{"id":1281,"date":"2017-05-08T07:36:59","date_gmt":"2017-05-08T05:36:59","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/der-wiederaufbau-beginnt-html\/"},"modified":"2023-02-23T12:02:40","modified_gmt":"2023-02-23T11:02:40","slug":"der-wiederaufbau-beginnt-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/der-wiederaufbau-beginnt-html\/","title":{"rendered":"Der Wiederaufbau beginnt!"},"content":{"rendered":"<p><span>Am Montag, den 8. Mai wird die internationale P\u00e4pstliche Stiftung KIRCHE IN NOT mit einer \u201eOlivenbaum-Zeremonie\u201c drei Baustellen in den Orten Bartella, Karamless und Karakosch einweihen, wo mit der Hilfe von KIRCHE IN NOT der Wiederaufbau der ersten 100 H\u00e4user christlicher Fl\u00fcchtlingsfamilien beginnen wird. Pater Andrzej Halemba (KIRCHE IN NOT), Interimsvorsitzender des \u201eNinive-Wiederaufbau-Ausschusses\u201c, beschreibt den Augenblick als ein \u201ehistorisches und einmaliges Ereignis f\u00fcr die Zukunft des Christentums im Irak\u201c.<\/span><\/p>\n<div class=\"data-3 data template-\">\n<div class=\"inner\">\n<div class=\"text\">\n<p>Die P\u00e4pstliche Stiftung KIRCHE IN NOT (ACN) weiht drei Baustellen in drei Ortschaften in der Ninive-Ebene ein, wo die ersten einhundert der 13.000 durch den Islamischen Staat zerst\u00f6rten Privath\u00e4user wiederaufgebaut werden sollen. Am Montag, den 8. Mai, werden den ersten christlichen Familien, die zur\u00fcckkehren wollen, an den Kirchen der drei christlichen Orte Bartella, Karamless und Karakosch Olivenb\u00e4ume \u00fcberreicht. Au\u00dfer den B\u00e4umen, die die jede Familie nahe bei ihrem Haus pflanzen soll, wird ihnen auch eine Gru\u00dfbotschaft mit dem Wunsch \u00fcbermittelt, sie m\u00f6gen \u201e an dem Ort wieder Wurzeln schlagen, wo sie geboren wurden, dort leben und Fr\u00fcchte des Friedens und der Vers\u00f6hnung hervorbringen\u201c.<\/p>\n<p>An der \u201eOlivenbaum-Zeremonie\u201c, die den Beginn des Wiederaufbaus kennzeichnet, werden unter anderem die Mitglieder des \u201eNinive-Wiederaufbau-Komitees\u201c teilnehmen, das Vertreter der drei christlichen Hauptkirchen der Region, der Syrisch Orthodoxen Kirche, der Syrisch Katholischen Kirche und der Chald\u00e4isch Katholischen Kirche, sowie drei Experten und von KIRCHE IN NOT ernannte Berater umfasst, sowie \u00fcberdies Philipp Ozores, der Generalsekret\u00e4r von KIRCHE IN NOT.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"data-4 data template-imagebig\">\n<div class=\"center\"><img decoding=\"async\" class=\"border\" title=\"\" src=\"http:\/\/www.kircheinnot.at\/static\/content\/images\/3\/37375884349d5a860fea3900e79020c1.jpg\" alt=\"\" width=\"550\"><\/div>\n<div class=\"inner\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"data-5 data template-\">\n<div class=\"inner\">\n<div class=\"text\">\n<p>Der Ausschuss wurde am 27. M\u00e4rz dieses Jahres gegr\u00fcndet, um den Wiederaufbau der etwa 13.000 christlichen H\u00e4user zu planen und zu \u00fcberwachen, die durch die Gewalttaten des sogenannten Islamischen Staat besch\u00e4digt wurden, als er die Region besetzte. 669 H\u00e4user wurden dabei v\u00f6llig zerst\u00f6rt. Die Gesamtkosten des Wiederaufbaus belaufen sich sch\u00e4tzungsweise auf \u00fcber 250 Millionen Dollar. KIRCHE IN NOT hat dem Ausschuss sowie den drei christlichen Kirchen, die er vertritt, bereits 450.000 Euro zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Eine im M\u00e4rz durchgef\u00fchrte Umfrage hat ergeben, dass 41% der christlichen Familien definitiv in ihre H\u00e4user in der Ninive-Ebene zur\u00fcckkehren wollen, die sie 2014 w\u00e4hrend der IS-Invasion verlassen mussten. Weitere 46% der Familien ziehen eine R\u00fcckkehr ernsthaft in Erw\u00e4gung. Im Gegensatz dazu waren im November 2016 nur 3,3% der befragten Familien dazu bereit, in ihre D\u00f6rfer zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>\u201eDiese Zahlen bilden das historische Dilemma ab, in dem sich das Christentum im Irak in diesem Moment befindet.\u201c, sagt Pater Andrzej Halemba, der Nahostverantwortliche von KIRCHE IN NOT und Interimsvorsitzender des Ninive-Wiederaufbau-Ausschusses. \u201eIndem wir die Wiederaufbauarbeiten an diesen drei Orten beginnen, hoffen wir, ein Signal an die vielen tausend christlichen Familien zu senden, die aus ihren H\u00e4usern in der Ninive-Ebene vertrieben worden sind und die heute in Erbil und anderen St\u00e4dten des irakischen Kurdistans unter provisorischen Bedingungen leben m\u00fcssen\u201c, f\u00fcgt er hinzu. \u201eDas ist ein entscheidender historischer Moment. Wenn wir jetzt die Gelegenheit verpassen, den Christen zu helfen, in ihre H\u00e4user in der Ninive-Ebene zur\u00fcckzukehren, k\u00f6nnten diese Familien sich daf\u00fcr entscheiden, den Irak f\u00fcr immer zu verlassen. Das w\u00e4re eine enorme Trag\u00f6die. Die Pr\u00e4senz der Christen in dieser Region ist von entscheidender Bedeutung, nicht nur historisch, sondern auch politisch und kulturell. Die Christen bilden ein Br\u00fccke zwischen den verschiedenen muslimischen Gruppen, die sich gegenseitig bek\u00e4mpfen. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zum Bildungssystem und werden von allen gem\u00e4\u00dfigten Muslimen respektiert.\u201c Pater Halemba schlie\u00dft mit einem Gebetsaufruf. \u201eVon all unseren Br\u00fcdern und Schwestern im Westen erbitten wir nicht nur finanzielle Hilfe, sondern wir bitten auch darum, dass sie mit ihren Gebeten den Mut tausender irakischer Christen unterst\u00fctzen, die sich entschieden haben, in ihre D\u00f6rfer zur\u00fcckzukehren und im Irak zu bleiben.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"data-6 data template-imagebig\">\n<div class=\"center\"><img decoding=\"async\" class=\"border\" title=\"\" src=\"http:\/\/www.kircheinnot.at\/static\/content\/images\/2\/2235e5f3f1dcc32e392896fcd6c3fd15.jpg\" alt=\"\" width=\"550\"><\/div>\n<div class=\"inner\">&nbsp;<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"data-7 data template-\">\n<div class=\"inner\">\n<div class=\"text\">\n<p>Derweil wird von KIRCHE IN NOT das Programm zur Verteilung von Grundlebensmitteln an etwa 12.000 Familien weitergef\u00fchrt, die aus Mosul und der Ninive-Ebene nach Erbil und in andere Orte wie Dehouk, Kirkuk, Zakho und Alqosh geflohen sind. Bis Ende Juni 2017, der siebten Phase des von KIRCHE IN NOT finanzierten Nahrungsmittelhilfeprogramms, werden Lebensmittel im Wert von 2 Millionen Euro verteilt worden sein. Die monatlichen Nahrungsmittelpakete im Wert von je 60 Dollar pro Paket werden an alle Vertriebenen unabh\u00e4ngig von ihrer Religionszugeh\u00f6rigkeit verteilt. Muslime, Jesiden und Schabak erhalten ebenso Lebensmittelpakete wie Christen.<\/p>\n<p>Seit M\u00e4rz 2016 ist KIRCHE IN NOT die einzige internationale Organisation, die den Binnenfl\u00fcchtlingen IDPs) in der Region hilft. Seit dem Jahr 2014 hat KIRCHE IN NOT die IDP\u2019s, die zur Zeit im Irak leben, mit ca. 30 Millionen Euro unterst\u00fctzt.&nbsp;<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzen Sie die Christen im Irak mit Ihrer Spende! F\u00fcr einen schnellen Wiederaufbau und die damit verbundene R\u00fcckkehr in ihre Heimatorte! Spenden Sie&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.kircheinnot.at\/Wie_Sie_helfen\/Spenden\/\">hier online<\/a>&nbsp;oder \u00fcber unser Spendenkonto:<\/p>\n<p>IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600<br \/>lautend auf KIRCHE IN NOT&nbsp;<br \/>Verwendungszweck: Christen im Irak<\/p>\n<p>Mehr Infos zu der Situation der Christen im Irak und dem Nahen Osten finden Sie hier:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.christen-im-nahen-osten.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.christen-im-nahen-osten.at<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag, den 8. Mai wird die internationale P\u00e4pstliche Stiftung KIRCHE IN NOT mit einer \u201eOlivenbaum-Zeremonie\u201c drei Baustellen in den Orten Bartella, Karamless und Karakosch einweihen, wo mit der Hilfe von KIRCHE IN NOT der Wiederaufbau der ersten 100 H\u00e4user christlicher Fl\u00fcchtlingsfamilien beginnen wird. 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