{"id":1315,"date":"2017-06-23T11:24:05","date_gmt":"2017-06-23T09:24:05","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/94-christen-einem-monat-verhaftet-html\/"},"modified":"2023-02-24T10:01:59","modified_gmt":"2023-02-24T09:01:59","slug":"94-christen-einem-monat-verhaftet-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/94-christen-einem-monat-verhaftet-html\/","title":{"rendered":"94 Christen in einem Monat verhaftet"},"content":{"rendered":"<p>Die eritreischen Beh\u00f6rden haben die Repression gegen&nbsp;die Christen erneut versch\u00e4rft. Die Festnahmen h\u00e4ufen sich.&nbsp;<span style=\"font-size: 13.008px;\">In Eritrea wurden allein im Monat Mai mindestens 94 Christen festgenommen:&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 13.008px;\">Am 21. Mai wurden 49 Christen anl\u00e4sslich eines Festes namens \u00abHamauti\u00bb verhaftet. Diese traditionelle Feier findet eine Woche nach der Hochzeit statt. Freunde und Verwandte kommen zu einem Festmahl zusammen, sie singen, tanzen und beten gemeinsam. Das jungverm\u00e4hlte Paar befindet sich unter den Festgenommenen.<\/span><\/p>\n<p>Am 17. Mai nahm die Polizei \u00fcber 35 Christen in der Kleinstadt Adi Quala im S\u00fcden des Landes fest. Eine Gruppe von Ermittlern, bestehend aus einem Polizisten einemVerwaltungsbeamten sowie einem Vertreter der orthodoxen* Kirche war am Vorabend von Haus zu Haus gegangen. Sie \u00fcberpr\u00fcften die vom Staat ausgegebenen Lebensmittelkarten und nutzten dies als Vorwand, um die Religionszugeh\u00f6rigkeit der einzelnen Hausbewohner zu erfragen. Am n\u00e4chsten Tag kehrten die Sicherheitskr\u00e4fte zur\u00fcck und nahmen mehr als 35 Personen fest.<\/p>\n<p>Am 9. Mai&nbsp; wurden 10 Christen einer Hausgemeinde, die in Ginda zusammen gekommen waren, von ihren Nachbarn denunziert.<\/p>\n<p>Es ist kein Zufall, dass diese Verhaftungswelle in den Tagen vor dem 24. Mai, dem Unabh\u00e4ngigkeitstag von Eritrea,&nbsp; stattgefunden hat. Das ist f\u00fcr die Christen eine kritische Zeit des Jahres, da sie sich aus Gewissensgr\u00fcnden oft weigern, an den offiziellen Nationaltagfeierlichkeiten teilzunehmen.<\/p>\n<p>Seit dem 12. Mai 2002 gelten Christen, die weder der der orthodoxen, katholischen oder lutherischen Kirche angeh\u00f6ren als \u00abGesetzesbrecher\u00bb. Sie k\u00f6nnen ausschliesslich in Untergrund- und Hauskirchen zusammenkommen. Von den Beh\u00f6rden werden sie gnadenlos verfolgt.<\/p>\n<p>Viele Christen, die die Haftbedingungen selbst erlebt haben, berichten von Folter, Zwangsarbeit, unertr\u00e4glichen Zust\u00e4nden und Entbehrungen. Je nach Gef\u00e4ngnis werden ihnen zwei Dokumente zur Unterschrift vorgelegt: entweder verpflichten sie sich, in Zukunft jegliche religi\u00f6sen Aktivit\u00e4ten zu unterlassen oder sie widerrufen ihren Glauben an Christus. Denen, die die Unterschrift verweigern, drohen jahrelange Haftstrafen. (Quelle: Open Doors)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die eritreischen Beh\u00f6rden haben die Repression gegen&nbsp;die Christen erneut versch\u00e4rft. Die Festnahmen h\u00e4ufen sich.&nbsp;In Eritrea wurden allein im Monat Mai mindestens 94 Christen festgenommen:&nbsp;Am 21. Mai wurden 49 Christen anl\u00e4sslich eines Festes namens \u00abHamauti\u00bb verhaftet. Diese traditionelle Feier findet eine Woche nach der Hochzeit statt. 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