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Projekte von KIRCHE IN NOT - Österreich

Ukraine - Unterstützung bedürftiger Familien auf der Krim

„Die Versorgungssituation auf der Halbinsel Krim wird eher schlechter als besser“, so informiert uns Msgr. Jacek Pyl, OMI, und römisch-katholischer Weih-bischof in Odesa-Symfero-pol. „Die realen Einkommen sinken: Im Vergleich zu 2013 sind in der ersten Hälfte 2017 die Gehälter um 18% und die Renten um 14% geringer. Die Armut ist näher als man annimmt – inzwi-schen lebt hier jeder siebte Russe am Rand des Existenzminimums.“ Es werden mehr. In Russland gilt ein Verdienst von 9.909 Rubel pro Monat – das sind 140 Euro – als Existenzminimum. Die Renten in der Krim liegen aber nur bei durchschnittlich etwa 7500 Rubel – das sind 109 Euro. Jeder dritte Russe hat in naher Zukunft alle Chancen, in Armut abzurutschen.

Im August 2014 reagierte Russland auf Sanktionen in Form eines Einfuhrver-bots für eine Reihe von Produkten aus den Ländern der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten, Kanada, Norwegen, der Ukraine und eini-gen anderen nach Russland. Das Verbot wurde "Gegensanktionen" ge-nannt. Die Liste der verbotenen Produkte umfasste Fleisch und Milchpro-dukte, Fisch, Gemüse, Obst und Nüsse. „Innerhalb des Landes haben sich die Preise für diese und andere Produkte seit 2014 verdoppelt, und im Ver-gleich zu den Preisen in der Ukraine können wir getrost sagen, dass in der Krim die Preise für eine Anzahl von alltäglichen Gütern sogar dreimal höher sind. Im Vergleich mit den russischen Kernland sind die Preise 20-40% höher, ja sogar höher als in Moskau.

Das ist zum Teil der neuen Transportsteuer geschuldet. In unseren Pfarreien in der Krim spürt man Tag für Tag die Erschöpfung gerade der Ärmsten. Wenn Familien, in denen zwei El-ternteile arbeiten, gezwungen sind, Lebensmittel zu sparen, dann brauchen Rentner, Behinderte, unvollständige Familien und viele Kinder erst recht unsere christliche Hilfe und Solidarität.“ Wir haben seit 2014 Unterstützung geleistet und geholfen Lebensmittel, Medikamente und Waschpulver zu kaufen. Zuletzt haben wir 2017 mit 15.000€ geholfen.