{"id":1173,"date":"2016-12-22T08:53:56","date_gmt":"2016-12-22T07:53:56","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/fulani-massaker-wie-boko-haram-html\/"},"modified":"2023-02-23T11:48:37","modified_gmt":"2023-02-23T10:48:37","slug":"fulani-massaker-wie-boko-haram-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/fulani-massaker-wie-boko-haram-html\/","title":{"rendered":"Fulani Massaker wie Boko Haram"},"content":{"rendered":"<p>Die Terrorgruppe der Fulani ver\u00fcbt \u00e4hnliche Massaker wie Boko Haram.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">Von 2006 bis 2014 wurden in Nigeria durch Terrorakte mehr als 12 000 Christen get\u00f6tet und etwa 2 000 Kirchen zerst\u00f6rt. Diese Zahlen gab Bischof Joseph D. Bagobiri vom Bistum Kafanchan im nigerianischen Staat Kaduna bei einem Besuch in der italienischen Niederlassung von KIRCHE IN NOT (ACN) an. Insbesondere wegen der fundamentalistischen islamischen Gruppe Boko Haram steht heute Nigeria an dritter Stelle im \u201eGlobal Terror Index 2016\u201c. Bischof Bagobiri erkl\u00e4rt jedoch, dass Boko Haram nicht als einzige Organisation in dem afrikanischen Land Terror verbreitet: \u201eIn den letzten drei Monaten ist in mehr als der H\u00e4lfte des s\u00fcdlichen Teils vom Staat Kaduna eine Zunahme der Angriffe durch die \u201eFulani Herdsmen Terrorist\u201c (FHT) festzustellen. Es handelt sich um eine terroristische Gruppe, die sich aus dem Nomaden-Hirtenvolk der Fulani zusammensetzt.\u201c Im Westen sei diese Terrorgruppe so gut wie unbekannt, so der Bischof weiter. Aber der nigerianische Bischof gibt die Fakten bekannt: Seit September seien \u201e53 D\u00f6rfer niedergebrannt, 808 Menschen get\u00f6tet und 57 verletzt, 1.422 H\u00e4user und 16 Kirchen zerst\u00f6rt\u201c worden.<\/span><\/p>\n<p>Die Fulani sind als Volksgruppe vornehmlich Hirten. Dies hat seit jeher f\u00fcr ununterbrochene Konflikte mit den Bauern der Region gesorgt. In letzter Zeit gehen die Angriffe jedoch weit \u00fcber die klassischen Konflikte zwischen Hirten und Bauern hinaus. Denn die Hirten verf\u00fcgen \u00fcber \u201emodernste Waffen, die es vorher nicht gab, etwa AK-47. Wir kennen allerdings ihre Bezugsquelle nicht\u201c, so Bischof Bagobiri. Die Ursachen sind ebenfalls vielf\u00e4ltiger geworden. Der Bischof von Kafanchan: \u201eZu den herk\u00f6mmlichen sozio\u00f6konomischen Gr\u00fcnden, etwa der Landverteilung und den mangelnden Weidefl\u00e4chen kommen neue Ursachen, die das Ausma\u00df des Konfliktes ver\u00e4ndern: Die Fulani sind Moslems. Das Land geh\u00f6rt christlichen Volksgruppen. Nun erkennen wir deutlich ein antireligi\u00f6ses Motiv. Beide Ursachen sind zwar festzustellen, aber in letzter Zeit \u00fcberwiegt die religi\u00f6se Komponente. Der Konflikt hat sich zu einer religi\u00f6sen Verfolgung entwickelt.\u201c<\/p>\n<p class=\"m-7770892606506885272m-1186892501365833533gmail-msonospacing\">Dass in vielen Ortschaften besonders kleine, von Christen betriebene Gesch\u00e4fte sowie die Kirchen angegriffen werden, spricht f\u00fcr Bischof Mons. Bagobiri eine deutliche Sprache. \u201eDie Gewalt richtet sich nicht gegen eine bestimmte Volksgruppe, weil die Christen zu verschiedenen Volksgruppen geh\u00f6ren\u201c, sagt der Bischof.<\/p>\n<p class=\"m-7770892606506885272m-1186892501365833533gmail-msonospacing\">Trotz der gro\u00dfen Bedrohung f\u00fcr die Christen, so der Bischof weiter, \u201eweckt die Verfolgung in Nigeria weltweit nicht dieselbe Aufmerksamkeit wie beispielsweise der Nahe Osten\u201c. Was f\u00fcr den Bischof aber noch schlimmer ist: Nicht einmal die Regierung widme ihr gen\u00fcgende Aufmerksamkeit. \u201eDie Angriffe geschehen, w\u00e4hrend die Regierung gleichg\u00fcltig bleibt. Sie beschr\u00e4nkt sich darauf zu beobachten, obwohl die Bev\u00f6lkerung bewaffneten Terroristen ausgeliefert ist.\u201c Der Bischof f\u00fcgt hinzu: \u201eDie Polizeikr\u00e4fte verf\u00fcgen nicht \u00fcber angemessene Waffen, um einzuschreiten. Oder sie erhalten nicht den Befehl, es zu tun\u201c.<\/p>\n<p>Laut Bischof Bagobiri steht die terroristische Bedrohung im Zusammenhang mit der Zunahme des islamischen Fundamentalismus im Land und mit der <em>Scharia<\/em>, die in zw\u00f6lf von den 36 nigerianischen Staaten eingef\u00fchrt wurde, darunter auch im Staat Kaduna. Das islamische Gesetz f\u00fchre zu \u201eUngleichheit und Diskriminierung. Denn islamische Gerichte lassen Muslime frei, die etwa Christen ermordet haben, weil sie der mutma\u00dflichen Blasphemie beschuldigt wurden\u201c, erl\u00e4utert Bischof Bagobiri.<\/p>\n<p>Weitere Informationen \u00fcber Nigeria im Bericht \u201eReligionsfreiheit\u201c, der vom P\u00e4pstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT am vergangenen 15. November vorgestellt wurde: <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"http:\/\/religious-freedom-report.org\/de\/report\/nigeria\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.religionsfreiheit-weltweit.at<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Terrorgruppe der Fulani ver\u00fcbt \u00e4hnliche Massaker wie Boko Haram.&nbsp;Von 2006 bis 2014 wurden in Nigeria durch Terrorakte mehr als 12 000 Christen get\u00f6tet und etwa 2 000 Kirchen zerst\u00f6rt. Diese Zahlen gab Bischof Joseph D. 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