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Projekte von KIRCHE IN NOT - Österreich

Angola - Existenzhilfe für die Dominikanerinnen „Mãe de Deus“

Der angolanische Unabhängigkeitskrieg (1961-74) befreite das Land von seinen kolonialen portugiesischen Herrschern, stürzte es jedoch sofort in einen 27 Jahre andauernden Bürgerkrieg (1975-2002), der eine katastropha-le humanitäre Krise auslöste, die ein Drittel der Bevölkerung Angolas zu Binnenflüchtlingen machte, und eine marxistische Ideologie beförderte, die versuchte, die Kirche aus der Öffentlichkeit und der Gesellschaft zu ver-bannen. KIRCHE IN NOT hat dafür gesorgt, dass die Kirche in Angola die Katholiken des Landes, die mehr als die Hälfte der 20 Millionen Einwohner Angolas ausmachen, wiederaufbaut, ihnen dient und sie begleitet. Ziel ist der Wiederaufbau und die Stärkung von Gemeinschaften, damit Priester und Schwestern ihrer geistlichen Bildung und Seelsorge mehr Aufmerk-samkeit schenken können. Hier spielen kontemplative Schwestern eine be-sonders wichtige Rolle, wenn sie für Frieden und Heilung und die Wieder-belebung des Glaubens in einem Land beten, in dem so viele Menschen, Familien und Gemeinschaften noch immer vom Krieg gezeichnet sind.

In krassem Gegensatz zu Angolas jüngster Geschichte sind die Dominika-nerinnen des Klosters „Mãe de Deus“ in der Diözese Benguela. Wie ihr Gründer Dominik (13. Jh.) sind sie der Heiligkeit und Armut verpflichtet. Derzeit leben 29 Schwestern im Kloster, dazu kommen drei Novizinnen. Da die kontemplativen Schwestern ein besonders schweres Leben in der selbstgewählten Klausur führen, bedürfen sie ganz besonders unserer Hilfe. „Kirche in Not“ unterstützt Klausurschwestern weltweit, auch in Angola, wo die Dominikanerinnen eine von acht afrikanischen Niederlassungen haben. Nach den Regeln des Hl. Dominik sind alle Klöster autonom und unabhängig voneinander, auch das angolanische Kloster, das in Benguela, im Westen des Landes am Atlantik liegt. Postulat, Noviziat und Juniorat finden unter einem Dach statt, begleitet von einer erfahrenen Schwester nach den üblichen Regeln der kontemplativen Orden.

„Es ist schwierig eine so große Zahl von Schwestern zu unterhalten,“ so schreibt uns die Priorin, Schwester Luísa de Fatima. „Deshalb, liebe Brüder und Wohltäter, wenden wir uns vertrauensvoll an Sie, legen Ihnen unsere Nöte dar und hoffen auf Ihre solidarische und brüderliche Hilfe, ohne die wir nicht unsere schwache ökonomische Lage ausgleichen können, die sich auf die Herstellung von Hostien stützt, das Sticken von Paramenten und seit Kurzem den Versuch Konditoreiwaren zu verkaufen. Wir wissen, dass Sie viele Bitten von vielen verschiedenen Schwestern erhalten, aber die Größe Ihrer Herzen und Ihrer Solidarität zeigt uns immer die Vorhersehung immer wie ein Spiegel.“

Bischof Eugénio Dal Corso unterstützt die Bitte der Schwestern, weiß er nur zu gut, wie die Preise für Lebensmittel, für Wasser und Strom in der letzten Zeit angestiegen sind. Ohne unsere Hilfe sind die Unkosten von den Schwestern nicht zu tragen.
Wir helfen mit € 8 700.