{"id":1089,"date":"2016-09-01T09:38:18","date_gmt":"2016-09-01T07:38:18","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/3-christen-erhielten-geldbussen-html\/"},"modified":"2023-02-24T10:00:25","modified_gmt":"2023-02-24T09:00:25","slug":"3-christen-erhielten-geldbussen-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/3-christen-erhielten-geldbussen-html\/","title":{"rendered":"3 Christen erhielten Geldbu\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Auf der Grundlage der neuen Anti-Terror-Gesetze in Russland sind drei Christen \u2013 darunter ein US-Amerikaner und ein Ghanaer \u2013 zu Geldbu\u00dfen verurteilt worden. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation \u201eForum 18\u201c (Oslo). Zum Hintergrund: Die Gesetze traten am 20. Juli in Kraft. Sie betreffen auch Kirchen und andere religi\u00f6se Gemeinschaften. Mission ist danach au\u00dferhalb von Kirchengeb\u00e4uden verboten. Gottesdienste d\u00fcrfen nicht mehr in Wohnungen oder B\u00fcros gefeiert werden, sondern nur noch in offiziell registrierten Kirchengeb\u00e4uden. Als Ersten habe es, so \u201eForum 18\u201c, den Baptistenpastor Aleksei Telius aus Nojabrsk im Norden Russlands in der N\u00e4he des Polarkreises getroffen. Bereits zwei Tage nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes wurde er den Angaben zufolge zur Mindeststrafe von 5.000 Rubel (68 Euro) verurteilt. Er hatte in einem evangelistischen Kinderlager seiner Gemeinde unter freiem Himmel zum Glauben an Jesus Christus eingeladen. Die H\u00f6chststrafe f\u00fcr dieses Vergehen betr\u00e4gt laut \u201eForum 18\u201c 50.000 Rubel (680 Euro). Eine solche Summe verdient ein Arbeiter in Russland durchschnittlich in sechs Wochen.<\/p>\n<p><strong>Afrikaner zur H\u00f6chststrafe verurteilt<\/strong><\/p>\n<p>Diese hohe Strafe wurde gegen den aus Ghana stammenden Protestanten Ebenezer Tuah verh\u00e4ngt. Er absolviert in Tver bei Moskau eine Ausbildung. Tuah ist ehrenamtlich als Regionalleiter der evangelikalen Bewegung \u201eChristliche Botschaft\u201c t\u00e4tig, einem Arbeitszweig des Missionswerkes \u201eCampus f\u00fcr Christus\u201c. Sein \u201eVergehen\u201c: Im Aufenthaltsraum einer Klinik feierte er ohne Genehmigung der Beh\u00f6rden Gottesdienste und im Therapiebecken f\u00fchrte er eine Taufe durch. Er r\u00e4umte die ihm zur Last gelegten Vorw\u00fcrfe ein, wies aber darauf hin, dass nur pers\u00f6nliche Freunde und Bekannte vor Ort gewesen seien. Eine Geldstrafe in H\u00f6he von 40.000 Rubel (540 Euro) muss ein weiterer Baptist bezahlen. Der Missionar und US-B\u00fcrger Donald Ossewaarde, der seit 2005 in Orjol 350 Kilometer s\u00fcdwestlich von Moskau lebt, hatte zu einem christlichen Hauskreis in seiner Privatwohnung eingeladen. Daf\u00fcr warb er \u00f6ffentlich mit einem nicht genehmigten Aushang an seinem Wohnblock. Ein weiteres Verfahren wurde am 29. August er\u00f6ffnet. Der pfingstkirchliche Gemeindeleiter Aleksander Jakimov (Mari-Turek\/Zentralrussland) wird beschuldigt, bei einem Dorffest in der N\u00e4he seines Wohnortes im Namen seiner Gemeinde gesprochen und dabei zum christlichen Glauben eingeladen zu haben. Dies sei ihm nicht erlaubt gewesen, weil seine Gemeinde offiziell nicht anerkannt ist, berichtet \u201eForum 18\u201c. (Quelle: idea, Foto: Christophe Meneboeuf)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Grundlage der neuen Anti-Terror-Gesetze in Russland sind drei Christen \u2013 darunter ein US-Amerikaner und ein Ghanaer \u2013 zu Geldbu\u00dfen verurteilt worden. Das berichtet die Menschenrechtsorganisation \u201eForum 18\u201c (Oslo). Zum Hintergrund: Die Gesetze traten am 20. Juli in Kraft. Sie betreffen auch Kirchen und andere religi\u00f6se Gemeinschaften. Mission ist danach au\u00dferhalb von Kirchengeb\u00e4uden verboten. 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