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Bau einer Unterkunft für den Priester in einer schwer erreichbaren Außenstation der Pfarre Itang

Oktober 2013
Afrika Bauhilfe

Das Apostolische Vikariat Gambella liegt im äußersten Westen Äthiopiens an der Grenze zum Südsudan. Es ist ein unterentwickeltes Gebiet, in dem große Armut herrscht. Viele der Kinder sind sichtbar unterernährt. Die katholische Kirche ist hier in der Region willkommen. Viele Menschen sagen zu den Priestern: „Wenn die katholische Kirche kommt, wird alles fruchtbar“. Und sie staunen: „Wo die Kirche ist, ist Wasser. Die Regierung gibt uns schlechtes Wasser, aber die Kirche bringt gutes Wasser. Wir lieben euren Gott, bitte kommt auch zu uns!“ Die Kirche bringt nicht nur Wasser, sondern auch Getreidemühlen, Kindergärten und Hilfe bei der Entwicklung der Landwirtschaft. Sie möchte zudem auch Versöhnung zwischen den Stämmen stiften, denn immer wieder kommt es zu blutigen Fehden, insbesondere zwischen den Stämmen, die Ackerbau betreiben, und denen, die Viehherden weiden. Das Vieh frisst die Ernte ab, die Bauern nehmen den Hirten Weidefläche weg.

Auch die Menschen in dem Dorf Puol wollten, dass die Kirche zu ihnen kommt. Das Dorf liegt allerdings fast buchstäblich am Ende der Welt. Die „Straße“ ist streckenweise schon in der Trockenzeit schwer befahrbar. Wenn der Fluss Baro in der Regenzeit über die Ufer tritt, ist das Dorf vier Monate lang ganz von der Außenwelt abgeschnitten. Die Einwohner können nicht einmal die Nachbardörfer erreichen. Pfarrer Desalegn Desale kann in dieser Zeit nur mit einem Motorboot hierher kommen.

Mit der Hilfe von „Kirche in Not“ ist in dem Dorf eine Kapelle entstanden, die Anfang 2013 eingeweiht wurde. Hier treffen sich die Gläubigen zur Heiligen Messe, zum Gebet, zur Katechese, zu Bildungsprogrammen und anderen Aktivitäten. Mehr als 120 Menschen bereiten sich hier auf die Taufe vor. Bislang saßen sie einfach unter den Bäumen, wenn der Priester kam.

Pfarrer Desalegn Desale fährt von der Stadt Isang aus in die abgelegenen Gebiete, um dort die Menschen zu betreuen. Aufgrund der schlechten Wege wäre es sinnvoll, wenn er in Puol eine Unterkunft hätte, so dass er jeweils einige Tage dort verbringen und die Menschen in Puol und den umliegenden Dörfern betreuen könnte. Daher hat er uns um Hilfe gebeten. Traditionell wird in der Region mit Holz und Lehm gebaut. Solche Bauten sind zwar billig, sie stürzen jedoch durch Regenfälle, Überschwemmungen und Termitenfraß schon nach wenigen Jahren ein. Daher ist es notwendig, solide zu bauen. Wir möchten mit 25.000 Euro beim Bau eines bescheidenen Hauses für den Priester helfen.

Spendennummer: 118-04-19

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