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Ein Wohnheim für christliche Schülerinnen

Dezember 2013
Asien Bauhilfe

In Pakistan ist Bildung immer noch ein großes Problem: Rund 50 Prozent der knapp 190 Millionen Einwohner können nicht lesen und schreiben. Gerade in christlichen Familien, die meist zur untersten Gesellschaftsschicht gehören, müssen viele Kinder arbeiten gehen, um ihren bitterarmen Eltern helfen zu können. In staatlichen Schulen werden christliche Kinder zudem oft diskriminiert und benachteiligt und haben Schwierigkeiten, zu höherer Bildung zugelassen zu werden. Erzbischof Joseph Coutts, der Vorsitzende der pakistanischen katholischen Bischofskonferenz, sagt: „In Studienfächern, für die ein bestimmter Notendurchschnitt verlangt wird, können muslimische Schüler durch den Besuch des Koranunterrichts Extrapunkte sammeln und werden dann an der Universität aufgenommen. Christen haben diese Möglichkeit natürlich nicht. Ein christlicher Name reicht bisweilen aus, damit ein Kandidat nicht zum Studium zugelassen wird. In den Schulen werden christliche Schüler oft von Lehrern beschimpft, ungerecht behandelt oder aufgefordert, zum Islam überzutreten.“

Besonders hoch ist die Analphabetenquote unter Mädchen. Beachtung im Westen fand vor allem der Fall der 16jährigen Malala Yousafzai, auf die wegen ihres Einsatzes für die Bildung von Mädchen von Taliban geschossen wurde und die für ihr Engagement für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde. Insbesondere im Nordwesten Pakistans wurden von Extremisten in den vergangenen Jahren Dutzende Schulen zerstört. Die Anschläge richteten sich vor allem gegen Mädchenschulen.

Die katholische Kirche betreibt in Pakistan zahlreiche Schulen. Allein in der Diözese Faisalabad unterhält sie 82 Schulen. Vor allem Ordensfrauen setzen sich für die Bildung von Mädchen ein. Die Schwestern der Heiligen Familie in im Dorf Chak 6/4-L (manche Dörfer in Pakistan werden nur mit Nummern versehen) unterhalten bereits ein Wohnheim für 45 Mädchen, die aus abgelegenen Wüstenregionen stammen und für die es dort, wo ihre Familien leben, keine Möglichkeit gibt, zur Schule zu gehen. Wenn es überhaupt Schulen gibt, liegen sie so weit entfernt, dass die Schülerinnen weite Fußwege zurücklegen müssen, was gerade für Mädchen in Pakistan extrem gefährlich ist. Immer wieder kommt es zu Vergewaltigungen und Entführungen gerade christlicher Mädchen.

Die Schwestern möchten nun auch ein Wohnheim für Schülerinnen errichten, die ihre schulische Ausbildung über die 10. Klasse hinaus fortsetzen und Abitur machen wollen. Manche der Schülerinnen sind sehr begabt, und so möchten die Ordensfrauen ihnen die Chance geben, weiterhin zur Schule zu gehen und das Abitur zu machen. Manche dieser jungen Mädchen möchten nach Abschluss ihrer Schulausbildung Ordensschwestern werden. Somit ist die Förderung ihrer Bildung auch eine Investition in die Zukunft der Kirche in Pakistan, in der Ordensschwestern eine wichtige Rolle spielen, weil sie sich in einem Land, in dem die Lebenswelten von Männern und Frauen zumeist strikt getrennt sind, besonders für Frauen und Kinder einsetzen. Gut ausgebildete Ordensschwestern können für junge Mädchen und Frauen ein Vorbild sein, ihnen ein Bewusstsein der eigenen Würde und der Notwendigkeit einer gute Ausbildung vermitteln und ihnen einen Weg in die Zukunft zeigen. Wir haben für das Internat 6.800 Euro versprochen.

Spendennummer: 328-07-19

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