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Ausbildungshilfe für 42 Seminaristen

Oktober 2012
Afrika Theologische Ausbildung

Mehr als ein Fünftel aller angehenden Priester weltweit sind heute Afrikaner. Noch vor hundert Jahren hätte niemand an so eine Entwicklung gedacht. In vielen afrikanischen Ländern gab es damals noch gar keinen einheimischen Klerus, und die Kirche steckte noch in den Kinderschuhen. Sie war gänzlich von dem Einsatz ausländischer Missionare abhängig. Im westafrikanischen Senegal wurden hingegen bereits im Jahr 1841 drei einheimische Priester geweiht. Ihre Ausbildung hatten sie in Paris absolviert. Aber schon 1857 wurde in Sebikhotane (Erzdiözese Dakar) das erste Priesterseminar des Senegal gegründet. 1861 wurde der erste Seminarist zum Priester geweiht, der seine Ausbildung vollständig im Senegal absolviert hatte. In Senegal war es auch, wo 1939 erstmals in der Neuzeit ein Afrikaner Bischof wurde.

Dieses Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder einem ähnlichen Projekt zugute kommen und die pastorale Arbeit von KIN ermöglichen.

Das westafrikanische Land hat heute knapp 13 Millionen Einwohner, von denen mehr als 90 Prozent Muslime sind. Obwohl Katholiken nur eine Minderheit von 5 Prozent ausmachen, unterhält die Kirche 240 Schulen und 259 karitative Einrichtungen wie beispielsweise Waisenhäuser und Krankenstationen. Rund 300 Diözesan- und etwas mehr als 120 Ordenspriester betreuen die Gläubigen.

Das Seminar von Sebikhotane existiert bis heute. Mit der Zeit wurde es allerdings zu klein, und so wurde 1987 ein weiteres Seminar in Brin in der Diözese Ziguinchor im Süden des Landes gegründet. Dort studieren zur Zeit 42 Seminaristen aus allen 7 Diözesen des Senegal.

Ignace wollte bereits als Kind Priester werden. Er erzählt: „ Eines Tages kam ein Priester vom Orden der Weißen Väter in unser Dorf, um die Messe zu lesen. Während der ganzen Messe schaute ich ihn an. Ich war damals 6 Jahre alt. Als wir die Kirche verließen, sagte ich im Vorhof der Kirche zu meiner Mutter: „Ich will so werden wie dieser da!“, und zeigte mit dem Finger auf den Pater.“ Dieser Wunsch blieb stets in seinem Herzen. Sein Vater wollte eigentlich, dass er zur Armee ginge, aber als er sah, dass es Ignace ernst war, ließ er ihn in das Seminar eintreten. Der junge Mann sagt: „ Im Seminar sind meine Beziehung zu Jesus Christus, mein Bedürfnis zu dienen und als Priester zu leben tiefer geworden.“

Jean Thomas fühlte sich sogar schon im zarten Alter von drei Jahren berufen. Als Papst Johannes Paul II. 1992 den Senegal besuchte, trug der kleine Junge sogar ein Halstuch mit dem Bild des Heiligen Vaters. Im Fernsehen sah er die Bischöfe und fragte seinen Vater, was das für Männer seien. Als der Vater ihm erklärte, dass das Bischöfe seien, entschied der Dreijährige spontan: „Ich will auch Bischof werden!“ Heute bereitet er sich auf die Priesterweihe vor. Damit Ignace, Jean Thomas und die 40 anderen Seminaristen ihrer Berufung folgen können, unterstützt „Kirche in Not“ ihre Ausbildung auch in diesem Jahr mit 14.000 Euro.

Spendennummer: 146-02-79

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