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Eine Kapelle und Gästezimmer für die Klarissen in Magangue

September 2012
Amerika Bauhilfe

Assisi im Jahr 1212. Ein junges, schönes Mädchen verlässt heimlich ihr wohlhabendes Elternhaus. Die Sicherheit, die Geborgenheit, den Reichtum, alle Bequemlichkeit lässt sie hinter sich, um ihr ganzes Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam ihrem Bräutigam Jesus Christus zu schenken. Entflammt ist sie von den Idealen des heiligen Franziskus von Assisi, ihres geistlichen Führers, Weggefährten und Bruders im Herrn. Chiara Offreduccio di Favarone, so hieß das Mädchen, stellt ihre entsetzte Familie vor vollendete Tatsachen: Sie lässt sich die Haare scheren und überzeugt ihre Angehörigen auf diese Weise, dass sie unwiderruflich ein Leben in radikaler Christusnachfolge gewählt hat. Zu dieser Zeit war es zwar nicht ungewöhnlich, dass ein Mädchen ins Kloster ging, aber eine junge Frau aus adeliger Familie hätte auch in einer Ordensgemeinschaft ein standesgemäßes Leben geführt. Ein Leben in bitterer Armut zu wählen, war etwas Neues und Unerhörtes. Bald schlossen sich ihr andere junge Frauen an. Sie selbst wurde später in aller Welt berühmt als die heilige Klara von Assisi, die Gründerin der Klarissen. Der Orden, den sie gründete, hatte die Besonderheit, dass nicht nur die einzelnen Schwestern auf alle weltlichen Güter verzichten, sondern dass auch die Gemeinschaft selbst arm ist und keinen Besitz hat.

Ordensschwestern fertigen Altardecken und Kutten.

In aller Welt gibt es heute Schwestern, die dem Ideal der heiligen Klara nacheifern. Vor allem widmen sie sich der Ewigen Anbetung vor dem Allerheiligsten Sakrament des Altares. Bereits seit 1573 gibt es sie auch in Kolumbien. Der Orden verbreitete sich rasant: Wenige Jahre später gab es dort bereits 40 Klöster! Manche dieser Klöster gibt es noch, andere sind nicht mehr da, dafür wurden neue gegründet. So entstand beispielsweise 1997 eine neue Klostergemeinschaft in Magangue im Norden Kolumbiens. Angefangen haben die Klarissen dort mit neun Schwestern, heute sind es 14 Schwestern und drei junge Aspirantinnen. Die Schwestern leben von ihrer Hände Arbeit und von den Gaben guter Menschen. Sie nähen und besticken liturgische Gewänder, backen Hostien, bauen Gemüse an, züchten Schweine und Truthähne und stellen Backwaren für den Verkauf her. Damit können sie sich gerade so über Wasser halten.

Die Schwestern waren zunächst provisorisch untergebracht. 2003 wurde schließlich mit dem Bau eines neuen Klosters begonnen. Heute fehlt dem Kloster noch eine richtige Kapelle. Zur Zeit verwendet der Konvent einen Gemeinschaftsraum, der aber für die Stundengebete, die Anbetung und die Heilige Messe wenig geeignet ist. Außerdem kommen immer mehr Gläubige, um an den Gebeten und den Gottesdiensten teilzunehmen. Für sie gibt es in dem Raum viel zu wenig Platz. Außerdem werden Gästezimmer benötigt, denn viele Menschen interessieren sich dafür, Besinnungstage im Kloster zu verbringen. Die Lebensweise der Schwestern, die ein strenges und verborgenes Leben des Gebets und der Buße führen, strahlt nach außen und zieht Menschen an. Aber sogar die Priester, die Exerzitien halten, müssen bei Bekannten in der Stadt unterkommen, weil das Kloster keine Gäste unterbringen kann. Die Schwestern haben sich hilfesuchend an „Kirche in Not“ gewandt, und wir haben ihnen 20.000 Euro für den Bau ihrer Kapelle und einiger Gästezimmer versprochen.

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Spendennummer: 214-06-19

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