{"id":1111,"date":"2016-09-26T07:38:35","date_gmt":"2016-09-26T05:38:35","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/orissa-massaker-waren-geplant-html\/"},"modified":"2023-02-23T11:27:13","modified_gmt":"2023-02-23T10:27:13","slug":"orissa-massaker-waren-geplant-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/orissa-massaker-waren-geplant-html\/","title":{"rendered":"Orissa: Massaker waren geplant"},"content":{"rendered":"<p>Die Massaker unter Christen, zu denen es 2008 in Orissa kam, wurden sorgf\u00e4ltig vom hinduistisch gepr\u00e4gten Netzwerk \u201cSangh Parivar\u201d geplant. Unz\u00e4hlige ungebildete und gewaltbereite Milizion\u00e4re wurden durch eine gezielte Propaganda radikalisiert. Auf der Grundlage der Untersuchung des indischen Journalisten Anto Akkara, \u201ckann die Geschichte in Kandhamal neu geschrieben werden\u201d, das 2008 Schauplatz der Vertreibung in Orissa war. Heute \u201cist es eine Schande f\u00fcr die Nation und die Justiz, dass sieben unschuldige Christen sich weiterhin in Haft befinden, f\u00fcr eine Tat, die sie nie begangen haben\u201d, so Akkara bei der Pr\u00e4sentation seines Buches: \u201cWer hat Swami Laxmanand umgebracht?\u201d.<\/p>\n<p> Das neueste Buch des indischen Journalisten versucht Licht in das Geheimnis des mysteri\u00f6sen Mordes an den hinduistischen Religionsf\u00fchrer Swami Laxmanand, f\u00fcr den Christen verantwortlich gemacht wurde und der schlie\u00dflich als Vorwand f\u00fcr die Gewalt benutzt wurde. Nach dem Mord an dem 81j\u00e4hrigen Lacmanand am 23. August 2008 in Kandhamal (Orissa) kam es zu Massen\u00fcbergriffen auf die christlichen Gemeinden in der Region. Rund 100 Christen wurden ermordet, 300 Kirchen und 6.000 Wohnungen gepl\u00fcndert und 56.000 Familien vertrieben. <\/p>\n<p> Nach dem Mord an dem hinduistischen Religionsvertreter, zu dem sich sp\u00e4ter maoistische Guerillak\u00e4mpfer bekannten, wurden sieben Christen verhaftet und 2013 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, \u201cobwohl es keine Beweise gab\u201d, so Akkara, der den Prozess als \u201eParodie der Justiz\u201c bezeichnet. Ein Termin f\u00fcr das Berufungsverfahren wurde noch nicht festgelegt, \u201cdoch ein angebliches Komplott der Christen gegen Hindus ist v\u00f6llig aus der Luft gegriffen\u201d, so der Journalist.&nbsp;\u201eAuf der Grundlage des politischen Kalk\u00fcls des radikalen Netzwerks Sangh Parivar, sollte durch die Brutalisierung der Christen in Kandhamal erreicht werden, dass eine internationale christliche Lobby Sonia Gandhi dazu bewegte, die Regierung in Orissa zu entlassen, in der die Baratiya Janata Party nur Koalitionspartner war. Dies sollte den Weg f\u00fcr den Sieg nationalistischer Gruppen und der Bjp bei der Wahl 2009 ebnen, die dann aber von der Kongress Partei gewonnen wurde\u201d, erkl\u00e4rt der Journalist.<br \/> Akkara erinnert an die Zur\u00fcckhaltung der Institutionen im Hinblick auf das Thema, und erinnert daran, dass \u201cdie nationale Menschenrechtskommission nicht einmal in acht Jahren eine Pressemitteilung \u00fcber Kandhamal herausgab\u201c, w\u00e4hrend \u201esieben unschuldige Christen ein Makel f\u00fcr das Justizsystems unseres Landes sind\u201c und \u201cKandhamal ein Makel auf f\u00fcr das Image des Staates Orissa und die s\u00e4kulare Staatsform in Indien ist\u201d. (Quelle: Fidesdienst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Massaker unter Christen, zu denen es 2008 in Orissa kam, wurden sorgf\u00e4ltig vom hinduistisch gepr\u00e4gten Netzwerk \u201cSangh Parivar\u201d geplant. 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