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Fertigstellung der Pfarrkirche von Kultschitsi in der Westukraine

Oktober 2012
Europa Bauhilfe

Die griechisch-katholische Kirche in der Ukraine, die die heilige Messe im östlichen Ritus feiert, aber dem Papst untersteht, wurde 1946 von den Kommunisten zwangsweise aufgelöst. Ihre Bischöfe, Priester und Gläubigen wurden in grausamster und brutalster Weise verfolgt, so dass die Zahl der Märtyrer in die Tausende geht. Ein bekannter Glaubenszeuge ist der ukrainische Kardinal Josyf Slipyj (1892-1984), der zwanzig Jahre lang die Schrecken zahlreicher sowjetischer Straflager durchleiden musste. Darunter war auch ein Lager am Polarkreis, wo er bei minus 45 Grad unvorstellbare Qualen litt. Pater Werenfried van Straaten,d er Gründer von „Kirche in Not“ war mit ihm besonders verbunden, und unterstützte die verfolgte und unterdrückte Kirche in der Ukraine mit der Hilfe zahlreicher Wohltäter tatkräftig. Kardinal Lubomyr Husar, der von 2001 bis 2011 das Oberhaupt der ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche war, sagte: „Heute kann man offen aussprechen, dass Sie bis zur Wende die einzige kirchliche Organisation waren, die der Kirche in der Ukraine Hilfe zukommen ließ und dass Sie der größte Wohltäter der Ukrainischen Kirche geblieben sind.“ Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist die Kirche in der Ukraine zwar frei, und die Gläubigen können ungehindert ihren Glauben leben, dennoch wird aber noch Hilfe benötigt. Denn was in vielen Jahrzehnten zerstört wurde, kann nicht von einem Tag auf den anderen wieder aufgebaut werden.

Dieses Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder einem ähnlichen Projekt zugute kommen und die pastorale Arbeit von KIN ermöglichen.

Ein Beispiel für ein Dorf, das noch keine Kirche hat, ist Kultschitsi in der Westukraine, das unweit der Stadt Sambir gelegen ist. Zu einer gewissen Berühmtheit gelangte es, da Georg Franz Kolschitzky, der im 17 Jahrhundert das erste Kaffeehaus in Wien gegründet haben soll, dort geboren wurde. Die griechisch-katholischen Gläubigen feiern ihre Gottesdienste bis heute in einer Scheune. Aus eigener Kraft haben sie mit dem Bau eines Gotteshauses begonnen. Der junge Pfarrer Ivan Dubravsky ist wegen seines großen Einsatzes sehr beliebt. Er bemüht sich auch sehr um ein fruchtbares und gutes Zusammenleben mit den orthodoxen Gläubigen, die in dem Dorf die Mehrheit ausmachen. Die neue Kirche in traditioneller Form aus Holz errichtet. Für die Fertigstellung bittet der Pfarrer uns jedoch um Hilfe. Wir haben 3.500 Euro versprochen.

Spendennummer: 439-01-19

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