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Ausbildungshilfe für 42 Seminaristen der "Missionare vom Unbefleckten Herzen Mariens"

Februar 2013
Afrika Theologische Ausbildung

Im vergangenen Jahr durfte der Orden der "Missionare vom Unbefleckten Herzen Mariens" (auch bekannt aus "Scheutisten") das 150. Jubiläum seines Bestehens feiern. Wurde der Orden 1962 ursprünglich für die Chinamission gegründet, ist er heute in 23 Ländern auf vier Kontinenten tätig. Unter anderem betreuen die Patres Pfarreien in mehreren Diözesen Kameruns und Senegals.

Einige der Pfarreien, die von den Ordensmännern betreut werden, liegen in Städten, aber andere liegen in ländlichem, abgelegenen oder unwegsamen Gebieten.

Im Süden Kameruns mit seinem tropischen Regenwald erschweren heftige Niederschläge in der Regenzeit monatelang die Fortbewegung. Der Norden des Senegal hingegen liegt in der Sahelzone, wo ebenso wie im Norden Kameruns ein extrem heißes Klima herrscht und kaum Regen fällt. Menschen und Tiere leiden unter Dürre und Hunger. In der senegalesischen Diözese Louis, die an die Islamische Republik Mauretanien grenzt, versucht die Kirche in einem völlig islamisch geprägten Umfeld zu überleben.

"Alles das erfordert von unseren Mitbrüdern viel Mut, Missionseifer und vor allem Freude an der Mission. Unsere Mitbrüder geben sich wahrhaftig der Mission hin und lieben die Missionen der Kirche vor allem bei den Menschen, zu denen sie gesandt worden sind."

An Berufungen mangelt es nicht: So hat die Ordensprovinz für West- und Zentralafrika zur Zeit 42 Seminaristen. Einer davon ist Francois Xavier. Nach seinem Abitur wollte er ein Universitätsstudium aufnehmen "wie jeder gute junge Kameruner mit Ambitionen" , wie er sagt. Aber plötzlich ließ ein Gedanke ihm keine Ruhe mehr: "Ich hatte den Eindruck, dass jemand mich braucht, und mich befiel der Wunsch, Christus besser kennenzulernen." Zunächst war sein Ehrgeiz stärker, und er konzentrierte sich ganz auf sein Studium. Aber eines Tages gab er alles auf, um dem Ruf Gottes zu folgen, und trat in den Orden der Missionare vom Unbefleckten Herzen Mariens" ein. Auch der junge Marcel folgte schließlich dem Ruf Gottes, den er bereits gespürt hatte, als er noch zur Schule ging. Seine Mutter nahm diesen Wunsch zunächst nicht ganz ernst. Später, als Marcel darauf bestand, dass er Priester werden wolle, war es für sie sehr hart, weil sie sich Enkelkinder gewünscht hatte und Marcel ihr einziges Kind ist. Der junge Mann fühlte sich dadurch zunächst entmutigt und ging nicht mehr zur Kirche, aber innerlich wurde er immer unzufriedener und unglücklicher. "Damals wurde mir klar, dass ein Leben ohne Christus unerträglich ist", sagt er heute. Er meldete sich also zu einer Jugendgruppe an, in der Berufungen gefördert werden. Das Motto des Heiligen Vaters zum 47. Welttag der geistlichen Berufungen "Das Zeugnis weckt Berufungen" im Jahr 2010 ließ Marcel erkennen, dass er sein ganzes Leben Christus schenken möchte. Mittlerweile hat er ein Jahr lang ein Praktikum in einer Pfarrei absolviert. Diese Erfahrung bestärkte ihn in seinem Wunsch, in den Orden der Missionare vom Unbefleckten Herzen Mariens einzutreten, um "die Frohe Botschaft zu den Völkern zu bringen, die das Evangelium noch nicht kennen". Trotz des Widerstandes seiner Familie geht er seinen Weg.

Jeder der 42 Seminaristen hat seine eigene Berufungsgeschichte. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alles aufgegeben haben, um Christus nachzufolgen und ihrem Nächsten zu dienen, wohin auch immer sie geschickt werden. Ihre Ausbildung unterstützt "Kirche in Not" auch in diesem Jahr mit 10.400 Euro.


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