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Wiederaufbau der Pfarrkirche von Baracoa

Oktober 2012
Amerika Bauhilfe

Als Papst Benedikt XVI. am 26. März 2012 nach Kuba reiste, sagte er über die Reise seines Vorgängers Johannes Pauls II. (Januar 1998), sie sei gewesen „wie eine angenehme Brise frischer Luft, die der Kirche in Kuba neue Kraft gegeben hat, da sie in vielen ein neues Bewusstsein für die Bedeutung des Glaubens wachrief und sie ermutigte, die Herzen für Christus zu öffnen“. Sie habe „die Hoffnung entzündet und das Verlangen geweckt, mutig für eine bessere Zukunft zu arbeiten“. Eine der wichtigen Früchte dieses Besuches sei „die Einleitung einer neuen Phase in den Beziehungen zwischen der Kirche und dem kubanischen Staat im Geist stärkerer Zusammenarbeit und größeren Vertrauens“ gewesen.

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Zwar kommen noch immer Fälle der Benachteiligung praktizierender Katholiken vor, langsam verlieren die Gläubigen aber die Angst vor Diskriminierungen und trauen sich, offener ihren Glauben zu leben, bestätigt auch Ulrich Kny, zuständiger Projektreferent von „Kirche in Not“.

Erst kürzlich konnte mit der Hilfe von „Kirche in Not“ die Pfarrkirche von Baracoa in der Diözese Guantanamo-Baracoa wieder eingeweiht werden. Die Diözese, die ganz im Osten der Insel liegt, wurde am 24. Januar 1998 während seiner Reise nach Kuba von Papst Johannes Paul II. errichtet. Sie liegt in einem der ärmsten Gebiete des Landes. Die Stadt Baracoa spielt für die Katholische Kirche in Kuba jedoch eine besondere Rolle: Der spanische Eroberer Diego Velasquez gründete die Stadt Baracoa 1511 an der Stelle, an der Christoph Kolumbus zum ersten Mal Kuba betreten hatte. Es handelt sich um die älteste spanische Siedlung Kubas. Mit den Spaniern kam auch der katholische Glaube auf die Insel. Die Verbreitung des Evangeliums ging also von Baracoa aus. Die Pfarrkirche der Stadt ist das älteste Gotteshaus der Insel. Von ihr standen jedoch nur noch zwei Türme und vier Wände. Sie war eine einzige Ruine, aber lange Zeit war es in Kuba unmöglich, Gotteshäuser zu renovieren. Nun konnte die Kirche wiederaufgebaut werden. „Kirche in Not“ hat mit 75.000 Euro geholfen.

Bischof Wilfredo Pino Estevez sagte während der Einweihungsfeier am 15. August 2012. Dem Fest Mariä Aufnahme in den Himmel: „Baracoa hat seit heute eine schönere und einladendere Kirche, so wie Gott und die Einwohner von Baracoa sie verdienen. Eine Kirche, die alle aufnimmt, allen offen steht, alle in ihrem wohltuenden Schatten umarmt.“ Er dankte „Kirche in Not“ ausdrücklich. Wir möchten seinen Dank an alle Wohltäter weitergeben.

Spendennummer: 216-01-19

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