{"id":125,"date":"2013-04-24T09:03:55","date_gmt":"2013-04-24T07:03:55","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/bericht-2013-ueber-christenverfolgung-html\/"},"modified":"2023-03-10T09:54:43","modified_gmt":"2023-03-10T08:54:43","slug":"bericht-2013-ueber-christenverfolgung-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/bericht-2013-ueber-christenverfolgung-html\/","title":{"rendered":"Bericht 2013 \u00fcber Christenverfolgung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"line-height: 1.538em;\">Das katholische Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c hat heute seinen aktuellen Bericht \u00fcber Diskriminierung und Unterdr\u00fcckung von Christen weltweit vorgestellt. Unter dem Titel \u201eChristen in gro\u00dfer Bedr\u00e4ngnis \u0336 Dokumentation 2013\u201c ist das 180 Seiten umfassende Buch ab sofort bei &#8222;Kirche in Not&#8220; erh\u00e4ltlich.<\/span><\/p>\n<p>Wie der Autor des Berichts, \u201eKirche in Not\u201c &#8211; Menschenrechtsexperte Berthold Pelster, betonte, l\u00e4gen besondere Schwerpunkte der inzwischen zum dritten Mal erschienenen Dokumentation auf der Situation von Christen in Nigeria, Pakistan und Syrien. Au\u00dferdem mache der Band auf die Lage der Kirche in kommunistischen L\u00e4ndern wie China oder Vietnam aufmerksam.<\/p>\n<p>Nach Aussage Pelsters habe in den vergangenen Jahren die Gewalt gegen Christen aus religi\u00f6s-ideologischen Motiven in Nigeria zugenommen. So seien seit dem Jahr 2009 mehr als 2000 Menschen durch Anschl\u00e4ge der radikal-islamischen Bewegung \u201eBoko Haram\u201c get\u00f6tet worden. Die Sekte verfolge nach eigenen Angaben das Ziel, Nigeria zu einem islamischen Staat zu machen. In Pakistan habe man Christen mehrfach grundlos bezichtigt, den Koran entehrt oder den Propheten Mohammed beleidigt zu haben, berichtete Pelster. F\u00fcr derartige Verst\u00f6\u00dfe sehe das pakistanische Blasphemie-Gesetz lebenslange Haftstrafen beziehungsweise die Todesstrafe vor. Nach Syrien seien seit Ausbruch des B\u00fcrgerkrieges im Fr\u00fchjahr 2011 zahlreiche islamistische K\u00e4mpfer gekommen. Aus Furcht vor deren Anschl\u00e4ge seien bereits 50 000 Christen aus der Stadt Homs geflohen, erl\u00e4uterte Pelster. In China leide die Katholische Kirche unter der zunehmenden Kontrolle seitens der kommunistischen Regierung. So setzten die chinesischen Religionsbeh\u00f6rden mehrfach Bischofsweihen gegen den Willen des Papstes durch. In \u00e4hnlicher Weise konnte im Januar dieses Jahres das kommunistische Regime in Vietnam mit einer Gesetzesnovelle seinen Einfluss auf die Religionsgemeinschaften ausbauen. \u201eReligionsgemeinschaften, die eine staatliche Anerkennung erhalten m\u00f6chten, m\u00fcssen den Beh\u00f6rden \u00fcber ihre Organisationsstrukturen und \u00fcber ihre Aktivit\u00e4ten minuti\u00f6s Bericht erstatten\u201c, betonte Pelster.<\/p>\n<p>Aus dem \u201eBrennpunktland\u201c Nigeria und auch aus dem Libanon waren der katholische Bischof von Sokoto, Matthew Kukah, und der Pr\u00e4sident der Caritas Libanon, Simon Faddoul, auf Einladung von \u201eKirche in Not\u201c zur Vorstellung von \u201eChristen in gro\u00dfer Bedr\u00e4ngnis \u2013 Dokumentation 2013\u201c nach M\u00fcnchen gekommen. Au\u00dferdem war der Nahost-Korrespondent von \u201eKirche in Not\u201c, Oliver Maksan, aus Israel angereist.<\/p>\n<p>Bischof Kukah stellte klar, dass in Nigeria keine gezielte Christenverfolgung herrsche. Richtig hingegen sei, dass die Christen in seinem Land unter islamistischen Terrorgruppen leiden. Besonders hob er das Leid hervor, das die Sekte \u201eBoko Haram\u201c Christen und anderen Bev\u00f6lkerungsgruppen zuf\u00fcgt. Der Bischof wies darauf hin, dass die Ziele der Terrorgruppe \u201eBoko Haram\u201c schwer zu definieren seien. Obwohl es ihre Absicht sei, die Scharia zur Gesetzesgrundlage im ganzen Land zu machen, tr\u00e4fen ihre Anschl\u00e4ge \u00fcberwiegend Muslime. Grund f\u00fcr deren Anschl\u00e4ge auf Kirchen, aber auch auf Moscheen und zivil genutzte Geb\u00e4ude sei ihre gro\u00dfe Unzufriedenheit mit den sozialen Verh\u00e4ltnissen. \u201eWenn die bislang unf\u00e4higen Regierungen Korruption in den eigenen Reihen abstellen und eine Infrastruktur aufbauen, dann wird der Terror erheblich zur\u00fcck gehen\u201c, ist Kukah \u00fcberzeugt. Kukah selber mache die Erfahrung, dass selbst Politiker aus christlichen L\u00e4ndern die Muslime mehr unterst\u00fctzen, als ihre christlichen Glaubensbr\u00fcder.<\/p>\n<p>Simon Faddoul sagte, dass die Caritas Libanon seit der Syrienkrise mehr als 15 000 aus Syrien geflohenen Familien (ca. 75 000 Personen) helfen konnte. Dabei habe die Religionszugeh\u00f6rigkeit der Opfer keine Rolle gespielt. 92 Prozent von ihnen seien muslimische Sunniten, sechs Prozent h\u00e4tten ein christliches Bekenntnis. Faddoul dankte \u201eKirche in Not\u201c f\u00fcr seine finanzielle Soforthilfe im Juli 2012 f\u00fcr die Versorgung der belagerten Stadt Rableh. So konnte die Caritas Libanon seit acht Monaten die \u00fcberwiegend von Christen bewohnte Stadt mit Nahrungsmitteln versorgen.<\/p>\n<p>Oliver Maksan unterstrich, dass die Christen etwa zehn Prozent der 23 Millionen Syrer stellen. Unter den Fl\u00fcchtlingen seien auch mehrere Hunderttausend Christen. Die in Syrien verbliebenen Christen h\u00e4tten wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft, da sie nach Assads Abdanken mit einer islamistischen Regierung rechnen. Etwa 40 Kirchen und andere christliche Einrichtungen wie Krankenh\u00e4user seien mittlerweile zerst\u00f6rt, erl\u00e4uterte Maksan.<\/p>\n<p>Hier k\u00f6nnen Sie den Bericht bestellen: <a title=\"Bestellung\" href=\"http:\/\/www.kircheinnot.at\/ang\/shop.php?tat=00145&amp;kat=1&amp;wk=&amp;anz=\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #3366ff;\">Christen in gro\u00dfer Bedr\u00e4ngnis &#8211; Dokumentation 2013<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das katholische Hilfswerk \u201eKirche in Not\u201c hat heute seinen aktuellen Bericht \u00fcber Diskriminierung und Unterdr\u00fcckung von Christen weltweit vorgestellt. 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