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Unterstützung der Herausgabe der "Sibirischen Katholischen Zeitung"

März 2013
Europa Medienpastoral

Die Diözese der Verklärung des Herrn mit Sitz in Novosibirsk erstreckt sich über ein Gebiet von 2 Millionen Quadratkilometern. Wie viele Katholiken es gibt, ist nicht genau bekannt Vor allem unter den Menschen, die deutsch-, polnisch- oder ukrainischstämmig sind oder anderen Volksgruppen angehören, die in der Vergangenheit nach Sibirien deportiert oder umgesiedelt wurden, haben viele katholische Wurzeln. Das bedeutet aber nicht, dass sie alle als Katholiken leben, sondern es besagt lediglich, dass ihre Vorfahren katholisch waren. Nur 10.000 Menschen kommen zur Zeit in der Diözese sonntags zur Heiligen Messe.

Es gibt 60 Pfarreien und 25 Orte, an denen Schwestern oder Priester leben, die von dort aus riesige Gebiete betreuen. Oft gibt es an einem Ort nur eine winzige Gemeinde, bisweilen sogar nur eine einzige katholische Familie. Die nächsten Katholiken leben Hunderte Kilometer entfernt. Es versteht sich von selbst, dass nicht überall, wo es solche Mikrogemeinden gibt, Kirchen gebaut werden können, und selbst wenn es möglich wäre, gäbe es zu wenige Priester, um sie zu betreuen. Bislang gibt es nur 20 Gotteshäuser. Die Messe wird noch immer vielerorts in den Wohnungen von Gläubigen gefeiert.

In der Diözese der Verklärung des Herrn gibt es auf diesem riesigen Gebiet 50 Priester. Davon stammen nur zehn aus Russland. Die seelsorgliche Betreuung der Gläubigen ist für das Überleben der katholischen Kirche aber von fundamentaler Bedeutung, denn es besteht die Gefahr, dass die innere Bindung an die Kirche dahinschwindet und der Glaube verdunstet. Dies ist der Beginn eines Teufelskreises, denn wo der Glaube verschwindet, gibt es auch keine geistlichen Berufungen, wenn es aber keine Priester gibt, können noch weniger Menschen seelsorglich betreut werden, so dass noch mehr Menschen sich von der Kirche entfernen und der Nährboden für einheimische Berufungen noch mehr schrumpft.

Wenn die Gläubigen lange Zeit ohne Priester auskommen müssen, kann die Kirche aber dennoch zu ihnen kommen: durch die katholische Zeitschrift, die die Diözese der Verklärung des Herrn herausgibt: die "Sibirische Katholische Zeitung", das einzige katholische gedruckte Presseorgan auf russischem Territorium. Sie erscheint halbjährlich in einer Auflage von 3000 Exemplaren. Sie wird nicht nur in der Diözese, in der sie herausgegeben wird, gern gelesen, sondern auch in der zweiten sibirischen katholischen Diözese: St. Josef von Irkutsk. Vor allem die Ordensgemeinschaften, kirchlichen Bibliotheken und Pastoralzentren erhalten sie, und dort wird die Zeitschrift von vielen Gläubigen gelesen. Es gibt sie aber ebenfalls als Online-Version im Internet unter http://sibcatholic.ru

Berichtet wird beispielsweise über aktuelle Ereignisse der Ortskirche und des Vatikan, über Themen wie Priesterberufung, große Gestalten der Kirche wie Mutter Teresa, über die Bedeutung kirchlicher Feste etc. Die Katholiken, die über ein riesiges Territorium verstreut leben und sich dabei auch noch weit entfernt vom Zentrum der Weltkirche fühlen, bleiben dadurch untereinander und mit der Kirche in Verbindung. Die Zeitschrift enthält auch Beiträge für Kinder und Jugendliche und ist ein wichtiges Instrument für die katholische Kirche in Sibirien und ganz Russland. Daher unterstützt "Kirche in Not" die Herausgabe regelmäßig und hilft wieder mit 14.000 Euro. Diakon Vladimir Degtyarev, der Herausgeber, schreibt: "Wir sind grenzenlos dankbar für diese Hilfe, ohne die die Herausgabe unmöglich wäre."

Dieses Projekt ist ein Beispiel unserer Arbeit. Ihre Spende wird diesem oder einem ähnlichen Projekt zugute kommen und die pastorale Arbeit von KIN ermöglichen.

Spendennummer: 352-08-69

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