{"id":1229,"date":"2017-02-24T08:54:32","date_gmt":"2017-02-24T07:54:32","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/gewaltaetige-uebergriffe-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:56:11","modified_gmt":"2023-02-24T08:56:11","slug":"gewaltaetige-uebergriffe-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/gewaltaetige-uebergriffe-html\/","title":{"rendered":"Gewalt\u00e4tige \u00dcbergriffe"},"content":{"rendered":"<p>Erzbischof von Kinshasa berichtet \u00fcber gewaltt\u00e4tige \u00dcbergriffe. In der Demokratischen Republik Kongo kommt es vermehrt zu \u00dcbergriffen auf katholische Kirchen und Einrichtungen. \u201eMit Entsetzen erleben wir, dass Gewalt, Angst und Unsicherheit vielerorts aufflammen\u201c, berichtete der Erzbischof der Hauptstadt Kinshasa, Laurent Kardinal Monsengwo Pasinya der P\u00e4pstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT.<\/p>\n<p>Mitte Februar hatten bislang Unbekannte Feuer in einem Trakt des Priesterseminars von Malole gelegt. Der Mob verw\u00fcstete auch das nahe gelegene Karmeliterkloster in Kangana. Einige Tage zuvor hatten rund 20 Jugendliche eine Kirche in Limete, einem Stadtteil von Kinshasa, verw\u00fcstet und schwer besch\u00e4digt. \u201eSie warfen den Tabernakel um, pl\u00fcnderten den Altar, zertr\u00fcmmerten Kirchenb\u00e4nke und versuchten, Feuer zu legen\u201c, berichtete Pasinya, der auch Vorsitzender der kongolesischen Bischofskonferenz ist. Auch andernorts sei es bereits zu \u00dcbergriffen gekommen. Diese reichten von Schmierereien auf kirchlichen Geb\u00e4uden und Sachbesch\u00e4digungen bis hin zu Gewaltandrohungen gegen\u00fcber Priestern und Gl\u00e4ubigen.<\/p>\n<p>Der Kardinal sieht einen Zusammenhang mit der aktuellen politischen Lage im Land. \u201eDie j\u00fcngsten Vorf\u00e4lle f\u00fchren mich zu dem Schluss, dass die Kirche attackiert wird, um ihre Vermittlerrolle zu behindern.\u201c Die Demokratische Republik Kongo ist seit Jahrzehnten politisch zerrissen; K\u00e4mpfe zwischen Regierung, Rebellentruppen und Stammeskriegern ersch\u00fcttern das Land. Im Zentrum der Kritik steht Pr\u00e4sident Joseph Kabila, der seit 2001 an der Macht ist \u2013 zun\u00e4chst ohne politisches Mandat, dann in zwei umstrittenen Wahlen in den Jahren 2006 und 2011 im Amt best\u00e4tigt. Offiziell endete die zweite Amtszeit Kabilas bereits im Dezember 2016. Die Regierung hatte die Wahl jedoch immer wieder verschoben. Aus der Opposition und Teile der Bev\u00f6lkerung regten sich heftige Proteste; die katholische Kirche schaltete sich als Vermittlerin ein. So konnte schlie\u00dflich Ende vergangenen Jahres ein Kompromiss geschlossen werden: Pr\u00e4sident Kabila verpflichtete sich, zur\u00fcckzutreten und Ende 2017 Wahlen anzusetzen. Ob es tats\u00e4chlich dazu kommt, scheint derzeit fraglich. J\u00fcngst lie\u00df die Regierung mitteilen, sie s\u00e4he sich finanziell und logistisch nicht in der Lage, Neuwahlen durchzuf\u00fchren.<br \/>\nKardinal Pasinya hat derweil eine klare Botschaft an die Politik: \u201eIch rufe alle Verantwortlichen dazu auf, endlich ihre Schw\u00e4che und Selbsts\u00fcchtigkeit einzugestehen, die unser Land in eine politische Sackgasse gef\u00fchrt haben und alle Institutionen l\u00e4hmen.\u201c Die Regierung d\u00fcrfe die geplanten Neuwahlen nicht gef\u00e4hrden. Au\u00dferdem m\u00fcssten die offenen Fragen rund um den angek\u00fcndigten R\u00fccktritt von Pr\u00e4sident Kabila in einem \u201eechten demokratischen Geist\u201c gekl\u00e4rt werden. \u201eDie katholische Kirche bietet sich dabei weiterhin als Mediator an\u201c, so Pasinya. Politisch vereinnahmen lasse man sich jedoch nicht. \u201eWir werden uns weiter f\u00fcr Frieden und Auss\u00f6hnung der gesamten Gesellschaft stark machen.\u201c<\/p>\n<p>KIRCHE IN NOT ist den Christen der Demokratischen Republik Kongo seit Jahrzehnten verbunden. 1966 hatte der Gr\u00fcnder des Hilfswerks, Pater Werenfried van Straaten, dort eine eigene Schwesterngemeinschaft gegr\u00fcndet: Die \u201eT\u00f6chter der Auferstehung\u201c wirken seither sozial und karitativ unter den \u00c4rmsten der Armen.<\/p>\n<p>Ein besonderer Schwerpunkt der Hilfe war in den vergangenen Jahren die Region Bukavu im Osten des Landes, die von schweren Erdbeben heimgesucht wurde. KIRCHE IN NOT half beim Wiederaufbau. Au\u00dferdem f\u00f6rdert das Hilfswerk die Ausbildung von Seminaristen, unterst\u00fctzt Priester, die \u00fcber wenig bis gar kein Einkommen verf\u00fcgen, mit Mess-Stipendien und unterst\u00fctzt kirchliche Angebote in der Ehe- und Familienpastoral. Um weiterhin helfen zu k\u00f6nnen, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden \u2013 online unter www.kircheinnot.at oder auf das Spendenkonto:<\/p>\n<p>Empf\u00e4nger: KIRCHE IN NOT<br \/>\nIBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<br \/>\nBIC: GIBAATWWXXX<br \/>\nVerwendungszweck: Demokratische Republik Kongo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erzbischof von Kinshasa berichtet \u00fcber gewaltt\u00e4tige \u00dcbergriffe. 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