füßen davongetragen. Monatelang konnte der junge Protestant, der bereits ein Jurastudium absolviert hatte, seine Hände nicht gebrauchen. Missionarinnen der Nächstenliebe, also Schwester aus dem Orden Mutter Teresas, kümmerten sich fast drei Jahre lang um ihn. Damals bekehrte er sich zum katholischen Glauben und beschloss, Theologie zu studieren. „In meinem Leid habe ich im Glauben Licht und Hoffnung gefunden“, sagt er heute. „Was auch immer geschieht, ich kann ihm standhalten. Mein Glaube ist stark geworden. Diesen Glauben, den ich in der Zeit der Schmerzen erworben habe, nähre ich hier mit meinem Studium.“

Priester bei der Ausbildung.

Es werden aber auch Weiterbildungen für Priester angeboten. In Äthiopien werden Priester hoch geachtet. Die Gläubigen küssen ihnen zur Begrüßung die Hände und erweisen ihnen große Ehrfurcht und Liebe. Zugleich erwarten sie aber auch viel von ihren Priestern: In allen Nöten der Seele und des Leibes erwarten die Menschen Hilfe von ihnen. Die Leute wollen Geld, Nahrung, Medizin, einen Platz in einer Schule für ihre Kinder oder einen Studienplatz, sie brauchen Rat, wie ihre Feldfrüchte besser gedeihen oder ihre Familien besser überleben können oder sie wollen angeleitet werden, wie sie ihr tägliches Brot verdienen können. In einem Land, in dem bittere Armut herrscht, ist der Priester alles für die Menschen. Zu ihm schauen sie voller Hoffnung auf. Gerade deshalb, weil die Seelenhirten allen alles sein müssen, ist nicht nur ihre Aus-, sondern auch ihre Weiterbildung extrem wichtig. Sie sollen ihre eigene Berufung vertiefen, ihre Spiritualität wiederentwickeln und ihr Wissen erweitern. Besonderen Wert wird dabei auf die Seelsorge an Familien und Jugendlichen und das Studium der Heiligen Schrift gelegt. Kapuzinerpater Daniel Assefa, der Rektor des Instituts, betont, wie wichtig es ist, die Seelsorge zu stärken. „Wir wollen Priestern helfen, die Freude am Priestertum wiederzuentdecken und dabei den Herausforderungen der modernen Welt begegnen“, erklärt er. „Kirche in Not“ unterstützt die Weiterbildung der Priester mit 10.000 Euro.

Spendennummer: 118-01-79

Papst unterstützt erneut Syrienkampagne von „Kirche in Not“

Am 15. September, der in der katholischen Kirche als „Gedenktag der Sieben Schmerzen Mariens“ begangen wird, wurde in Rom wie in zahlreichen christlichen Kirchen Syriens der im Syrienkrieg getöteten Christen gedacht und ein Zeichen des Trostes für die Hinterbliebenen gesetzt. Im Vatikan segnete Papst Franziskus eine Ikone ...

» weiterlesen

Krim: Die Armut ist näher als man denkt

Ein gemeinsamer Sommerurlaub ist für viele Familien auf der Krim in Anbetracht ihrer finanziellen Situation nur ein Wunschtraum. Sobald in den Schulen Ferien sind, müssen viele Kinder ihre Zeit auf der Straße verbringen, während die Eltern den Lebensunterhalt verdienen. Um Kindern und Jugendlichen in Regionen, wo Christen unter schwierigen Bedingungen leben, eine sinnvolle Beschäftigung und...

» weiterlesen