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Ein Missionar dankt für ein Boot

Februar 2014
Amerika Motorisierung

Pater Peter Shekelton fand zu seiner Berufung, als er 1991 in London in der Kathedrale von Westminster Pater Werenfried van Straaten, den Gründer von „Kirche in Not“, predigen hörte. Inzwischen ist er als Missionar im Amazonasgebiet in Brasilien tätig.
Seit Januar 2012 ist Pater Peter in der Pfarrei von Barcelos tätig. Die Pfarrei erstreckt sich über ein riesiges Gebiet. Allerdings sind weite Flächen nicht besiedelt. Die meisten der 25.000 Einwohner leben in der Stadt Barcelos selbst, aber es gibt am Rio Negro und seinen 10 Nebenflüssen 45 Siedlungen, die nur schwer erreichbar sind, und teilweise braucht man drei bis vier Tage, um mit dem Boot dorthin zu gelangen. Die Menschen, die dort leben, sind eigentlich Katholiken, aber Sekten sind in diesem Gebiet sehr aktiv und werben die Gläubigen ab. So ist es wichtig, dass auch die am weitesten entfernten Ortschaften regelmäßig von einem Priester besucht werden. Unsere Wohltäter haben daher Pater Shekelton mit 39.500 Euro beim Kauf eines Bootes geholfen.

„Ich begann meine Arbeit mit einem alten Boot der Pfarrei, das sehr primitiv und renovierungsbedürftig war. Mir wurde dazu geraten, kein Geld für die Reparaturen auszugeben, sondern ein neues Boot zu kaufen. Aber wie? Die Pfarrei ist sehr arm und konnte sich auf keinen Fall die Anschaffung eines neuen Bootes leisten.“ Pater Shekelton musste sich also mit dem alten, kaputten Boot auf den Weg in die weit abgelegenen Siedlungen an den Flüssen machen. Zumindest konnte er nach einiger Zeit einen Außenbordmotor anschaffen. „Es gibt viele Stromschnellen, gefährliche Strömungen, verborgene Felsen und Sandbänke, die ihre Lage verändern, und auch viele Windungen. Außerdem ist man starken Stürmen und einer sengenden Sonne ausgesetzt, abgesehen von der Gefahr, denn das Wasser ist voll von Krokodilen, Piranhas und Schlangen. Nachts muss man seine Hängematte aufhängen und draußen schlafen. Damit wird man zur Beute der Moskitos, die Malaria und andere Infektionskrankheiten übertragen. Letztes Jahr bekam ich Malaria.“

“Ich komme oft glücklich von diesen Reisen in die Wildnis wieder, weil ich das getan habe, wovon ich glaube, dass es meine Pflicht ist. Aber ich bin auch betrübt über die Gottlosigkeit vieler Menschen. Seitdem selbst in die entlegensten Gegenden des Urwalds Satellitenschüsseln vorgedrungen sind, scheinen viele durch Anti-Werte wie Hedonismus, Individualismus, Konsumismus und Relativismus, die für diese Zeit typisch sind, beeinflusst zu werden. Sie werden ihrer Religiosität und Würde beraubt und werden dazu gebracht, sich nach einem Leben zu sehnen, das mit ihrer Wirklichkeit nichts zu tun hat. Dies führt dazu, dass viele Menschen sich nicht mehr um Gott scheren, und viele der Kapellen sind verlassen oder zumindest in schlechtem Zustand. Es gibt viel Alkoholmissbrauch und sexuelle Promiskuität. Dennoch glaube ich fest daran, dass dies meine Mission ist und dass die Kirche auch weiterhin präsent sein muss. „Verkünde das Wort, ob man es hören will oder nicht“ (2 Tim 4,2). Diese Kirche, das sind zur Zeit nur ich und mein Boot von „Kirche in Not“.

Spendennummer: 212-04-29

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