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Bau einer Kirche im Dorf Hathituku

September 2012
Asien Bauhilfe

„Danke, Kirche in Not!“ steht auf dem großen Plakat, das die Gläubigen aus dem Dorf Hathituku über dem Eingang ihrer neuen Kirche angebracht haben. Alle haben sich festlich gekleidet und freuen sich, dass ihre Dorfkirche eingeweiht wird. Endlich haben sie ein bescheidenes, aber würdiges Gotteshaus!

Die Dorfbewohner von Hathituku bei der Einweihung der neuen Kirche.

Das Dorf Hathituku ist 25 Kilometer vom Sitz der Pfarrei Telendiki entfernt gelegen. Die Pfarrei liegt mitten im Urwald. Wilde Tiere und der Kampf um das tägliche Überleben setzen den Menschen zu. Aber Pfarrer Stephan Barla freut sich darüber, dass seine Gläubigen stark im Glauben stehen.

Die Dörfer, die der Pfarrei angehören, sind 10 bis 30 Kilometer von der Pfarrkirche entfernt. Da der Weg zu weit ist, haben mache der Dörfer eigene Kirchen, in denen sich die Gläubigen zum Gebet versammeln und in denen der Priester die Heilige Messe feiert, wenn er sie besucht. Das Kirchlein, das die Gläubigen vor 30 Jahren in Hathituku errichtet hatten, bestand nur aus Lehm. Im Laufe der Zeit war es so marode geworden, dass es nicht einmal mehr renoviert werden konnte. Außerdem war es viel zu klein. Als die Kirche gebaut wurde, gab es nur zwanzig katholische Familien dort. Heute sind es fünfzig.

Die Gläubigen haben für ihre neue Kirche große Opfer auf sich genommen. Obwohl sie selbst sehr arm sind, haben sie Geld für ihr neues Gotteshaus gespendet. Vor allem haben sie aber ihre Arbeitskraft beigesteuert, obwohl sie schon hart körperlich arbeiten müssen, um überhaupt ihre Familien zu ernähren. Da die Transportwege schlecht sind, mussten die Menschen das Baumaterial einen großen Teil des Weges den Berg hinauf durch den Dschungel tragen. Im vergangenen Jahr kam es dazu noch zu ungewöhnlich schweren Regenfällen und Überflutungen, die die Felder zerstörten. Für einige Zeit mussten daher auch die Bauarbeiten unterbrochen werden. Dies alles hat die Gläubigen jedoch nicht entmutigen können. Die vereinten Bemühungen haben jedoch nicht gereicht, und so bat Pfarrer Stephan Barla uns um Hilfe. „Kirche in Not“ hat daraufhin den Bau der Kirche mit 9.000 Euro unterstützt.

Dieses Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder einem ähnlichen Projekt zugute kommen und die pastorale Arbeit von KIN ermöglichen.

Spendennummer: 317-01-19

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