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Reis- und Maisfelder zur Selbstversorgung für 20 Gemeinden der Diözese Odienne

Juni 2013
Amerika Existenzhilfe

Sechzig verschiedene Volksgruppen lebten an der Elfenbeinküste lange Zeit friedlich zusammen. Ende der 1990er Jahre verschlechterte sich die Lage, und 2002 kam es zu einem Bürgerkrieg, der bis 2007 dauerte. Das westafrikanische Land, das seinen Namen erhielt, weil in dem Gebiet lange Zeit Elefanten für den Elfenbeinhandel gejagt wurden, geriet allerdings auch nach dem Ende des Bürgerkriegs mehrmals in die Schlagzeilen, weil die Gewalt immer wieder aufflammte.

k.A.

Die Menschen versuchen, ihr Leben wieder aufzubauen. Einerseits ist das Land das wirtschaftlich stärkste der westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion, andererseits leben mehr als 43 Prozent der Menschen in Armut, in manchen Gebieten sogar mehr als 50 Prozent.

Die Bevölkerung der Elfenbeinküste ist jung, der Altersdurchschnitt liegt bei 20 Jahren. Fast 40 Prozent der knapp 22 Millionen Einwohner sind Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren.

16,8 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, Christen bilden insgesamt etwas mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung, Muslime machen etwas weniger als ein weiteres Drittel aus. Eine knappe Mehrheit von 35 Prozent sind Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen. Die katholische Kirche ist in 15 Diözesen organisiert. Die Diözese Odienné im Nordwesten des Landes ist noch jung: Sie feiert im kommenden Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Sie liegt in einem Gebiet, das während des Bürgerkrieges eine Hochburg der politischen Opposition war und als solche stark umkämpft wurde. Es wurde im Zuge der Teilung des Landes Teil des Machtbereiches der Rebellen der Forces Nouvelles de Côte d’Ivoire.

Bischof Antoine Kone macht sich Sorgen, denn die Armut ist groß. Er berichtet: "Die meisten Menschen sind Kleinbauern. Sie sind abhängig von den so seltenen Regenfällen und von dem unfruchtbaren Lateritboden. Nur diejenigen erzielen eine gute Ernte, sie sich Traktoren, Zugochsen, selektioniertes Saatgut sowie Dünge- und Pflanzenschutzmittel leisten können. Aber das alles ist zu teuer für die Mehrheit unserer Christen." Dementsprechend sind auch die Pfarrgemeinden arm, denn die Leute können nur wenig geben. Der Bischof möchte daher, dass die Pfarreien selbst eine Einkommensquelle erlangen und damit unabhängig von finanzieller Hilfe werden . Die Idee ist es, dass sie Reis- und Maisfelder bewirtschaften sollen. Zugleich könnte damit auch den Armen geholfen werden. Bischof Kone beruft sich auf die Worte Jesu bei der Speisung der Fünftausend: "Gebt ihr ihnen zu essen!" (Mt 14,16). Er fragt sich: "Kann man das Evangelium des Lebens vor Männern und Frauen, deren Mägen leer und die unterernährt sind, predigen?"

Mit 15.000 Euro kann 20 Gemeinden dabei geholfen werden, eigene Felder anzulegen. "Kirche in Not" möchte helfen. Das Sprichwort sagt: "Gib einem Menschen einen Fisch und du ernährst ihn einen Tag. Lehre ihn fischen, und du ernährst ihn sein ganzes Leben lang." Wenn wir dieses Projekt unterstützen, wird die Kirche in Odienné in Zukunft weniger Hilfe von außen benötigen.

Spendennummer: 116-01-39

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