{"id":1151,"date":"2016-11-28T11:14:42","date_gmt":"2016-11-28T10:14:42","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/spendenaktion-fuer-christen-im-nahen-osten-html\/"},"modified":"2023-02-23T12:03:04","modified_gmt":"2023-02-23T11:03:04","slug":"spendenaktion-fuer-christen-im-nahen-osten-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/spendenaktion-fuer-christen-im-nahen-osten-html\/","title":{"rendered":"Spendenaktion f\u00fcr Christen im Nahen Osten"},"content":{"rendered":"<p>Syrien: \u201eDanke, dass Sie Hoffnung in mein Herz bringen\u201c&nbsp;&#8211;&nbsp;<em>Vom \u00dcberleben im belagerten Aleppo \u2013 \u201eKirche in Not\u201c startet Spendenaktion.&nbsp;<\/em><span style=\"font-size: 13.008px;\">Miriam ist eine Frau in den Siebzigern und lebt in Aleppo. Sie ist Witwe. Ihr Mann wurde vor drei Jahren von einer Granate get\u00f6tet. Drei Kinder hat sie \u2013 alle sind geflohen. Miriam wollte die Strapazen der Flucht nicht mehr mitmachen. Nun ist sie allein. \u201eIch habe den Lebenswillen verloren\u201c, erz\u00e4hlt sie. Das Leben sei unertr\u00e4glich. \u201eDie heulenden Sirenen, Gefechtsl\u00e4rm und Bombeneinschl\u00e4ge \u2013 und dann noch die st\u00e4ndige Dunkelheit.\u201c Denn die \u00f6ffentliche Stromversorgung ist zusammengebrochen \u2013 und ein paar Stunden Strom von einem Privatanbieter zu beziehen, ist sehr treuer. Es gibt auch kein Wasser mehr. \u201eIch kann nicht einmal mehr duschen. Das ist doch so wichtig, um sich ein wenig wohler zu f\u00fchlen\u201c, sagt Miriam. Sie leidet unter Depressionen, bekommt Medikamente. \u201eMein Haus war fr\u00fcher ein harmonischer, warmer Ort \u2013 heute ist es eine dunkle, kalte H\u00f6hle.\u201c&nbsp;<\/span><\/p>\n<p><span> <br \/> Miriam ist Christin. Es ist bereits ihre sechste Advents- und Weihnachtszeit im Krieg. Augenzeugen berichten, dass sich die K\u00e4mpfe nun auf den Ostteil Aleppos konzentrieren \u2013 und an H\u00e4rte zunehmen. Bis zu 300 000 Menschen sind eingekesselt. Insgesamt ringen im Stadtgebiet von Aleppo bis zu 1,5 Millionen Menschen um ihr Leben. Bilder schwerverletzter und traumatisierter Kindern gingen um die Welt. UN-Berichten zufolge sind alle Krankenh\u00e4user zu einem Gro\u00dfteil zerst\u00f6rt. Das Personal arbeitet dort unter schwersten Bedingungen weiter. Andere versuchen, ihren Mitmenschen das \u00dcberleben zu sichern und die Last ein wenig leichter zu machen. <\/p>\n<p> So wie Annie Demerjian und ihre Mitschwestern. Sie geh\u00f6ren zu denjenigen, die trotzdem, oder besser gesagt, gerade deshalb geblieben sind. Ihre Gemeinschaft der \u201eSchwestern Jesu und Mariens\u201c arbeitet unerm\u00fcdlich, um der verbliebenen christlichen Minderheit beizustehen. Sie haben dem weltweiten p\u00e4pstlichen Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c Miriams trostlose Situation geschildert \u2013 und wie sie ihr geholfen haben. \u201eWir haben sie besucht, ihr Haus saubergemacht und psychologisch geschulte Helfer beauftragt, w\u00e4hrend der Woche nach ihr zu sehen, mit ihr zu sprechen und sie beim Arztbesuch zu begleiten.\u201c <\/p>\n<p> Die wirkungsvollste Sofortma\u00dfnahme sei aber gewesen, mit einer kleinen Summe daf\u00fcr zu sorgen, dass Miriam ein paar Stunden am Tag Strom beziehen kann. So kann sie kochen oder Wasser zum Waschen erw\u00e4rmen. \u201eEs sind wirklich oft die kleinen Dinge, die das karge Leben der Menschen im wahrsten Sinne des Wortes ein bisschen heller machen.\u201c <\/p>\n<p> Insgesamt betreuen die Schwestern 917 Familien. Umgerechnet etwa 40 Euro pro Monat erh\u00e4lt eine Familie dank der Unterst\u00fctzung von \u201eKirche in Not\u201c. Das sichert das \u00dcberleben. \u201eUnd wir haben 1900 Familien, die Gutscheine f\u00fcr Lebensmittel erhalten. Mit eurer Hilfe k\u00f6nnen wir unseren Leuten in ihrem Leid beistehen, nicht nur spirituell, sondern auch durch materielle Unterst\u00fctzung\u201c, schreibt Schwester Annie. Die Familien w\u00fcrden dadurch erfahren, dass sie nicht alleingelassen sind und ihre Glaubensgeschwister in Europa an sie denken. So geht es auch Miriam. \u201eIch f\u00fchle mich jetzt trotz harten Bedingungen ein bisschen besser. Danke, dass Sie Hoffnung in mein Haus und mein Herz bringen.\u201c <\/p>\n<p> Jimmy und Rose erleben dieses Jahr ihre ganz eigene Weihnachtsgeschichte. Sie haben vor kurzem ein Baby bekommen, Paul. \u201eIhn zu versorgen ist eine riesige Herausforderung\u201c, sagt Rose. \u201eNat\u00fcrlich geht das allen Eltern so, aber in Aleppo ist alles schwieriger. Windeln und Babynahrung besorgen, das erfordert mehrere Anl\u00e4ufe. Und wie sollst Du das Fl\u00e4schchen warm machen ohne Strom?\u201c Es ist die kleine griechisch-orthodoxe Gemeinde, die sie versorgt. <\/p>\n<p> Jugendliche koordinieren die Beschaffung und Verteilung von Lebensmitteln und Medikamenten. \u201eKirche in Not\u201c unterst\u00fctzt sie dabei. \u201eObwohl wir fast abgeschnitten sind von der Au\u00dfenwelt, finden sie immer wieder Mittel und Wege, um uns zu helfen\u201c, sagt Jimmy. Auch sie bekommen finanzielle Hilfen, um die Grundbed\u00fcrfnisse f\u00fcr sich und den kleinen Sohn zu decken. \u201eNat\u00fcrlich denken wir oft an Flucht. Aber Aleppo ist unsere Heimat. Wir sind so froh, dass wir durch die Hilfe wenigstens einen Funken Hoffnung sehen \u2013 auch f\u00fcr unseren kleinen Sohn.\u201c <\/p>\n<p> \u201eKirche in Not\u201c startet eine Spendenaktion zur Advents- und Weihnachtszeit. Das Hilfswerk ruft dazu auf, den leidendenden christlichen Minderheiten in Syrien, dem Irak und dem Libanon beizustehen. Seit Beginn des Syrienkrieges und der IS-Eroberungen hat das Hilfswerk in diesen drei L\u00e4ndern rund 43 Millionen Euro f\u00fcr Hilfsprojekte zur Verf\u00fcgung gestellt. <\/p>\n<p> Dazu z\u00e4hlen Lebensmittel- und Medikamentenhilfen, Anmietung von Wohnraum f\u00fcr Familien, Hilfen bei der Beschaffung von Strom und Wasser, Schulprogramme, die Versorgung der gro\u00dfen Fl\u00fcchtlingscamps im Irak und die Fl\u00fcchtlingsarbeit im Libanon sowie die geistliche wie psychologische Betreuung von Gefl\u00fcchteten. Die Hilfe zielt darauf ab, den Menschen zu helfen, damit sie in ihrer Heimatregion bleiben k\u00f6nnen. <\/p>\n<p> Mehr Infos zur Spendenaktion finden Sie auch unter <a href=\"http:\/\/www.christen-im-nahen-osten.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.christen-im-nahen-osten.at<\/a> <br \/> Um weiterhin helfen zu k\u00f6nnen, bittet \u201eKirche in Not\u201c um Spenden &#8211; online unter:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.kircheinnot.at\/Wie_Sie_helfen\/Spenden\/\">http:\/\/www.kircheinnot.at\/Wie_Sie_helfen\/Spenden\/<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Syrien: \u201eDanke, dass Sie Hoffnung in mein Herz bringen\u201c&nbsp;&#8211;&nbsp;Vom \u00dcberleben im belagerten Aleppo \u2013 \u201eKirche in Not\u201c startet Spendenaktion.&nbsp;Miriam ist eine Frau in den Siebzigern und lebt in Aleppo. Sie ist Witwe. Ihr Mann wurde vor drei Jahren von einer Granate get\u00f6tet. Drei Kinder hat sie \u2013 alle sind geflohen. 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