{"id":1271,"date":"2017-04-27T11:51:44","date_gmt":"2017-04-27T09:51:44","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/zunehmende-bedraengnis-html\/"},"modified":"2023-02-24T10:00:19","modified_gmt":"2023-02-24T09:00:19","slug":"zunehmende-bedraengnis-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/zunehmende-bedraengnis-html\/","title":{"rendered":"Zunehmende Bedr\u00e4ngnis"},"content":{"rendered":"<p>Es geht religionsfeindlich zu wie unter Kommunisten.<span style=\"font-size: 13.008px;\">&nbsp;Evangelische Christen in Russland beklagen, dass ihre Regierung verst\u00e4rkt eine religionsfeindliche Politik betreibe, wie sie es von den fr\u00fcheren kommunistischen Machthabern gewohnt waren. Das berichteten Kirchenvertreter bei der Jahrestagung des Missionsbundes \u201eLicht im Osten\u201c, die am 22. und 23. April in Korntal bei Stuttgart stattfand. Der Leiter der russischen Partnerorganisation \u201eLicht im Osten\u201c, Pjotr Lunitschkin (St. Petersburg), sagte, dass die unerwartete Religionsfreiheit nach dem Zerfall der ehemaligen Sowjetunion offensichtlich zu Ende gehe. \u201eGottlose Menschen\u201c an der Spitze des Staates h\u00e4tten im vergangenen Juli ein Antiterrorgesetz durchgesetzt, das sich unter anderem stark gegen die Aktivit\u00e4ten evangelischer Gemeinden richte. So d\u00fcrften keine Gottesdienste mehr in Wohnungen oder B\u00fcros gefeiert werden, sondern nur in \u201ereligi\u00f6sen Geb\u00e4uden\u201c. Alle zur Weitergabe bestimmten B\u00fccher oder Traktate m\u00fcssten einzeln mit einem Stempel versehen werden, der den vollen Namen der f\u00fcr die Verbreitung verantwortlichen religi\u00f6sen Organisation enthalte. Andernfalls drohten Strafen f\u00fcr Privatpersonen von bis zu 100 Euro und f\u00fcr Organisationen von bis zu 20.000 Euro. \u201eSolche Gesetze gab es nicht einmal, als Atheisten am Ruder waren\u201c, sagte Lunitschkin. Allerdings k\u00f6nne man trotz dieser strengen Gesetze noch nicht von einer systematischen Christenverfolgung sprechen. Massiven Gegenwind erf\u00fchren die Gemeinden auch durch die Medien. Protestanten w\u00fcrden mit Terroristen verglichen sowie als Feinde des Volkes und Spione der USA bezeichnet. In einigen Orten seien evangelische Gemeindeh\u00e4user von Unbekannten ausgeraubt und angez\u00fcndet worden. Die Polizei unternehme aber keine besonderen Anstrengungen zur Ermittlung der T\u00e4ter.<\/span><\/p>\n<div>\n<p><strong>Ostukraine: Was tut die russisch-orthodoxe Kirche?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>Auch in der Ostukraine erleben evangelische Gemeinden zunehmenden Widerstand. Viele Gemeinden seien geschlossen oder enteignet und ihre Leiter vertrieben worden, berichtete Pastor Michail Wlassenko (Poltawa). Dabei beriefen sich die Separatisten h\u00e4ufig auf einen kirchlichen Auftrag. F\u00fcr die betroffenen Gemeinden sei klar, dass die russisch-orthodoxe Kirche hinter den Aktionen stehe. \u201eNiemand hat geahnt, dass es im 21. Jahrhundert in einem freien Land Christenverfolgungen gibt\u201c, sagte Wlassenko. Die wirtschaftliche Lage in den besetzten Gebieten bezeichnete er als aussichtslos. Russland liefere zwar Lebensmittel, doch seien sie von schlechter Qualit\u00e4t und oft verdorben. Deshalb fl\u00fcchteten immer mehr Menschen in andere Teile der Ukraine. Sie w\u00fcrden jedoch nicht mit offenen Armen empfangen, so dass zum Verlust von Hab und Gut auch Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung k\u00e4men. Ihnen m\u00fcsse materiell und seelsorgerlich geholfen werden, was die meisten Gemeinden jedoch \u00fcberfordere. (Quelle: idea, Foto: Christophe Meneboeuf)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geht religionsfeindlich zu wie unter Kommunisten.&nbsp;Evangelische Christen in Russland beklagen, dass ihre Regierung verst\u00e4rkt eine religionsfeindliche Politik betreibe, wie sie es von den fr\u00fcheren kommunistischen Machthabern gewohnt waren. Das berichteten Kirchenvertreter bei der Jahrestagung des Missionsbundes \u201eLicht im Osten\u201c, die am 22. und 23. April in Korntal bei Stuttgart stattfand. 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