{"id":1279,"date":"2017-05-08T07:34:29","date_gmt":"2017-05-08T05:34:29","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/nur-die-liebe-kann-hass-ueberwinden-html\/"},"modified":"2023-02-27T16:13:16","modified_gmt":"2023-02-27T15:13:16","slug":"nur-die-liebe-kann-hass-ueberwinden-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/nur-die-liebe-kann-hass-ueberwinden-html\/","title":{"rendered":"\u201eNur die Liebe kann Hass \u00fcberwinden\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13.008px;\">Kardinal Sch\u00f6nborn und Au\u00dfenminister Kurz in der Kirche Maria vom Siege bei Gebetsversammlung zum Gedenken an die koptischen M\u00e4rtyrer der j\u00fcngsten Zeit \u2013 Bischof Gabriel: Christentum wird gest\u00e4rkt aus der Verfolgung hervorgehen.&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">Nur die Liebe kann den Hass \u00fcberwinden: Dies betonte Kardinal Christoph Sch\u00f6nborn am Sonntagabend in der jetzt koptischen Kirche Maria vom Siege am Wiener Mariahilfer G\u00fcrtel beim Gebet f\u00fcr die verfolgten Christen. Der Wiener Erzbischof berichtete von seiner Begegnung im letzten Herbst mit den Familien der in Libyen von IS (Daesh)-Terroristen ermordeten koptischen Arbeitsmigranten. Auf den Gesichtern der Frauen dieser jungen M\u00e4rtyrer sei kein Hass gewesen, keine Bitterkeit, ein gro\u00dfer Schmerz, aber auch ein Leuchten. \u201eHier wurde deutlich, dass ein Sieg errungen ist \u00fcber den Hass\u201c, sagte der Kardinal. Den koptischen M\u00e4rtyrern der letzten Jahre, der koptischen Kirche insgesamt, sei f\u00fcr ihr Zeugnis zu danken, betonte Sch\u00f6nborn. Der Dank gelte aber auch dem \u00e4gyptischen Pr\u00e4sidenten Abd-el-Fattah al-Sisi, der in der im Bau befindlichen neuen Hauptstadt Neu-Kairo eine Kathedrale f\u00fcr die M\u00e4rtyrer bauen lasse als Zeichen, \u201edass der Hass \u00c4gypten nicht auseinanderbrechen l\u00e4sst\u201c. Das Zeugnis der koptischen M\u00e4rtyrer bedeute, dass \u201eder Weg der Liebe in unserer friedlosen Welt st\u00e4rker sein wird als der Hass\u201c.<\/span><\/p>\n<p>Er habe es als \u201egro\u00dfes Privileg\u201c empfunden, bei seinem \u00c4gypten-Besuch bei Papst-Patriarch Tawadros II. im vergangenen Oktober die Familien der in Libyen ermordeten koptischen M\u00e4rtyrer besuchen zu d\u00fcrfen, stellte der Wiener Erzbischof fest. Trotz der Bedr\u00e4ngnis durch ihre Entf\u00fchrer h\u00e4tten die jungen M\u00e4rtyrer den christlichen Glauben nicht verleugnet und seien mit dem Namen Jesu auf den Lippen gestorben. In seiner Predigt unterstrich der Kardinal, dass Christus \u201ein der Ohnmacht des Lammes\u201c in die Welt gekommen sei, um die Feindschaft zu t\u00f6ten, \u201edamit die Menschen wieder eine Familie sein k\u00f6nnen\u201c. Denn trotz aller begr\u00fc\u00dfenswerten Bem\u00fchungen \u2013 von Verhandlungen bis zu Werken der N\u00e4chstenliebe \u2013 k\u00f6nne letztlich nur Christus, der sein Leben f\u00fcr die Menschen hingegeben habe, wahren Frieden bringen und den Hass \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Nach dem Gebet in der \u00fcberf\u00fcllten Kirche unterstrich Au\u00dfenminister Sebastian Kurz, der der koptischen Gemeinde freundschaftlich verbunden ist, die Bedeutung der Religionsfreiheit, die \u201ein vielen L\u00e4ndern keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist\u201c. Als Au\u00dfenminister treffe er bei seinen Reisen immer wieder mit den Repr\u00e4sentanten christlicher und anderer religi\u00f6ser Minorit\u00e4ten zusammen und erlebe dabei, dass die Situation in so manchen L\u00e4ndern \u201ealles andere als gut\u201c ist, berichtete Kurz. Umso wichtiger sei es, sich weltweit f\u00fcr Religionsfreiheit und gegen Christenverfolgung einzusetzen. Das Au\u00dfenministerium werde die Umsetzung der EU-Leitlinien zur Religionsfreiheit weiterhin mit Nachdruck verfolgen. Als Integrationsminister danke er den christlichen Kirchen in \u00d6sterreich, dass sie durch die Pr\u00e4senz vieler christlicher Zuwanderer das Christentum in \u00d6sterreich \u201evielf\u00e4ltig und aktiv\u201c gestalten, so Kurz.<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich werde der Beitrag der vielen Menschen gesch\u00e4tzt, denen der Glaube Kraft gibt, stellte der Minister fest. Das Leben in \u00d6sterreich sei durch vergleichsweise gro\u00dfen Wohlstand, Stabilit\u00e4t und Frieden gekennzeichnet. Das bringe auch die Verantwortung mit sich, \u201enicht wegzusehen, wenn es anderswo nicht so gut l\u00e4uft\u201c. Als Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen in anderen L\u00e4ndern seien daher auch die Mittel f\u00fcr die Entwicklungszusammenarbeit und f\u00fcr den internationalen Katastrophenfonds erh\u00f6ht worden.<\/p>\n<p>Am Beginn der Gebetsversammlung hatte der koptisch-orthodoxe Wiener Bischof Anba Gabriel dargelegt, dass es vor allem auch um das Gedenken an die Opfer der Attentate auf koptische&nbsp; Kirchen in Tanta und Alexandrien am Palmsonntag sowie auf die St. Peter-und-Paul-Kirche in Kairo am 11. Dezember des Vorjahrs gehe. Verfolgung sei f\u00fcr die Christen eine Tatsache, die bereits in der Bibel angek\u00fcndigt ist. Bischof Gabriel zitierte die Stelle aus dem Johannes-Evangelium, in der Jesus sagt: \u201eEs kommt die Stunde, in der jeder, der euch t\u00f6tet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten\u201c. Aber schon im Alten Testament werde auch gesagt, dass das Volk Gottes durch Verfolgung gest\u00e4rkt wird. Daher werde auch das Christentum aus der Verfolgung gest\u00e4rkt hervorgehen. Bischof Gabriel schilderte, wie er das selbst als Student Ende der 1970er Jahre \u2013 \u201eals die Kopten in \u00c4gypten auch gro\u00dfe Schwierigkeiten hatten\u201c \u2013 erleben konnte.<\/p>\n<p>In herzlichen Worten dankte der koptische Bischof Kardinal Sch\u00f6nborn f\u00fcr dessen Liebe zu den verfolgten Christen. Bei der Begegnung mit den Angeh\u00f6rigen der M\u00e4rtyrer in \u00c4gypten sei der Kardinal von den Worten einer M\u00e4rtyrer-Witwe beeindruckt gewesen, die mitteilte, dass sie f\u00fcr die M\u00f6rder bete und ihnen verzeihe. Das Motto der Gebetsversammlung war eine Aussage von Papst Franziskus bei seinem j\u00fcngsten Besuch in Kairo: &#8222;Ein deutliches und eindeutiges &#8218;Nein&#8216; zu jeglicher Form von Gewalt, Rache und Hass, die im Namen der Religion oder im Namen Gottes begangen werden\u201c.<\/p>\n<p>Bei dem Gebet in Maria vom Siege waren u.a. der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic), der Wiener Weihbischof Franz Scharl, der altkatholische Bischof Heinz Lederleitner, der rum\u00e4nisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, der koptisch-orthodoxe Bischof von Sydney, Anba Daniel (Metawos El Antuny), zahlreiche in Wien t\u00e4tige koptische Geistliche sowie syrisch-orthodoxe und armenisch-apostolische Kleriker anwesend. Auch der \u00e4gyptische Botschafter Omar A. Yousef war zugegen. Gesammelt wurde in Maria vom Siege f\u00fcr die Familien der bei den Anschl\u00e4gen in Tanta und Alexandrien ums Leben gekommenen M\u00e4rtyrer. Abgeschlossen wurde die Gebetsversammlung mit einem marianischen Hymnus, den ein Wiener syrisch-orthodoxer Chor zu Geh\u00f6r brachte. Die zahlreich erschienenen koptischen Gl\u00e4ubigen brachten zum Ausdruck, dass sie sich als \u201eVollblutkopten und als Vollblut\u00f6sterreicher\u201c f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Die fr\u00fcher katholische Kirche Maria vom Siege \u2013 einer der seltenen neogotischen Kuppelbauten &#8211; ist erst im Vorjahr an die stark wachsende koptische Gemeinde \u00fcbertragen worden. Papst-Patriarch Tawadros II. kam eigens nach Wien, um in Anwesenheit von Kardinal Sch\u00f6nborn am 20. Mai 2016 den Altar der Kirche zu weihen. In \u00d6sterreich gibt es nach Sch\u00e4tzungen rund 12.000 koptisch-orthodoxe Christen, die meisten davon leben in Wien.&nbsp;<\/p>\n<p>Artikel von: Erich Leitenberger, poi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kardinal Sch\u00f6nborn und Au\u00dfenminister Kurz in der Kirche Maria vom Siege bei Gebetsversammlung zum Gedenken an die koptischen M\u00e4rtyrer der j\u00fcngsten Zeit \u2013 Bischof Gabriel: Christentum wird gest\u00e4rkt aus der Verfolgung hervorgehen.&nbsp;Nur die Liebe kann den Hass \u00fcberwinden: Dies betonte Kardinal Christoph Sch\u00f6nborn am Sonntagabend in der jetzt koptischen Kirche Maria vom Siege am Wiener [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1278,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[232],"tags":[4,28],"class_list":["post-1279","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europa","tag-christenverfolgung","tag-europa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1279"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1279\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3287,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1279\/revisions\/3287"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}