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Ein Haus für die Claretinerinnen

Februar 2013
Asien Bauhilfe

In Nordostindien ist die Kirche noch jung: Erst 1890 kamen Missionare in das Gebiet. Heute gibt es in ganz Nordostindien 15 Diözesen. Weite Teile des Gebietes sind bis heute schwer zugänglich: Viele Dörfer liegen in den Bergen im dichten Urwald, es gibt vielerorts keine Straßen, nur schmale, matschige Fußpfade. über die bei Regen anschwellenden Flüsse führen oft nur verfallene Brücken. Auch wilde Tiere machen den Menschen das Leben schwer. Dazu kommen Erdrutsche, Erdbeben und schwere Regenfälle.

Die meisten Menschen gehören verschiedenen ethnischen Minderheiten an. Sie sprechen viele verschiedene Sprachen und haben verschiedene Traditionen und Kulturen.

Der Claretinerorden kam erst 1984 nach Nordostindien. Heute sind es bereits 13 Gemeinschaften von Claretinern, die 304 Dörfer betreuen, in 42 Schulen tätig sind und 14 Wohnheime für Schüler eingerichtet haben, die aus abgelegenen Dörfern stammen, wo es keine Schulen gibt. Außerdem haben sie 5 Krankenstationen eingerichtet.

Seit 2004 sind Claretinerinnen in Ziro im Bundesstaat Arunachal Pradesh. Sie unterrichten am St.Claret-College, betreuen 80 Schülerinnen im Mädchenwohnheim und kümmern sich um Kranke, Kinder und Jugendlich e und vor allem um Frauen, die einen niedrigen Status in der Gesellschaft haben und benachteiligt sind.

Die ersten Jahre lang wohnten die Schwestern noch zusammen mit den Schülerinnen in dem Mädchenwohnheim, aber sie brauchten ein Haus, in dem sie ihr Leben so gestalten können, wie es einer Klostergemeinschaft angemessen ist. Sie brauchten Räume für das Gebet, für das Studium, für die Aufnahme von Gästen und für ihr Gemeinschaftsleben. Außerdem sollen in Ziro auch junge Frauen ausgebildet werden, die sich der Gemeinschaft anschließen. "Kirche in Not" hat ihnen mit 20.000 Euro beim Bau eines Hauses geholfen. Der Orden bedankt sich herzlich bei allen Wohltätern: "Wir bitten den Herrn demütig darum, Sie zu segnen und es allen zu vergelten, die zum Bau dieses Konventes beigetragen haben. Im Namen aller Claretinermissionare, des St. Claret-Colleges und der Claretinerschwestern möchte ich für die großzügige Hilfe und Unterstützung danken".


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