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Unterstützung der Weiterbildung für junge Priester in der Diözese Katiola

November 2012
Amerika Theologische Ausbildung

In den letzten zehn Jahren erscheint die Elfenbeinküste immer wieder in den Nachrichten. Das westafrikanische Land, in dem ca. 60 Volksgruppen lange Zeit friedlich zusammenlebten, war zwischen 2002 und 2007 Schauplatz eines blutigen Bürgerkriegs. Auch nach seinem Ende wird die Elfenbeinküste zeitweise noch immer von gewaltsamen Auseinandersetzungen heimgesucht.

Das Land ist geteilt: Der Norden ist von Rebellen kontrolliert, der Süden von der Regierung. Die Diözese Katiola liegt im Rebellengebiet und war stark von den Kriegshandlungenbetroffen. Der Wiederaufbau des kirchlichen Lebens nach dem Bürgerkrieg geht nur langsam und beschwerlich vonstatten. Die Armut ist groß und nimmt immer mehr zu, und die Wunden des Krieges sind noch lange nicht verheilt. Dennoch gibt es auch gute Nachrichten: Die meisten der rund 40 Priester der Diözese sind jung. 80 Prozent von ihnen haben noch nicht ihr 15. Weihejubiläum gefeiert, das heißt, die meisten sind unter 40 Jahren alt.

Auf dem Gebiet der Diözese Katiola ist die katholische Kirche noch jung. Vor vier Jahren feierte sie ihr 100jähriges Bestehen. Die 21 Pfarreien der Diözese sind über ein Gebiet von fast 33.000 Quadratkilometern verstreut und sind teilweise sehr weit voneinander entfernt. Katholiken bilden nur einen Anteil von ca. 11 Prozent an der Bevölkerung.

Bischof Ignace Bessi Dogbo möchte, dass die Priester seiner Diözese nicht nur gut ausgebildet sind, sondern sich auch weiterbilden, damit sie den vielen Herausforderungen, vor denen die Kirche in Katiola steht, begegnen können. Daher plant er, dass die jungen Priester dreimal im Jahr zusammenkommen sollen, um sich weiterzubilden Auf dem Programm stehen verschiedene Themen, beispielsweise sollen die jungen Priester lernen, wie eine Pfarrei finanziell auf eigenen Füßen stehen kann. Es geht aber auch darum, dass die Priester sich austauschen und ihre Berufung vertiefen.

"Kirche in Not" unterstützt dieses Programm, an dem 31 junge Priester teilnehmen werden, mit 10.000 Euro. Pro Priester sind dies 322 Euro für drei Veranstaltungen, also ein kleiner Betrag, aber eine wichtige Investition in die Zukunft der Diözese, die sich nur langsam vom Bürgerkrieg erholt.


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