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Existenzhilfe für 17 alte und kranke Ordensschwestern

April 2013
Afrika Existenzhilfe

Früher haben sie anderen geholfen: die 17 alten, kranken oder behinderten Schwestern aus dem Orden der "Sisters of the Immaculate Heart of Africa". Heute brauchen sie selbst Hilfe. Einige sind gelähmt oder bettlägerig und sind vollständig auf Pflege angewiesen. Wer noch dazu imstande ist, verkündet weiterhin im Rahmen seiner Möglichkeiten die Frohe Botschaft Jesu Christi, die anderen Schwestern, die das Bett nicht mehr verlassen können, opfern ihr Leid auf für die Menschen, denen sie früher mit Rat und Tat und mit praktischer Nächstenliebe zur Seite standen. Denn die "Sisters of the Immaculate Heart of Africa", die vor bald 60 Jahren in Tansania gegründet wurden, helfen vor allem denen im Land, die am meisten leiden. Sie kümmern sich um behinderte Kinder, die von den Familien höchstens geduldet und oft vernachlässigt und vor den Nachbarn versteckt werden. Denn eine Behinderung gilt in Tansania als Strafe für eine böse Tat und als Fluch, wird also als Schande für die Familie angesehen. Die Schwestern bieten auch jungen Mädchen Zuflucht, die von der Familie zu einer Ehe oder, wie es immer noch häufig der Fall ist, zu der traditionellen sogenannten "weiblichen Beschneidung", einer brutalen und folgenschweren Verstümmelung der Genitalien, gezwungen werden sollen. Die Ordensfrauen sprechen dann mit den Eltern. Manchmal gelingt es ihnen, sie umzustimmen, aber in anderen Fällen bleiben die Mädchen in der Obhut der Schwestern. Zudem kümmern sich die "Sisters of the Immaculate Heart of Africa" auch um die Opfer von AIDS und um Drogenabhängige. Die Schwestern leben eng mit der Bevölkerung zusammen und erleben die Sorgen und Nöte der Menschen hautnah mit. Und die Menschen vertrauen den Schwestern, denn sie wissen: Wenn sie ein Problem haben, finden sie bei ihnen ein offenes Ohr und eine helfende Hand. Die Schwestern der "ersten Stunde" haben ihr Werk in jüngere Hände gelegt und bedürfen nun selbst der liebevollen Fürsorge. In Musoma im Norden des Landes werden sie gepflegt. Mit der Hilfe von "Kirche in Not" konnte eine kleine Viehzucht und ein Gemüsegarten angelegt werden, damit die alten und kranken Schwestern etwas Milch, bisweilen ein Ei, ein bisschen Fleisch und Gemüse zu essen haben. Der Ertrag reicht jedoch nicht, dass die Schwestern auch noch auf dem Markt etwas davon verkaufen könnten. So können sie sich die medizinische Versorgung der alten und kranken Schwestern aus eigenen Mitteln nicht leisten. Sie brauchen Medikamente, Gehhilfen, Brillen, manche müssen operiert werden. Da es sich um eine einheimische Gemeinschaft handelt, haben sie auch kein Mutterhaus im Ausland, das sie unterstützen könnte. "Kirche in Not" hat 5.000 Euro versprochen, damit die alten, kranken und behinderten Schwestern die Pflege und Fürsorge erhalten, die sie ihr Leben lang anderen gegeben haben.

k.A.

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