{"id":111,"date":"2013-04-15T11:56:42","date_gmt":"2013-04-15T11:56:42","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/anteil-der-christen-gesunken-html\/"},"modified":"2023-02-23T14:02:07","modified_gmt":"2023-02-23T13:02:07","slug":"anteil-der-christen-gesunken-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/anteil-der-christen-gesunken-html\/","title":{"rendered":"Anteil der Christen gesunken"},"content":{"rendered":"<p>Der Anteil der Christen unter den Einwohnern der pal\u00e4stinensischen Gebiete hat sich in den vergangenen 13 Jahren seit dem Jahr 2000 von 2% auf 1% halbiert. Und in Jerusalem, wo 1948 insgesamt 27.000 Christen lebten gibt es heute nur noch 5.000 Christen. Diese Entwicklung dokumentiert der christliche pal\u00e4stinensische Professor Hanna Issa, Dozent f\u00fcr internationales Recht und Generalsekret\u00e4r des islamisch-christlichen Ausschusses f\u00fcr den Schutz Jerusalems und der Heiligen St\u00e4tten, der das Schwinden der Christen in seinen Studien immer wieder als \u201esoziale Katastrophe\u201c bezeichnet. Aus einer Analyse geht hervor, dass heute noch rund 47.000 Christen in den von Israel 1967 besetzten pal\u00e4stinensischen Gebieten leben, w\u00e4hrend 110.000 Christen in den Gebieten leben, auf den 1948 der j\u00fcdische Staat entstand.<\/p>\n<p>Das drastische Schwinden des Anteils der Christen in den Pal\u00e4stinensergebieten ist zum einen durch Auswanderung begr\u00fcndet und auf der anderen Seite Folge eines niedrigeren Bev\u00f6lkerungswachstum im Vergleich zu den muslimischen Bev\u00f6lkerungsteilen. Auf jeden Fall, so P. Manuel Musallam, der lange Zeit als Pfarrer in Gaza t\u00e4tig war und heute bei der Fatah die Abteilung f\u00fcr Beziehungen zu christlichen Gemeinden leitet, m\u00fcsse man politischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren entgegenwirken, die eine Auswanderung der Christen beg\u00fcnstigen. Grund f\u00fcr die Auswanderung sei die Suche nach einem Arbeitplatz und einem Studienplatz als Grundlage f\u00fcr eine Familiengr\u00fcndung: \u201eAus Gaza und anderen Teilen wandern die Menschen aus, weil die Voraussetzungen f\u00fcr ein w\u00fcrdiges Leben fehlen. In Jerusalem haben viele ihre Wohnungen verkauft, weil ihnen immense Summen daf\u00fcr angeboten wurden\u201c, mit denen ganze Familien in den Westen auswandern und sich dort ein besseres Leben aufbauen konnten. \u201eDie Pal\u00e4stinenserbeh\u00f6rde\u201c, so Pfarrer Musallam, muss Ma\u00dfnahmen ergreifen, die das Bleiben der Christen f\u00f6rdern: dazu geh\u00f6rt die Garantie eines Studien- oder Arbeitsplatzes und die M\u00f6glichkeit Wohnungen f\u00fcr Familien zu bauen\u201c.<\/p>\n<p>\u201eAm Montag, den 15. April\u201c, so der jordanische Priester Rifat Bader, der das \u201eCatholic Center for Studies and Media\u201c mit Sitz in Amman leitet, \u201ewird Papst Franziskus die offizielle Delegation des lateinischen Patriarchats Jerusalem unter Leitung von Erzbischof Fouad Twal empfangen. Dies wird eine Gelegenheit sein, die Gemeinschaft mit dem neuen Petrusnachfolger und der Weltkirche zu bekunden. Mit Sicherheit wird der Patriarch den Papst zu einem Besuch im Heiligen Land einladen. Wir werden den Papst auch um Gebete f\u00fcr das Heilige Land bitten und daf\u00fcr, dass Christen, die dort leben auch dort bleiben k\u00f6nnen, wo Christus lebte. Die Vatikandiplomaten bitten wir um ihr k\u00fcnftiges Engagement f\u00fcr Frieden und Gerechtigkeit\u201c. (Quelle: Fidesdienst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Anteil der Christen unter den Einwohnern der pal\u00e4stinensischen Gebiete hat sich in den vergangenen 13 Jahren seit dem Jahr 2000 von 2% auf 1% halbiert. Und in Jerusalem, wo 1948 insgesamt 27.000 Christen lebten gibt es heute nur noch 5.000 Christen. 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