{"id":1141,"date":"2016-11-15T13:25:58","date_gmt":"2016-11-15T12:25:58","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/religionsfreiheit-weltweit-2016-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:13:41","modified_gmt":"2023-02-27T15:13:41","slug":"religionsfreiheit-weltweit-2016-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/religionsfreiheit-weltweit-2016-html\/","title":{"rendered":"Religionsfreiheit weltweit 2016"},"content":{"rendered":"<p id=\"content-1171\">Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit 2016\u201c warnt vor globalen Auswirkungen durch religi\u00f6sen \u201eHyper-Extremismus\u201d.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">Religi\u00f6ser Fundamentalismus \u2013 t\u00f6dlicher denn je \u2013 entfesselt Tod, Zerst\u00f6rung, Vertreibung und Instabilit\u00e4t in einem noch nie dagewesenen Ma\u00df, so eine heute ver\u00f6ffentlichte Studie von KIRCHE IN NOT.&nbsp;Der von dem katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT herausgegebene \u201aBericht zur Religionsfreiheit weltweit 2016\u2018 warnt vor den globalen Auswirkungen \u201eeines neuen Ph\u00e4nomens religi\u00f6s-motivierter Gewalt\u201c, die in dem Bericht als \u201eislamistischer Hyper-Extremismus\u201c bezeichnet wird.<\/span><\/p>\n<div class=\"inner\">\n<div class=\"text\">\n<p>Der Bericht definiert diesen neuen Ultra-Extremismus und stellt Unterscheidungsmerkmale heraus, die belegen, wie diese Radikalen den Weltfrieden, die Stabilit\u00e4t und die gesellschaftliche Harmonie im Westen bedrohen. Zu den zentralen Eigenschaften des \u201eislamistischen Hyper-Extremismus\u201c geh\u00f6ren systematische Versuche, alle andersdenkenden Gruppen zu verjagen \u2013 einschlie\u00dflich der Moderaten, beispiellose Grausamkeit, eine globale Reichweite und der effiziente Einsatz der sozialen Medien, die h\u00e4ufig zur Gewaltverherrlichung genutzt werden.<\/p>\n<p>Die Autoren des Berichts schlie\u00dfen sich den Forderungen an, die Verfolgungen durch den IS als Genozid einzustufen und warnen vor einem breit angelegten Versuch, Pluralismus durch eine religi\u00f6se Monokultur zu ersetzen. Der Bericht, der in 196 L\u00e4ndern der Welt die aktuelle Situation zur Religionsfreiheit beurteilt, kommt zu folgendem Schluss: \u201eIn Teilen des Nahen Ostens, einschlie\u00dflich Irak und Syrien, eliminiert dieser Hyper-Extremismus alle Formen religi\u00f6ser Vielfalt. Es besteht die Gefahr, dass dies auch in Teilen Afrikas und Asiens geschieht.\u201c<\/p>\n<p>Diese Ansicht vertritt auch Pater Jacques Mourad, der das Vorwort des Berichts verfasst hat. Pater Mourad, ein christlicher M\u00f6nch, wurde in Syrien f\u00fcnf Monate lang vom IS gefangen gehalten, bevor er im Oktober 2015 fliehen konnte. In seinem Vorwort schreibt Pater Mourad: \u201eUnsere Welt steht am Abgrund einer v\u00f6lligen Katastrophe, da der Extremismus alle Spuren der Vielfalt in der Gesellschaft auszul\u00f6schen droht.\u201d<\/p>\n<p>Der alle zwei Jahre ver\u00f6ffentlichte Bericht st\u00fctzt sich auf Untersuchungen von Journalisten, Wissenschaftlern und Geistlichen und berichtet, dass es in den betrachteten zwei Jahren bis zum Juni 2016 in jedem f\u00fcnften Land der Welt Attentate gegeben hatte, die mit Hyper-Extremismus in Verbindung gebracht werden \u2013 von Australien bis Schweden sowie in 17 afrikanischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Entgegen der weitl\u00e4ufig vertretenen Ansicht, dass in der Regel die Regierungen f\u00fcr Verfolgung verantwortlich sind, sieht der Bericht die Schuld bei nicht-staatlichen militanten Gruppen in zw\u00f6lf der dreiundzwanzig am st\u00e4rksten betroffenen L\u00e4nder. Angesichts von Fl\u00fcchtlingszahlen in einer neuen Rekordh\u00f6he von 65,3 Millionen laut Angaben der UN, benennt der Bericht den extremistischen Islamismus als \u201etreibende Kraft\u201c der massiven Vertreibung von Menschen, die aus L\u00e4ndern wie Afghanistan, Somalia und Syrien fliehen.<\/p>\n<p>Weiterhin weist der KIRCHE IN NOT &#8211; Bericht auf den Dominoeffekt in westlichen L\u00e4ndern hin, deren soziales und religi\u00f6ses Gef\u00fcge durch die Ankunft einer beispiellosen Anzahl von Fl\u00fcchtlingen destabilisiert wird. Derartige Probleme, so der Bericht, werden zus\u00e4tzlich dadurch verst\u00e4rkt, dass der Westen sich pl\u00f6tzlich zunehmenden Angriffen durch fundamentalistische Islamisten gegen\u00fcbersieht. Allerdings seien nicht alle Probleme im Zusammenhang mit Religionsfreiheit auf militanten Islam zur\u00fcckzuf\u00fchren \u2013 so w\u00fcrde aus China und Turkmenistan ein \u201eerneutes hartes Durchgreifen\u201c gegen religi\u00f6se Gruppen berichtet, sowie eine fortw\u00e4hrende Leugnung der Menschrechte f\u00fcr Gl\u00e4ubige in Nordkorea und Eritrea, den beiden L\u00e4ndern, in denen es um Menschenrechte ohnehin schlecht bestellt ist.<\/p>\n<p>Andererseits seien die Aussichten auch nicht \u00fcberall trostlos \u2013 in Bhutan, \u00c4gypten und Katar, L\u00e4ndern die f\u00fcr die Verletzung der Religionsfreiheit ber\u00fcchtigt sind, vermeldete der Bericht, dass sich die Situation f\u00fcr Glaubensminderheiten w\u00e4hrend des Berichtszeitraums verbessert hatte.<\/p>\n<p>John Pontifex, in London t\u00e4tiger Chefredakteur des Berichts, erkl\u00e4rte: \u201eEin zentrales Ergebnis unserer Untersuchung ist die Feststellung, dass eine Form von religi\u00f6sem Hyper-Extremismus aufkommt, der in vielen Teilen der Welt gew\u00fctet und Narben hinterlassen hat, was das Kennzeichen seines offensichtlichen Ziels des V\u00f6lkermords ist.\u201c \u201eUnser Bericht ist ein Weckruf, der aufzeigen soll, dass der Extremismus eine neue und wesentlich gef\u00e4hrlichere Phase erreicht hat.\u201c \u201eWenn es eine Erkenntnis aus diesem Bericht zur Religionsfreiheit weltweit 2016 gibt, dann die, dass Glaubengruppen den religi\u00f6sen Hass innerhalb ihrer eigenen Reihen in den Griff bekommen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWelche Aussichten auf Frieden kann es geben, wenn m\u00e4chtige Teile bestimmter Glaubensgruppen nichts als Verachtung f\u00fcr diejenigen empfinden, die ihr Weltbild nicht teilen \u2013 und die nicht nur Angeh\u00f6rigen eines anderen Glaubens das Recht auf Leben absprechen, sondern auch den moderaten Angeh\u00f6rigen ihrer eigenen Glaubensgemeinschaft?\u201c \u201eDie andere Schwierigkeit, die der Bericht hervorhebt, liegt darin, dass westliche Politiker h\u00e4ufig Religion einfach nicht verstehen und ihre gesamte Sichtweise \u00fcberdenken m\u00fcssen.\u201c \u201eEs ist nicht mehr hinnehmbar, traditionelle Glaubens\u00fcbung geh\u00f6re der Vergangenheit an, w\u00e4hrend es doch Tatsache ist, dass f\u00fcr Abermillionen Menschen \u2013 eine neue Generation \u2013 Religion der Mittelpunkt ihres Lebens und die Antriebskraft f\u00fcr all ihr Tun ist.\u201c<\/p>\n<p>Der von KIRCHE IN NOT herausgegebene Bericht erscheint nun zum 13. Mal. Das Hilfswerk leistet Nothilfe und bietet Unterst\u00fctzung f\u00fcr verfolgte und andere Not leidende Christen in 140 L\u00e4ndern in aller Welt.<\/p>\n<p>Der Bericht zur Religionsfreiheit weltweit 2016 ist verf\u00fcgbar unter&nbsp;<span style=\"color: #ffffff;\"><a href=\"http:\/\/www.religionsfreiheit-weltweit.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #ffffff;\">www.religionsfreiheit-weltweit.at<\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p>Das Pr\u00e4sentationsvideo zum Bericht finden Sie&nbsp;<a href=\"https:\/\/youtu.be\/j5RLfO6Q8ns\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8230; hier<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht \u201eReligionsfreiheit weltweit 2016\u201c warnt vor globalen Auswirkungen durch religi\u00f6sen \u201eHyper-Extremismus\u201d.&nbsp;Religi\u00f6ser Fundamentalismus \u2013 t\u00f6dlicher denn je \u2013 entfesselt Tod, Zerst\u00f6rung, Vertreibung und Instabilit\u00e4t in einem noch nie dagewesenen Ma\u00df, so eine heute ver\u00f6ffentlichte Studie von KIRCHE IN NOT.&nbsp;Der von dem katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT herausgegebene \u201aBericht zur Religionsfreiheit weltweit 2016\u2018 warnt vor den globalen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1140,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[232,179],"tags":[28,48],"class_list":["post-1141","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europa","category-international","tag-europa","tag-religionsfreiheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1141"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3356,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1141\/revisions\/3356"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}