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Mess-Stipendien für die Polizeiseelsorge

Jänner 2013
Afrika Mess-Stipendien

Im Jahr 2009 führte der kenianische Staat Polizeiseelsorger ein. Ihre Aufgaben sind vielfältig: Sie leisten den Polizisten und ihren Angehörigen in ihrer oft belastenden Arbeit Beistand, beraten und begleiten sie, halten Gottesdienste ab, besuchen kranke und verletzte Beamte und müssen bisweilen auch Begräbnisse für ihm Dienst zu Tode gekommene Polizisten halten. Erst kürzlich ging die Nachricht um die Welt, dass einige Dutzend kenianische Polizisten bei gewaltsamen Ausschreitungen ums Leben gekommen sind.

Polizeiseelsorger werden auch gerufen, wenn schwere Unfälle, Katastrophen oder Gewalttaten es erfordern, dass Opfer, Zeugen und die Rettungskräfte seelsorglich betreut werden. Sie suchen außerdem die Familien von Unfall- und Gewaltopfern auf, teilen ihnen den Todesfall mit und betreuen sie. Außerdem organisieren sie Veranstaltungen, die bewirken sollen, dass die Polizisten sich moralisch, religiös und seelisch weiterentwickeln. Dies trägt unmittelbar dazu bei, dass sich Beamte verantwortungsvoll und anständig verhalten und nicht ihre Machtposition ausnutzen oder ihre Hilfe verweigern.

In der Zentralprovinz Kenias sind 35.000 Polizeibeamte tätig, von denen 2500 katholisch sind.

Fünf Priester sind als Polizeiseelsorger tätig. Da die Polizisten sich aber auf 150 Pfarreien verteilen, können die Polizeiseelsorger nicht überall sein, wo sie gebraucht werden. Daher springen im Notfall auch Priester aus den entsprechenden Pfarrgemeinden ein, wenn Hilfe gebraucht wird. Da diese Priester, die sich freiwillig zur Verfügung stellen, natürlich für ihren Dienst kein Geld vom Staat erhalten, helfen Wohltäter von „Kirche in Not“ mit 200 Messstipendien dabei, ihnen diesen wertvollen Dienst vor Ort ein bisschen zu vergelten.

Spendennummer: 130-01-39

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