{"id":1243,"date":"2017-03-20T09:25:25","date_gmt":"2017-03-20T08:25:25","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/bischoefe-schlagen-alarm-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:56:04","modified_gmt":"2023-02-24T08:56:04","slug":"bischoefe-schlagen-alarm-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/bischoefe-schlagen-alarm-html\/","title":{"rendered":"Bisch\u00f6fe schlagen Alarm"},"content":{"rendered":"<p>Die Bisch\u00f6fe der Demokratischen Republik Kongo warnen eindringlich vor zunehmender Gewalt und politischen Unruhen, die das Land in \u201eAufl\u00f6sung und Chaos\u201c st\u00fcrzen k\u00f6nnten. Die Bisch\u00f6fe brachten ihr&nbsp; Mitgef\u00fchl f\u00fcr Tausende Menschen, die ihr Leben verloren haben \u2013 darunter auch viele Minderj\u00e4hrige, die von verschiedenen Milizen angeworben wurden &#8211; , zum Ausdruck. Sie \u00e4u\u00dferten sich auch besorgt dar\u00fcber, dass die Krise zu einer Hungersnot und sogar zum Zusammenbruch des Landes f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4laten, die sich im vergangenen Monat (20.-25. Februar 2017) aufgrund der dringenden Notlage zu einer Vollversammlung zusammengefunden hatten, f\u00fchren die Verschlechterung der Situation auf den Fehler des Pr\u00e4sidenten Joseph Kabila und seiner politischen Gegner zur\u00fcck, sich nicht an eine historischen Vereinbarung gehalten zu haben, die am 31. Dezember 2016 auf Vermittlung der Bischofskonferenz unterzeichnet wurde und die den Weg f\u00fcr die Pr\u00e4sidentschaftswahl in diesem Jahr geebnet hatte, ohne dass Pr\u00e4sident Kabila eine verfassungswidrige dritte Amtszeit anstreben w\u00fcrde.&nbsp;<\/p>\n<p>In einer Erkl\u00e4rung des internationalen Katholischen Hilfswerks <em>KIRCHE IN NOT <\/em>(ACN) bestanden die Bisch\u00f6fe darauf, dass die Rolle der Kirche eben die eines Vermittlers um des Allgemeinwohls willen sei, obgleich eine steigende Anzahl gewaltt\u00e4tiger und t\u00f6dlicher Angriffe auf die Kirche und ihr Personal offensichtliche Ressentiments&nbsp; gegen die Rolle der Kirche bei der Vermittlung des Abkommens widerspiegelten. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>In der Stadt Bukavu wurden mehrere Angeh\u00f6rige der Kongregation \u201eDie T\u00f6chter der Auferstehung\u201c ermordet. Aus diesem Grund wurden sieben Kl\u00f6ster geschlossen. Im vergangenen Dezember wurde eine Franziskanerin ebenfalls in Bukavu erstochen. Am 12. Februar 2017&nbsp; brannte ein Mob Jugendlicher die Kirche St. Dominic in Limete, in Kinshasa, nieder.<\/p>\n<p>In einer Nachricht an KIRCHE IN NOT (vom 18. Februar 2017) berichtete Kardinal Monsengwo Pasinya, der Erzbischof von Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo), von einem Brandanschlag auf das Priesterseminar von Malole in Kananga, der Hauptstadt der Zentralprovinz Kassai. Der Erzbischof berichtet, dass die T\u00e4ter \u201egewaltt\u00e4tige Schl\u00e4ger\u201c gewesen seien, die \u201eunter den Schwestern eines nahegelegenen Karmelitinnenklosters Angst und Schrecken verbreitet haben\u201c.&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch sagten die Bisch\u00f6fe, dass sie ihrer \u201eprophetischen Rolle in der Begleitung des kongolesischen Volkes\u201c verpflichtet blieben, damit die Bedingungen der Vereinbarung eingehalten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Bisch\u00f6fe erkl\u00e4rten: \u201eAngesichts der Pr\u00fcfungen der Gegenwart und um der Gerechtigkeit und des Friedens willen sagen wir \u201enein\u201c zu dem, was eine komplette und schnelle Anwendung der Vereinbarung verhindert.\u201c Sie fordern den Pr\u00e4sidenten, die Opposition und die Zivilgesellschaft zu einem offenen Dialog auf der Grundlage von \u201eTreu\u2018 und Glauben\u201c und gegenseitigem Vertrauen auf, um auf den Schrei der Not der Kongolesen zu antworten, die ungeduldig auf die Umsetzung des Abkommens warten.<\/p>\n<p>Sie riefen Polizei und Milit\u00e4r dazu auf, den Frieden landesweit aufrechtzuerhalten, ohne dabei &nbsp;\u201e\u00fcberm\u00e4\u00dfige\u201c Gewalt anzuwenden. Die Medien des Landes wurden dazu aufgefordert \u201ePolemik\u201c zu vermeiden und die \u00d6ffentlichkeit, um der nationalen Einheit willen, objektiv und umfassend zu informieren.<\/p>\n<p>Die Bisch\u00f6fe riefen die Gl\u00e4ubigen dazu auf \u201eihre Gebete f\u00fcr das Land zu intensivieren, dabei zu helfen, das Eigentum der Kirche zu sch\u00fctzen und sich nicht provozieren, entmutigen oder einsch\u00fcchtern zu&nbsp; lassen\u201c. Am 26. M\u00e4rz 2017, dem vierten Sonntag der Fastenzeit, werden alle Bisch\u00f6fe eine besondere Messe lesen, um die \u201em\u00fctterliche F\u00fcrsprache der Jungfrau Maria, Unserer Lieben Frau von der Hoffnung, zu erbitten,&nbsp; auf dass der Herr der Demokratischen Republik Kongo und seiner Bev\u00f6lkerung Frieden und Barmherzigkeit gew\u00e4hren m\u00f6ge.\u201c&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bisch\u00f6fe der Demokratischen Republik Kongo warnen eindringlich vor zunehmender Gewalt und politischen Unruhen, die das Land in \u201eAufl\u00f6sung und Chaos\u201c st\u00fcrzen k\u00f6nnten. Die Bisch\u00f6fe brachten ihr&nbsp; Mitgef\u00fchl f\u00fcr Tausende Menschen, die ihr Leben verloren haben \u2013 darunter auch viele Minderj\u00e4hrige, die von verschiedenen Milizen angeworben wurden &#8211; , zum Ausdruck. 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