{"id":1325,"date":"2017-07-05T10:12:03","date_gmt":"2017-07-05T08:12:03","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/christenverfolgung\/system-missachtung-der-glaubensfreiheit-html\/"},"modified":"2023-02-24T09:57:30","modified_gmt":"2023-02-24T08:57:30","slug":"system-missachtung-der-glaubensfreiheit-html","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kircheinnot.at\/christenverfolgung\/system-missachtung-der-glaubensfreiheit-html\/","title":{"rendered":"System. Missachtung der Glaubensfreiheit"},"content":{"rendered":"<p><span>Die Sudanese Church of Christ (SCOC) \u2013 ein Gemeindeverband, dem etwa 220.000 der insgesamt rund zwei Millionen Christen im Sudan angeh\u00f6ren \u2013 hat sich mit einem offenen Brief an die Regierung gewandt. Das Schreiben richtet sich gegen \u201edie systematische Missachtung der Glaubensfreiheit von Christen\u201c durch die Beh\u00f6rden, auf deren Anweisung hin erst k\u00fcrzlich eine Kirche in der N\u00e4he von Khartum abgerissen wurde.<\/span><\/p>\n<h3>Zerst\u00f6rung von Kirchen und Enteignung von Kirchenbesitz<\/h3>\n<p>In dem Brief prangert die Kirchenleitung unter anderem die Zerst\u00f6rung von Kirchen, die Enteignung von Kirchenbesitz und die Verweigerung von Grundst\u00fccken f\u00fcr den Bau neuer Kirchengeb\u00e4ude an. \u201eWir bedauern diese Vorgehensweise gegen die heiligen St\u00e4tten zutiefst und verurteilen sie aufs Sch\u00e4rfste\u201c, hei\u00dft es in dem Schreiben. F\u00fcr die Sch\u00e4den verantwortlich sei vor allem der sudanesische Geheimdienst NISS (National Intelligence and Security Services) sowie das Ministerium f\u00fcr Planung und infrastrukturelle Entwicklung. Mit dem Brief ergeht eine Aufforderung an den Pr\u00e4sidenten Omar al-Bashir, weitere Verst\u00f6\u00dfe gegen die Religionsfreiheit zu verhindern, begangenes Unrecht wiedergutzumachen und den Christen entsprechend ihrer verfassungsgem\u00e4\u00dfen Rechte Land f\u00fcr den Bau von Kirchen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Zudem richtet sich der Brief an internationale Menschenrechtsorganisationen mit der Bitte, sich f\u00fcr die christliche Gemeinde im Sudan einzusetzen.<\/p>\n<h3>Christen treten mutig f\u00fcr ihre Rechte ein<\/h3>\n<p>\u201eDies ist der mutigste Schritt, den die F\u00fchrung der SCOC bisher gegen den st\u00e4ndigen Druck vonseiten der Regierung unternommen hat\u201c, erl\u00e4utert ein christlicher Mitarbeiter, der eng mit den Gemeinden im Sudan zusammenarbeitet. Zwar h\u00e4tten sich die kirchlichen Verantwortungstr\u00e4ger w\u00e4hrend der vergangenen Jahre bez\u00fcglich der Verletzung ihrer religi\u00f6sen Rechte wiederholt an die betreffenden staatlichen Dienststellen gewandt, aber es sei das erste Mal, dass sie einen solchen Brief \u00f6ffentlich \u00fcber soziale Medien verbreiteten.<\/p>\n<p>Der Sudan geh\u00f6rt zu jenen L\u00e4ndern, in denen Christen am st\u00e4rksten verfolgt werden. Die Regierung strebt nach einem vollst\u00e4ndig muslimischen Staat und geht deshalb mit \u00e4u\u00dferster H\u00e4rte gegen Christen vor. Immer wieder werden Pastoren verhaftet und vor Gericht gestellt. Die Scharia ist die Grundlage der Gesetzgebung; auf den Abfall vom Islam steht die Todesstrafe. (Quelle: World Watch Monitor, Open Doors)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sudanese Church of Christ (SCOC) \u2013 ein Gemeindeverband, dem etwa 220.000 der insgesamt rund zwei Millionen Christen im Sudan angeh\u00f6ren \u2013 hat sich mit einem offenen Brief an die Regierung gewandt. 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