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Wiederaufbau des vom Hochwasser stark beschädigten Hauses der Kolumbanerschwestern in Kunri

August 2012
Asien Bauhilfe

Die Columbanerinnen in Kunri sind von dem verheerenden Hochwasser 2011 nicht verschont geblieben, das viele Millionen Menschen obdachlos machte. Schwester Marie Galvin aus Irland und Schwester Perlita Ponge von den Philippinen helfen sonst anderen, aber jetzt brauchen sie selbst Hilfe. Deshalb haben sie sich an „Kirche in Not“ gewandt. Das Wasser hat das ganze Gebäude überflutet. Mit Eimern haben die Schwestern versucht, der Wassermassen Herr zu werden. Jetzt ist noch immer alles feucht, und an den Wänden wird sich Schimmel bilden, wenn hier nichts getan wird. Hilflos standen sie vor den Schäden und wussten nicht weiter. „Kirche in Not“ hilft ihnen jetzt dabei, ihr Kloster wiederherzurichten. Auch nebenan steht eine Baustelle: Dort entsteht mit der Hilfe unserer Wohltäter eine neue Pfarrkirche. Die alte St. Benedikts-Kirche wurde 1998 durch ein schweres Erdbeben so stark beschädigt, dass sie einzustürzen drohte. Mit vereinten Kräften machten sich die Gläubigen daran, ihr Gotteshaus zu retten. Notdürftig wurden die Säulen und Balken abgestützt. Der heftige Monsunregen im vergangenen Jahr gab dem Gotteshaus jedoch den Rest. Mit der Hilfe von „Kirche in Not“ wurde mit dem Neubau begonnen. Die neue Pfarrkirche ist nun höher gelegen und sicherer vor Überflutung. Der Bau schreitet gut voran. Aber bei den Schwestern muss erst mit den Arbeiten begonnen werden.

Einheimische bei Ausbesserungsarbeiten.

In der Diözese Hyderabad bietet Pakistan ein anderes Bild als anderenorts. Aus den roten Motorrikschen auf der Straße dringt überall ohrenbetäubende Musik, die an indische Bollywood-Filme erinnert. Die Atmosphäre ist entspannter. Auch die meisten Frauen sind anders gekleidet. Sie sind sogenannte „tribals“, gehören also ethnischen Minderheiten an. Viele sind Hindus. Die St. Benedikts-Pfarrei von Kunri ist die älteste Pfarrei, in der „tribals“ leben. 1958 wurde sie von Franziskanern gegründet. Sie erstreckt sich über ein weites Gebiet, und die 2400 Gläubigen leben über zahlreiche Orte verstreut. Um diese Menschen kümmern sich auch die Columbanerinnen.

Die Orte Josefabad 1 und 2, in denen 65 bzw. 40 katholische Familien leben und die damit stärker katholisch geprägt sind, haben eine besondere Geschichte. Hier wurde nämlich Land gekauft, um befreite Leibeigene anzusiedeln. In Pakistan herrscht vielerorts noch ein Feudalsystem wie im Mittelalter. Die Landlords, also die muslimischen Großgrundbesitzer, behandeln noch heute ihre Landarbeiter wie Sklaven. Ihren Befehlen müssen die Arbeiter bedingungslos gehorchen. Manchmal holen sie die Leute sogar aus der Kirche. Wenn sie rufen, müssen die Arbeiter kommen. Die Landlords und die Fabrikbesitzer haben die wahre Macht im Land. Durch Korruption haben sie die Polizei, die Justiz, das gesamte System unter sich gebracht. Sie können morden und vergewaltigen, ohne dass dies geahndet wird. Schänden sie die Frau oder Tochter eines ihrer Leibeigenen, so kann dieser nur schweigen. Am schlimmsten ist es, wenn sich Landarbeiter verschulden. Dann gerät ihre ganze Familie in vollkommene Abhängigkeit vom Landlord. Eine Krankheit genügt. Dann müssen sich die Leute Geld von ihrem Herrn leihen. Dieser verlangt horrende Zinsen. Aus dieser Knechtschaft kommen die Familien ohne Hilfe von außen nie wieder heraus.

Die Schwestern leisten segensreiche Arbeit unter den hilfsbedürftigen Menschen, auch unter denen, die durch das Hochwasser alles verloren haben. Wir möchten ihnen dabei helfen, ihr Haus wiederherzustellen. Es soll dabei darauf geachtet werden, dass es bei einem erneuten Hochwasser nicht wieder so stark beschädigt werden kann.

Dieses Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder einem ähnlichen Projekt zugute kommen und die pastorale Arbeit von KIN ermöglichen.

Spendennummer: 328-05-19

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