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Bau eines Klosterkomplexes mit Pastoralzentrum für die Kapuziner in Molodetschno

Februar 2013
Asien Bauhilfe

Bereits 1990, also direkt nach der politischen Wende in Osteuropa, kamen Kapuzinerbrüder nach Weißrussland. Heute sind sie mit mehr als 40 Brüdern die größte katholische Ordensgemeinschaft für Männer in dem osteuropäischen Land, das bis 1991 ein Teil der Sowjetunion war. Mehr als die Hälfte von ihnen sind bereits geweihte Priester. Bruder Andrei Zylewicz, der Vizeprovinzial, schreibt: "Nur fünf der Kapuziner stammen aus Polen, die übrigen sind Weißrussen. Das zeugt davon, dass die Kapuziner ein Teil der kirchlichen Wirklichkeit Weißrusslands geworden sind und inmitten der hiesigen durchaus schwierigen Bedingungen einen sehr wichtigen Beitrag zum Leben der Gesellschaft leisten. Die Vermittlung von Werten und des christlichen Menschenbildes ist eine große Herausforderung für die immer im Wandel stehende Gesellschaft des Landes."

Die Kapuziner sind in sieben Pfarreien aktiv und legen besonderen Wert auf die Jugendarbeit. Nicht nur in den Pfarrgemeinden selbst, sondern auch in Schulen, Kindergärten und in Blindenschulen erteilen sie Religionsunterricht und Katechese. Außerdem organisieren sie Ferienlager für Kinder und Jugendliche. "Für viele Kinder ist es die einzige Möglichkeit, die Ferien außerhalb der Stadt zu verbringen", schreibt Bruder Andrei.

In der Stadt Molodetschno, wo die Kapuziner seit 1998 tätig sind, nehmen 200 Kinder und 40 Jugendliche am Ferienlager teil. Allein diese Tatsache zeigt, wie groß das Interesse an der Arbeit der Ordensbrüder ist. Die Stadt hat 100.000 Einwohner, von denen 20-25 Prozent katholisch sind. Anfangs fanden die Gottesdienste bei einem Kreuz im Freien statt, später dann in einem Militärzelt. Schließlich wurde eine Kapelle errichtet, in der nicht nur die Gottesdienste gefeiert werden, sondern wo sich auch Kinder und Erwachsene zur Katechese und zu verschiedenen anderen Aktivitäten treffen. Ein winziger abgetrennter Raum war für den Seelsorger vorgesehen.

Die provisorischen Räumlichkeiten reichen inzwischen weder für die vielen Aktivitäten der Gemeinde noch für das Klosterleben der Ordensbrüder aus. Daher soll ein Klosterkomplex mit Pastoralzentrum entstehen. "Kirche in Not" möchte mit 25.000 Euro helfen.


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