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Ein Pastoralzentrum für die Migrantenseelsorge in Tel Aviv

September 2013
Asien Bauhilfe

Auf der einen Seite gibt es einen Exodus von arabischen Christen aus den Ländern des Nahen Ostens. Andererseits gibt es jedoch auch einen Zustrom von Christen, die aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimatländer (z.B. die Philippinen, Indien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa) verlassen und Arbeit suchen. Ein Beispiel dafür ist Israel. Inzwischen gibt dort ca. 50.000 -60.000 katholische Migranten (davon allein ca. 35.000 Philippinos). Die Seelsorge für sie zu gewährleisten, ist eine große Herausforderung, denn anders als die einheimischen Christen sprechen die Einwanderer kein Arabisch. Aber auch die Seelsorge beispielsweise in Englisch greift zu kurz, denn die Kinder der Einwanderer sprechen teilweise nur noch Hebräisch. Die Seelsorge für die hebräischsprachigen Katholiken in Israel und die Migrantenseelsorge hat das Lateinische Patriarchat von Jerusalem dem Vikariat Saint James anvertraut. Der zuständige Seelsorger ist Pfarrer David Neuhaus. Die Migrantenseelsorge wurde 2011 eingerichtet. Das Vikariat besteht aus sieben Pfarrgemeinden, davon fünf hebräischsprachige und zwei russischsprachige. Die Seelsorge geht jedoch über diese Pfarrgemeinden hinaus, denn das Vikariat betreut auch die Kinder der ausländischen Arbeiter sowie Asylsuchende (vor allem Sudanesen und Eritreer). Außerdem gibt es einige Dutzend arabische christliche Familien, die aufgrund ihrer Arbeit in hebräischsprachigen Städten leben. Ihre Kinder werden in Hebräisch unterrichtet und sprechen und denken in dieser Sprache.

Im Süden Tel Avivs soll nun ein Zentrum unter dem Namen "Our Lady Woman of Valor" entstehen. In Tel Aviv leben außer arabisch- und hebräischsprachigen einheimischen Katholiken auch Zigtausende katholische Migranten. Die beiden katholischen Kirchen in Jaffa südlich von Tel Aviv reichen nicht aus, um die Katholiken in Tel Aviv zu betreuen. Die Stadt Tel Aviv selbst hat keine etablierte katholische Präsenz. 2009 mietete eine Gruppe Philippinos eine Halle im Süden der Stadt. Binnen drei Jahren musste die Gemeinde dreimal ihren Ort wechseln. Heute gibt es fünf Sonntagsmessen in einem angemieteten Bunker. Zahlreiche Migranten bleiben jedoch ohne Seelsorge und laufen zu den zahlreichen kleinen protestantischen Kirchen über.

Ziel ist es, ein Zentrum für Gottesdienste, Katechese, Vorbereitung auf die Sakramente, Weiterbildungskurse und Erwachsenenbildung zu erricten. Außerdem würde es die Voraussetzungen bieten, um in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen Hilfsangebote für Asylsuchende realisieren zu können. Das Zentrum soll in einem Gebiet liegen, das gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist. Pfarrer Neuhaus steht in Kontakt mit den städtischen Behörden, insbesondere mit dem Bürgermeister, der sich der Bedürfnisse in diesem Gebiet bewusst ist. Die Behörden sind der Arbeit der Kirche gegenüber wohlwollend eingestellt.

Das Gebäude, das erworben und umgebaut werden soll, soll folgendermaßen aussehen:
Im Erdgeschoss können Kapellen für die verschiedenen Sprachgruppen entstehen. Außerdem wäre Platz für einen Versammlungsraum. In der ersten Etage soll die Wohnung des Priesters und der Versammlungsraum für die Pfarrei entstehen. In der zweiten Etage wäre Platz für einen kleinen Saal und zwei Räume für Klassenzimmer. In der dritten Etage Wohnräume soll eine Schwesterngemeinschaft wohnen, die bereits in der Migrantenseelsorge tätig ist. Außerdem wäre Platz für Mehrzweckräume (für medizinische Versorgung, Sozialarbeiter, Katechese… Das Zentrum ist dringend notwendig für die Seelsorge. "Kirche in Not" möchte mit 150.000 Euro helfen.

Spendennummer: 321-01-19

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