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Ein Pfarrhaus für eine neugegründete Pfarrei in Chimpu in der Diözese Itanagar

April 2014
Asien Bauhilfe

Die Pfarrei von Chimpu steckt noch in den Kinderschuhen: Sie wurde erst im Juli 2013 errichtet. Ihr gehören bislang 800 Gläubige an, die in sechs Dörfern leben. Es gibt aber noch viele Dörfer im Urwald, in denen die Menschen ebenfalls am katholischen Glauben interessiert sind. Die Bewohner der Region gehören ethnischen Minderheiten an, die bislang eine Naturreligion praktizieren und große Angst vor bösen Geistern haben. Bischof John Thomas Kattrukudiyil spricht davon, dass es in seiner Diözese „riesige Chancen für die Evangelisierung“ gibt.

Selbst in den abgelegensten Regionen des Urwalds gibt es kleine Siedlungen. Für viele der Einwohner ist es ein Fußmarsch von 5 oder 6 Tagen, wenn sie sich medizinisch versorgen lassen oder zu einem Amt müssen. Die wenigen Straßen, die es in der Region gibt, werden in der Regenzeit oft durch Erdrutsche unpassierbar. In den abgelegenen Dörfern gibt es keinen Strom. Die Häuser werden aus Gras und Bambus gefertigt und müssen jedes Jahr neu errichtet werden. Manchmal leben mehrere Familien in einer Behausung zusammen. Die Winter sind lang und streng, aber warme Kleidung ist nicht sehr verbreitet. Ein Feuerofen im Haus spendet Wärme, der Rauch verursacht aber auch gesundheitliche Schäden. Oft leben Tiere mit der Familie in einem Raum zusammen, und wenn das Haus auf Pfählen steht, sind die Schweine direkt unter dem Wohnraum untergebracht. Trinkwasser wird direkt aus den Flüssen geschöpft. Die Kinder- und Müttersterblichkeit ist hoch, die Menschen leiden an Malaria, Tuberkulose und anderen Infektionskrankheiten, und häufig kommt es zu Schlangenbissen oder Stichen von giftigen Insekten. Auch Alkoholismus ist weit verbreitet, denn es gibt viel selbstgebrannten Alkohol.

Die traditionelle Lebensweise kennt noch die Polygamie. Viele Männer nehmen aus Prestigegründen mehrere Frauen, um zu zeigen, dass sie wohlhabend genug dazu sind. Es ist nicht unüblich, dass bereits Kinder dem Meistbietenden zur Ehe verkauft werden. Oft werden sehr junge Mädchen als sechste oder siebte Ehefrau verheiratet.

Die Kirche bringt den Menschen die Frohe Botschaft und hilft ihnen in ihren Nöten. Bildung, medizinische Versorgung, Hygiene und eine Verbesserung der Lage der Frauen – für alles das sorgt in diesem abgelegenen Gebiet nur die Kirche. Aber auch die Priester, die die Menschen betreuen, brauchen ein Haus. Deshalb hat „Kirche in Not“ 25.000 Euro für den Bau eines Pfarrhauses versprochen.

Spendennummer: 317-01-19

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