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Success Story: Missionswoche in Kaunas

Oktober 2012
Europa Theologische Ausbildung

Es war ein Glaubensfestival der Superlative. Zu den Priesterexerzitien im Juni 2010 kamen 110 Geistliche aus ganz Litauen zusammen. Im Anschluss daran nahmen 500 Menschen am -Gottesdienst teil, weitere 1.500 Besucher strömten in die Aula der katholischen Universität zum Hauptvortrag von Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa, Prediger im Vatikan.

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Organisiert wurde diese „Missionswoche“ vom katholischen Evangelisierungszentrum in Kaunas. Direktor Jeronimas Serebrinskas hatte im Vorfeld „Kirche in Not“ um finanzielle Unterstützung gebeten. Ohne unsere Hilfe von 12.000 Euro hätte das Treffen nicht stattfinden und Liederbücher, Einladungen, Übersetzung, Verpflegung und Fahrtkosten nicht bezahlt werden können. Zahlreiche Briefe bezeugen, wie bestärkend diese Woche für die Teilnehmer war. Viele Seelsorger sind durch die Exerzitien in ihrem Priesterdasein bestärkt und erneuert worden, aber auch für viele Laien waren die Tage eine Quelle der Kraft.

Priester müssen oft vielen Anforderungen ihres Alltags gerecht werden. Meist leiten sie zwei bis vier Pfarreien gleichzeitig, sind mehr Verwalter als Seelsorger. Das birgt die Gefahr, dass sie mehr in die Rolle des Verwalters gedrängt werden, als ihre Berufung als Seelsorger zu leben. „Um ehrlich zu sein, lächeln wir nicht mehr - vor lauter Aufgaben, Arbeit und manchmal auch Erschöpfung“, meint etwa Bruder Povilas, der an den Exerzitien teilnahm. „Manchmal habe ich so viele Sorgen und Zukunftsfragen im Kopf, dass ich meinen Gesprächspartner vergesse. Ich vergesse auch, dass ein Lächeln ein Gespräch leichter macht.“ Die Priesterexerzitien zeigten ihm, dass es möglich ist, „Gott durch mich hindurch lächeln zu lassen“. Priester wie er brauchen solche Tage der Begegnung und des Austauschs. Die Stunden in Gemeinschaft bereichern nicht nur, sie vertiefen vor allem die priesterliche Berufung. Pater Egidijus halfen die Tage „zu Gott, meiner ersten Liebe, zurückzukehren, erneuert zu werden, Zeit zum Beten zu haben; mich daran zu erinnern, warum ich ein Priester und ein Mönch bin“. Er ergänzt: „Wir tendieren dazu zu vergessen, dass die wichtigsten Dinge in unserem Leben das Gebet und Gott selbst sind. Oft drängen wir sie an die zweite Stelle unseres Lebens. Das Treffen hat uns an die essentiellsten Dingen des Lebens erinnert.“

Pater Marius, ein junger Priester, erzählt: „Ich bin seit zwei Jahren Priester. Vor dem Treffen hatte ich mir nie die Frage gestellt, was das Hauptziel meines Priesterdaseins ist.“ Bei den Exerzitien fragte er sich: „‘Warum bin ich Priester?‘“ und bekam die Antwort. „Es geht darum, sich vollständig den Menschen zu geben. Wenn ich die Wandlungsworte spreche, dann opfere ich mich selbst zum Wohle meiner Mitmenschen mit - meine Zeit, meine Talente und mein ganzes Leben. Seitdem feiere ich jede Messe auch im Hinblick darauf.“

Die Freude war groß als am letzten Tag der Priesterexerzitien rund 500 Menschen zur feierlichen Messe kamen. Jugendliche aus verschiedenen Jugendgruppen und Gemeinschaften übernahmen die musikalische Begleitung; es gab die Möglichkeit zu Beichtgespräch und Anbetung. Die Exerzitien schlossen mit einem Vortrag von Pater Cantalamessa in der katholischen Universität: 1 500 Menschen strömten in der Aula der Universität zusammen, die schier aus allen Nähten platzte. Viele saßen auf Treppenstufen oder hörten stehend zu. Gebetsgruppen aus allen Teilen Litauens, Gäste aus ganz Europa waren gekommen, um den Prediger zu hören, der angesichts der Masse enthusiastisch ausrief: „Wer sagt, dass das Christentum tot ist, soll nach Kaunas kommen! Wer glaubt, dass das Christentum melancholisch und rückwärts gewandt ist, soll nach Kaunas kommen!“ Die Woche bestärkte nicht nur Priester. Ein Jugendlicher schreibt: „Die Veranstaltung hat mir Hoffnung und das Vertrauen zurückgegeben, dass alles in Gottes Händen liegt. Ich danke Gott und den Organisatoren dafür!“ Diesen Dank möchte Direktor Jeronimas Serebrinskas an alle Wohltäter von „Kirche in Not“ weitergeben.

Spendennummer: 436-00-00

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