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Größere Mobilität für Kubas Kirche im Erzbistum Santiago de Cuba

Dezember 2012
Amerika Motorisierung

Kubas Wirtschaft ist ineffizient. Das Land leidet unter einer staatlich geführten Planwirtschaft, die nicht imstande ist, das Potential der Karibikinsel wirklich zu nutzen. So reicht zum Beispiel die landwirtschaftliche Produktion nicht aus, um die eigene Bevölkerung mit genügend Nahrung zu versorgen. Ein hoher Prozentsatz des kultivierten Bodens liegt brach.

Die Ursachen: Eine unzureichende Bewirtschaftung, Mangel an Düngemitteln, an Treibstoff sowie fehlende Ersatzteile für einen völlig veralten Maschinen- und Fuhrpark, dazu Dürreperioden und Wirbelstürme. In der Folge muss Kuba Lebensmittel einführen, was den ohnehin defizitären Staatshaushalt zusätzlich belastet.

Der Mangel an Brennstoff und Ersatzteilen ist auch für Seelsorger, die auf einen Wagen angewiesen sind, ein alltägliches Problem. Mal fehlt Benzin, mal sind die für eine Reparatur notwendigen Teile nicht aufzutreiben, oder für beides fehlt einfach das nötige Geld. Dabei bedürfen die ohnehin alten Fahrzeuge aufgrund der schlechten Straßen weitaus häufiger der Wartung und Reparatur als in Ländern mit intakterer Verkehrsinfrastruktur.

Ein Beispiel: Der Erzbischof von Santiago de Cuba, Msgr. Dionisio Guillermo García Ibáñez, wendete sich vor kurzem an das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not". Er bittet um Unterstützung für die Wartung von 42 Fahrzeugen unterschiedlichen Typs, die in der Diözese von Priestern und Ordensleuten für pastorale und karitative Einsätze genutzt werden. Darunter sind auch zwei Baulaster und 6 Kleinlaster, 4 Kleinbusse und 7 Jeeps, die das schwierige, gebirgige Terrain am besten meistern. Einige der Fahrzeuge stammen noch aus den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts! Die sehr schlechten Straßenverhältnisse in der Sierra de Maestra führen zu einem starken Verschleiß der Fahrzeuge und zu hohem Spritverbrauch. Hinzu kommen hohe Kosten für den Transport von Baumaterialien und Bauarbeitern zum Nationalheiligtum von El Cobre, das gerade erweitert wird, und zu anderen Baustellen des Bistums. Um die Kosten für den Fuhrpark zu reduzieren, hat die Erzdiözese eine eigene Autowerkstatt für die Wartung eingerichtet.

Aber unabhängig davon, ob die Kosten hoch und die Kassen leer sind: Die Fahrzeuge sind in der Seelsorge für die 16 Pfarreien mit 225 Filialgemeinden, für die 28 Priester, ebenso viele Schwestern und vier Laienbrüder in der Erzdiözese unverzichtbar.

"Kirche in Not" unterstützt deshalb gern den Unterhalt des Fuhrparks der Erzdiözese Santiago de Cuba auch in diesem Jahr mit einem Gesamtbetrag von 12.000 Euro.

Spendennummer: 216-08-29

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