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Ein Fahrzeug für die Pfarrei St. Thomas von Aquin

Dezember 2012
Afrika Motorisierung

Malawi ist es eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder der Erde. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar am Tag. Zudem macht dem Land die hohe AIDS-Rate zu schaffen: Rund 12 Prozent der 15-49jährigen ist HIV-positiv. Die katholische Kirche tut alles, was sie kann, um den Menschen zu helfen. So unterhält sie zahlreiche Schulen, Krankenhäuser und Waisenhäuser und steht den Menschen überall, wo es möglich ist, zur Seite. Sie ist jedoch genauso arm wie die Bevölkerung. Vor allem fehlt es aber an Priestern, so dass jeder Priester weit mehr als 9.000 Gläubige betreuen muss. In manchen Gebieten sind es noch viel mehr, und die Wege, die die Priester in den riesigen Pfarreien zurücklegen müssen, sind weit.

In der Pfarrei Unserer Lieben Frau von der Hoffnung in der Erzdiözese Lilongwe in Zentralmalawi lag eine der Außenstationen sogar 87 Kilometer vom Sitz der Pfarrei entfernt. Bei den katastrophalen Straßenverhältnissen ist dies eine anstrengende Fahrt von vielen Stunden, bei der geplatzte Reifen und Pannen an der Tagesordnung sind. Da die Pfarrei viel zu groß war, wurde sie geteilt. Die neue Pfarrei St. Thomas von Aquin, die im Juni 2011 eingeweiht wurde, kann ebenfalls beeindruckende Zahlen aufweisen: Mehr als 11.000 Katholiken und fast 580 Taufbewerber gibt es dort. Noch immer sind die Wege, die der Pfarrer Joseph Ukut zurücklegen muss, weit. Er hat kein eigenes Fahrzeug, sondern leiht sich einen Wagen aus der Nachbarpfarrei, wo er zur Zeit noch wohnt. Wenn er sonntags in mehreren Außenstationen die heilige Messe feiern will, kommt er oft zu spät, weil die Dörfer weit voneinander entfernt sind. Er muss sich bei den Zeremonien beeilen, um an alle Orte zu gelangen, in denen die Menschen auf ihn warten. In der Regenzeit ist es mit einem normalen Fahrzeug völlig unmöglich, manche Dörfer zu erreichen, denn wenn es regnet, bleiben Autos in den tiefen Schlammlöchern stecken. Hier kommt man nur mit einem Geländewagen mit Vierradantrieb durch, aber so ein Fahrzeug kann sich der Pfarrer nicht leisten. Die Folge: Viele Gläubige in den abgelegenen Gebieten müssen monatelang auf die Sakramente warten, weil der Priester nicht zu ihnen gelangen kann.

Um die Gläubigen seelsorglich besser betreuen zu können, bittet er „Kirche in Not“ um Hilfe. Wir haben ihm 21.500 Euro für einen Geländewagen mit Vierradantrieb versprochen.

Spendennummer: 135-01-29

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